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Gemeinsam in die Energiewende investieren

Bürgerenergieanlagen

Gemeinsam in die Energiewende investieren

  • Repowering von Windenergieanlagen erhöht den Energieertrag

Die Energiewende bringt große Veränderungen mit sich. Diese können nicht von oben herab verordnet, sondern müssen gemeinsam gestaltet werden. Zusammen lässt sich viel erreichen: Schließen Sie sich doch mit anderen zusammen, um eine Bürgerenergieanlage zu betreiben – so können Sie sich schon mit einer kleinen Investition an der Energiewende beteiligen.

Gemeinsam investieren

Nicht jeder hat die Möglichkeit oder die finanziellen Mittel, Solarmodule oder Sonnenkollektoren zu installieren. Doch auch mit geringem Einsatz können Sie einen Beitrag leisten. Viele erfolgreiche Bürgerenergieanlagen zeigen, wie es geht: Durch den Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern können Kapital und Wissen gebündelt und auch große Projekte realisiert werden. So können Sie gemeinsam mit anderen in einen Windpark investieren oder Dächer pachten, um eine Photovoltaikanlage zu installieren. Auch die Investition in moderne Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz kann sich lohnen, viele Bürgerinnen und Bürger  beteiligen sich schon heute an solchen Anlagen. Beispiele und Investitionsmöglichkeiten im Bereich Energieeffizienz sind in der Broschüre "Energiesparen in Bürgerhand" zu finden.

Bürgerenergieanlagen

Sie haben die Möglichkeit, sich rein finanziell zu beteiligen. So können Sie schon durch einen geringen finanziellen Beitrag von der Einspeisevergütung profitieren. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit anderen Bürgerinnen und Bürger eine Betreibergesellschaft zu gründen. Diese so genannten Bürgerenergieanlagen im engeren Sinne lassen zu, dass Sie Miteigentümer der Gesellschaft werden und dadurch Mitbestimmungs- und Kontrollrechte erhalten. Bürgerenergieanlagen im engeren Sinne können in unterschiedlichen Formen betrieben werden. Die folgenden drei sind am beliebtesten: 

  • Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist am schnellsten und einfachsten zu gründen. Sie kann theoretisch von zwei Personen ohne schriftlichen Gesellschaftervertrag ins Leben gerufen werden. Die Einspeisevergütung des erzeugten Stroms kann nach dem Abzug der laufenden Kosten anteilig an die GbR-Gesellschafter verteilt werden. Diese haften allerdings auch in vollem Umfang mit ihrem Privatvermögen.
  • Für größere Projekte bietet es sich deshalb an, sich zu einer GmbH & Co. KG zusammenzuschließen. Diese beschränkt die Haftung der Beteiligten und erleichtert zudem die Einbindung vieler Kapitalgeber. Der Gründungs- und Verwaltungsaufwand ist allerdings groß. 
  • Die eingetragene Genossenschaft (eG) ist eine eigene Rechtsform und unterliegt dem Genossenschaftsgesetz (GenG). Jedes Mitglied hat unabhängig von der Höhe der Kapitalanlage eine Stimme in der Generalversammlung. Auch hier ist die Haftung beschränkt. Seit 2006 wurden rund 150 Energiegenossenschaften mit 25.000 beteiligten Bürgerinnen und Bürgern gegründet.

Mehr Informationen und Beispiele finden Sie im Leitfaden für die Planung von Bürgerenergieanlagen und in der Pressemitteilung des Umweltministeriums 


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