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Energieeffizienz im Unternehmen

Energiewende im Unternehmen

Acht Tipps für mehr Energieeffizienz

  • Energieeffiziente Unternehmen - eine "eco" Fabrik

Jedes Unternehmen kann Energie sparen. Experten der IHK stellen fest, dass sich fast alle Betriebe mit Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz beschäftigen und vielfach einfach und schnell zu realisierende Maßnahmen bereits umgesetzt sind. Energieeffizienzmaßnahmen schonen nicht nur die Umwelt, sie zahlen sich auch aus. Für Unternehmen kann das einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten, denn jeder eingesparte Euro steigert unmittelbar den Gewinn. Erfahren Sie hier, wo Einsparpotenziale schlummern.

Beratung

  • Bei einer Energieberatung bekommen Unternehmer einen systematischen Überblick über den Energieverbrauch ihres Betriebs. Spezielle Energieeffizienzberater für kleine und mittlere Unternehmen identifizieren Schwachstellen und erarbeiten gemeinsam mit ihnen Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken. Sie beraten außerdem bei der späteren Umsetzung. Diese Dienstleistung wird vom Bund mit 80 Prozent und bis zu 8000 Euro bezuschusst. Die genauen Bedingungen des Programms „Energieberatung Mittelstand“ finden Sie hier.

    Kompetenzstellen für Energieeffizienz

    Die Regionalen Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz (KEFF) unterstützen als unabhängiger Ansprechpartner vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, lohnende Energieeffizienzmaßnahmen zu identifizieren und erfolgreich umzusetzen. Die KEFF-Effizienzmoderatoren initiieren, starten, unterstützen und begleiten gezielt Effizienz-Maßnahmen vom ersten Gespräch über die Umsetzung im Unternehmen bis zur Feststellung der konkreten Effizienzerfolge. Dabei werden neben der Gebäudehülle und -infrastruktur auch der Produktionsprozess und Querschnittstechnologien in die Betrachtung einbezogen. Alle KEFF-Angebote sind für Sie unverbindlich und kostenfrei.
    Was Unternehmen alles bei den KEFF-Stellen an Unterstützung erhalten, finden Sie unter www.keff-bw.de

     

     

Beleuchtung

  • Die Beleuchtung verursacht durchschnittlich 10 bis 20 Prozent der Energiekosten in Industrie und Gewerbe. In Büros und Geschäftsräumen lässt sich mit LED rund 80 Prozent dieses Stroms einsparen – ohne Verlust bei der Lichtqualität. Ähnliche Sparpotenziale bietet ein modernes Lichtmanagement für Produktionshallen und große Räume. Sie lassen sich wesentlich effizienter beleuchten, wenn zum Beispiel das vorhandene Tageslicht optimal genutzt wird, die Beleuchtung mit einem Bewegungsmelder gesteuert wird und die hocheffizienten Lampen optimal ausgerichtet sind. Elektronische Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen verringern, verglichen mit konventionellen Vorschaltgeräten, nicht nur den Energieverbrauch, sondern erhöhen auch die Lebensdauer. Die Wartungsintervalle werden länger, auch das spart Kosten. Verglichen mit einer Anlage aus den 1970er Jahren mit altem Leuchtensystem, Standard-Leuchtstofflampen und konventionellem Vorschaltgerät spart eine optimierte Neuanlage in großen Hallen bis zu 75 Prozent der Energie ein.

    Mehr Informationen finden Sie beim "Lotsen Innenbeleuchtung" der Initiative EnergieEffizienz.

Contracting

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    In vielen Unternehmen bekommen Energieeffizienzmaßnahmen nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, weil der Anteil der Energiekosten an den Gesamtaufwendungen scheinbar gering ist. Amortisationszeiten von mehr als fünf Jahren können ein weiteres Hindernis sein. Um dennoch mittelfristig Energiekosten einzusparen, stellt Contracting eine gute Alternative dar. Ähnlich wie beim Leasen eines Fuhrparks werden Investitionen in Energiesparmaßnahmen nicht vom Unternehmen selbst getätigt, sondern von einem externen Dienstleister übernommen. Dieser finanziert, errichtet und betreibt die Anlagen, das Unternehmen zahlt im Gegenzug für die tatsächlich genutzte Energie. Somit muss das Unternehmen für den Anlagenbetrieb auch kein technisches Personal oder spezielles Know-how vorhalten. Unterstützung und hilfreiche Informationen zum Thema Contracting gibt es beim Kompetenzzentrum Contracting bei der KEA unter diesem Link.

       

Energiemanagement

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    Ein Energiemanagementsystem kann den Energieverbrauch eines Unternehmens systematisch erfassen und auf diesem Weg Einsparpotenziale identifizieren und die Betriebsweise optimieren. Nur wenn Sie wissen, wo wieviel Energie verbraucht wird, können Sie in Ihrem Unternehmen mit Energieeffizienzmaßnahmen dort ansetzen, wo diese den größten Nutzen versprechen. Die Einführung eines Energiemanagementsystems wird vom Land im Programm Klimaschutz-Plus attraktiv bezuschusst. Das Kompetenzzentrum Energiemanagement bei der KEA hält viele hilfreiche Informationen und Unterstützungsangebote bereit. Diese finden Sie hier.

       

Förderprogramme des Landes

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    Das Land Baden-Württemberg fördert im Programm „Ressourceneffizienzfinanzierung“ Investitionen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz. Die ohnehin bereits attraktiven KfW-Konditionen werden weiter verbessert und ebenfalls über die Hausbank an kleine und mittlere Unternehmen ausgereicht. Näheres gibt es hier. 

    Darüber hinaus können Kleine und mittlere Unternehmen im Programm Klimaschutz-Plus Baden-Württemberg Zuschüsse für bestimmte CO2-mindernde Maßnahmen beantragen, zum Beispiel Beleuchtung, Lüftung, Abwärmenutzung, sowie für bestimmte Maßnahmen am Gebäude oder der Wärmeerzeugung.
    Zuschüsse gibt es auch für die Beratungsleistungern zur Einführung von Energiemanagement sowie zu Möglichkeiten der Abwärmenutzung.


Kraft-Wärme-Kopplung

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    Eine bessere Nutzung der Primärenergie ermöglicht die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Effizienzsteigerung wird möglich, weil neben Strom gleichzeitig auch die Abwärme zu Heizzwecken verwendet wird. Der Energieverbrauch sinkt, der CO2-Ausstoß ebenfalls.
    Das Land Baden-Württemberg hat im Sommer 2015 das Landeskonzept KWK beschlossen, um den zielgerichteten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu forcieren. Es enthält einen Katalog von 17 Maßnahmen, zum Beispiel aus den Bereichen Förderung, Beratung, Information und Qualifizierung. Die Maßnahmen sind bereits in der Umsetzung. Unter anderem besteht im Rahmen von Klimaschutz-Plus-BW ein Zuschussprogramm für die BHKW-Begleitberatung. Außerdem hat im Sommer 2016 das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung bei der KEA die Arbeit aufgenommen. Mehr gibt es hier


    Vielfältige Informationen und Tipps zum Thema KWK finden Sie auch auf den Internetseiten des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Querschnittstechnologien

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    Branchenübergreifend kommen in der Industrie zahlreiche sogenannte Querschnittstechnologien zum Einsatz, die - häufig unbemerkt - relativ viel Energie verbrauchen. Doch der Energieverbrauch lässt sich meist durch Innovationen reduzieren. Manchmal reicht dazu schon eine kleine Investition. Übrigens werden Querschnittstechnologien speziell vom Bund bezuschusst

    Mögliche Ansatzpunkte:


    Druckluft

    Druckluftsysteme sind weit verbreitet und verbrauchen viel Energie. Durch Nutzung der Abwärme lässt sich ihre Energieeffizienz erhöhen. Dies gelingt auch schon durch die Vermeidung von Leckagen, Absenken des Druckniveaus oder sinnvolle Abschaltzeiten. Ihr Druckluftsystem untersuchen zu lassen, ist daher dringend zu empfehlen.

    Elektromotoren

    Elektromotoren sind für mehr als zwei Drittel des Stromverbrauchs in Industrie und produzierendem Gewerbe verantwortlich. Zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz gelten neue Anforderungen der EU, deren Umsetzung sich rechnet. Das Potenzial lässt sich jedoch nur erschließen, wenn man die Verbräuche kennt.

    Fördertechnik

    Die Energieeffizienz von fördertechnischen Anlagen lässt sich vor allem bei einem Antrieb durch veraltete Elektromotoren merklich reduzieren. Ältere Systeme bieten oft große Einsparmöglichkeiten, die man aufspüren sollte.

    Pumpen

    Sowohl bei der Wärmeversorgung und Klimatisierung also auch in vielen Prozessen arbeiten zahlreiche Pumpe – häufig im Dauerbetrieb, überdimensioniert und ohne Drehzahlregelung. Hier schlummern leider sehr oft unbemerkt jahrelang enorme Einsparpotentiale. Diese zu erschließen ist in der Regel ebenso einfach wie lukrativ. Weiteres Potential bietet die Optimierung der Hydraulik. Neben einer weiteren Kostenersparnis werden zudem Betrieb oder Komfort verbessert.
    Pumpentausch, Hydraulische Einregulierung oder Heizungsoptimierung werden vom Bund in einem speziellen Programm gefördert.

    Lufttechnische Anlagen

    Investitionen in lufttechnische Anlagen sind wirtschaftlich besonders attraktiv. Viele Effizienzmaßnahmen zeichnen sich durch Amortisationszeiten von weniger als zwei Jahren[hoe1]  und hohe Kapitalrenditen aus. Luftmengenreduzierung oder Wärmerückgewinnung zahlen sich doppelt aus, denn es muss weniger Luft transportiert und auch nicht erwärmt oder gekühlt werden – und auch hier gilt: wenn möglich, ruhig mal abschalten.

    Wärme- und Kälteversorgung

    Wärme für technische Prozesse verbraucht in der Industrie die meiste Energie und ist für viele Unternehmen ein beachtlicher Kostenfaktor. Durch energetische Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen lässt er sich allerdings reduzieren. Umfassende Informationen zu effizienten Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Gewerbe finden Sie im Online-Ratgeber der Deutschen Energie-Agentur zur Initiative EnergieEffizienz.
    Bei vielen Prozessen kann auch die Wärmedämmung von Bauteilen und Rohrleitungen eine kostengünstige und effektive Maßnahme darstellen, um industrietechnische Anlagen energieeffizienter zu machen. Wärme wird so durch relativ geringen Aufwand eingespart.


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