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  • Regionalsymposium Freiburg 30.06.2014

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Regionalsymposium Freiburg

 

In den Räumen des Regierungspräsidiums Freiburg hat am Montag das erste von vier Regionalsymposien zur Energiewende stattgefunden. Etwa 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren auf Einladung des Stuttgarter Umweltministeriums nach Freiburg gekommen, darunter viele Vertreter aus Industrie, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen, der öffentlichen Hand, Energiegenossenschaften, Energieagenturen und Energieversorgern.

In ihrer Begrüßung verwies Gastgeberin Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer auf verschiedene positive Beispiele zur Umsetzung der Energiewende aus dem Regierungsbezirk Freiburg. Erfreut zeigte sie sich über das breite Interesse: „Ein Erfolg der Energiewende ist nur möglich, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Einbindung aller, insbesondere auch der Bürgerinnen und Bürger, ist meines Erachtens die Erfolgsgarantie.“

Das Interesse von Experten aus ganz Deutschland und dem Ausland an der Energiewende in Freiburg ist groß: Das betonte Andreas Markowsky von der Firma Ökostrom Freiburg in seinem Vortrag bei dem Regionalsymposium. „Wir haben jedes Jahr mehrere zehntausend Experten in Freiburg, die sich über die Energiewende informieren“, sagte Markowsky. So sei eine Windkraftanlage nicht nur in ökologischer sondern auch in ökonomischer Sicht ein echter Gewinn. „Die Wertschöpfung bei laufendem Betrieb ist heute um ein vielfaches höher als früher“, betonte Markowsky. 

 

"Die wirtschaftlichen Vorteile der Energiewende stärker in den Fokus rücken"

Das forderte auch Bene Müller von der Firma Solar Complex in seinem Vortrag. In so genannten Bioenergiedörfern decken Dörfer ihren Strom- und Wärmebedarf selbst – wichtige Kaufkraft würde nicht nach außen fließen, so Müller: „Das ist eine Riesenchance für den ländlichen Raum.“

In einem Kurzvortrag stellte dann der aktuelle Bundessieger bei „Jugend forscht“, Kilian Rebmann aus dem Kreis Emmendingen im Schwarzwald seine Erfindung vor: eine Erntemaschine für Energieholz.

 

Energiewende als Generationenprojekt

Umweltminister  Franz Untersteller nannte die Energiewende auf dem Regionalsymposium in Freiburg „eines der großen und wichtigen und herausfordernden Generationenprojekte unserer Zeit“. Die grün-rote Landesregierung habe sich bei der Transformation des Energiesektors deshalb konkrete Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 solle der Energieverbrauch um 50 Prozent sinken. Bei den verbleibenden 50 Prozent des Energieverbrauchs soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 80 Prozent ausgebaut werden – damit die CO2-Emmissionen um 90 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 sinken.


In der lebhaft geführten Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern im Saal verteidigte Untersteller das oft als zu aufwändig und langwierig empfundene Verfahren bei der Genehmigung von Windkraftanlagen. : „Wir sind hier noch in einer Phase, die nötige Fachkompetenz bei den Behörden aufzubauen. Bis zur Regierungsübernahme durch Grün-Rot 2011 spielte das Thema ja praktisch keine Rolle in Baden-Württemberg. Aber zum Beispiel mit den vier Kompetenzzentren Energie in den Regierungspräsidien kommen wir da Stück für Stück voran.“ Untersteller versicherte, die auftauchenden Probleme oder Bedenken der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunalverwaltungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien sehr ernst zu nehmen. „Wir müssen und werden alle Fragen klären, dazu gibt es keine Alternative, auch wenn es dann im Einzelfall etwas länger dauert“, so Untersteller.

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