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Goldmedaille für ein Bürohaus

Best Practice

Goldmedaille für ein Bürohaus

Über vier Stockwerke erstreckt sich das Bürogebäude von Energiedienst im Gewerbegebiet von Rheinfelden, rundherum ist viel Glas verbaut worden, im Innern empfängt eine Wendeltreppe den Besucher. Doch nicht nur architektonisch hinterlässt das Gebäude einen bleibenden Eindruck. Gebaut wurde nämlich nach Schweizer Standards und den Maßgaben der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), schadstoffarmes Baumaterial gehört dazu.

Die DGNB hat dem Bürohaus deshalb ihr Zertifikat in Gold verliehen. Der Grund dafür liegt unter anderem in der Tiefe. Der Bauherr hat Geothermie bis zu einer Tiefe von 50 Meter genutzt – in einem kontrollierten Verfahren. Genau darauf basiert die CO2-neutrale Klimatechnik des Gebäudes. Um frische Luft zu atmen, müssen die 270 Mitarbeiter keine Fenster mehr öffnen. Wärmetauscher saugen verbrauchte Luft ab, erwärmen frische Luft und leiten diese ins Gebäude. Erdsonden regulieren Wärme- und Kältetechnik. Wärmepumpen sorgen für Wärme im Winter und Kühlung im Sommer. Doch das ist noch nicht alles in Sachen Nachhaltigkeit. Zisternen sammeln das Oberflächenwasser von Dach und Parkplätzen, das kostensparend als Brauchwasser für Toiletten recycelt wird. Die Abfälle aus der Restaurantküche für Mitarbeiter werden biologisch gereinigt, bevor sie endgültig im Abfall landen.

Betriebskosten reduzieren sich nachhaltig

Der gesamte Energieverbrauch wird durch intelligente Gebäudeleittechnik und die stark isolierende Glasfassade minimiert. „Durch dieses fortschrittliche Energiekonzept senken wir den Ressourcenverbrauch deutlich und reduzieren so auch die laufenden Betriebskosten nachhaltig“, sagt Projektleiter Werner Zehetner. Das Bürohaus komme ohne CO2-Emissionen aus, die Stromversorgung erfolge durch eine Photovoltaik-Anlage und mit Strom aus 100 Prozent Wasserkraft. Auch ein ökologisches Verkehrssystem gehört zum Gesamtkonzept – mit eigener Stromtankstelle für Fahrzeuge, einer Fahrradstation für Mitarbeiter, denen auch Sanitärräume zum Umkleiden zur Verfügung stehen. Für die Mitarbeiter gibt es außerdem eine sogenannte Bedarfshaltestelle mit den Namen Energiedienst für den öffentlichen Busverkehr.
18 Millionen Euro hat der Bau des Bürohauses im Gewerbegebiet von Rheinfelden gekostet – etwa zehn Prozent davon machten die Mehrkosten für Ökologie und Nachhaltigkeit aus. Doch das lohnt sich. Durch die Bündelung sämtlicher Standorte in Rheinfelden in dem neuen Bürohaus im Gewerbegebiet, spart das Unternehmen mehr als 300 Tonnen CO2 jedes Jahr ein. Soviel Energieminimierung ist auf jeden Fall eine Goldmedaille wert.

Mehr Informationen unter www.energiedienst.de und www.dgnb.de



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