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Serie Mehrwert der Energiewende

Serie

Mehrwert der Energiewende

  • Windrad hinter Maisfeld vor blauem Himmel

    Quelle: Martina_Grimm

Teil 1: Erfolgreiches Zukunftsmodell: die Energiewende

Längst steht hinter ihr kein Fragezeichen mehr, sondern ein dickes Ausrufezeichen: Die Energiewende zeigt Erfolge und hat als eines der größten Modernisierungs- und Investitionsprojekte in Deutschland inzwischen sogar weltweiten Vorbildcharakter. In dieser Serie erfahren Sie, warum diese Mammutinitiative zugleich nachhaltig, effizient und obendrein sogar Motor für Innovationen ist. Und warum der Schlüssel zum Erfolg auch in Zukunft darin liegen wird, dass wir in Baden-Württemberg weiterhin alle mit anpacken.

Heiße Sommer, häufige Überschwemmungen, starke Stürme – rund um die Welt sind die Klimaveränderungen bereits spür- und sichtbar. Spätestens seit dem letzten Weltklimagipfel in Paris ist deutlich geworden, dass wir einen grundlegenden Wandel in der Energieversorgung brauchen, und zwar schnell: Die Zeit drängt.

Treibhausgase radikal senken

Die Klimaschutzziele, wie sie auch für Baden-Württemberg gelten, mögen hoch gesteckt sein. Aber sie sind ein wesentlicher Meilenstein. Die Senkung der CO2-Emissionen um 90 Prozent bis zum Jahr 2050 ist machbar, wenn unser Land den Treibgasausstoß auf ein Minimum reduziert. Als Hauptverursacher gelten nach wie vor Kohle, Öl und Gas. Der kontinuierliche Ausbau von erneuerbaren Energien, insbesondere aus Sonnen- und Windkraft, hilft uns dabei, die Nutzung fossiler Brennstoffe zum einen deutlich herunterzuschrauben.

Ein erster Erfolg: Der Anteil der erneuerbaren Energien nimmt seit Jahren beständig zu und liegt in Deutschland inzwischen bei über 32 Prozent. Nie zuvor trugen Wind-, Sonnen- und Wasserkraft so viel zum Bruttostromverbrauch bei wie 2016. Bei der Stromerzeugung haben es die Erneuerbaren bereits geschafft, sie sind schon heute wichtigster Energieträger. Auch im Wärmebereich ist das Etappenziel, bis 2020 rund ein Siebtel in regenerativer Form zu gewinnen, greifbar nah. Schritt für Schritt entfernen wir uns von fossilen Brennstoffen und auch von der Kernenergie.

Raus aus konventionellen Energieträgern

Der Atomausstieg bis 2022 ist beschlossen. Bis dahin werden die Kernkraftwerke hierzulande stillgelegt. Mit dem „Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung“, das der Bundestag im Dezember 2016 verabschiedet hat, verantworten die Betreiber der Kraftwerke zukünftig unter anderem die Finanzierung der Stilllegung und die Verpackung der radioaktiven Abfälle. Der Bund wird die Zwischen- und Endlagerung regeln. Die finanziellen Mittel stellen die Betreiber über einen gemeinsamen Fonds. Der Atomausstieg wird damit greifbar, die Entsorgung ist finanziell gesichert.

Bei den fossilen Energieträgern stellt sich vor allem die Frage nach einem baldigen Kohleausstieg. Damit die ambitionierten Ziele bei der Reduzierung von Treibhausgasen bis 2020 bzw. 2050 erreichbar werden, ist das schnelle Kohle-Aus unabdingbar, sagen Befürworter. Gegner sehen Probleme auf die ehemaligen deutschen Kohlereviere, allen voran die Lausitz und die Mitteldeutschen Reviere, zukommen. Doch zu ihrer Unterstützung könnten Strukturwandelfonds, so der Plan, die Auswirkungen in den nächsten Jahrzehnten abmildern.

Geregelt, bezahlbar und sicher

Fest steht: Deutschland ist – auch dank entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen wie dem Klimaschutzplan 2050 – bereits in der Lage, die Ziele des Gipfels von Paris konkret umzusetzen. Die wichtigsten Weichen für die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft sind gestellt, Obergrenzen für den Ausstoß von Treibgasen individuell festgeschrieben. Zudem ist die Energiewende für uns alle bezahlbar, die Ausgaben werden auf viele Schultern verteilt. Vor allem aber geht sie nicht zu Lasten der allgemeinen Versorgungssicherheit: Während in den USA oder Kanada Letztverbraucher 2014 durchschnittlich Stromausfälle von insgesamt knapp zwei bzw. über fünf Stunden zu beklagen hatten, waren es in Deutschland in dem Jahr gerade einmal zwölf Minuten.

Die Abkehr von Atom- und Kohlekraft und die verstärkte Nutzung der Erneuerbaren ist ein existenzieller und konsequenter Schritt. Warum die wirtschaftliche Nutzung von Energie ebenfalls im Fokus steht, erfahren Sie im zweiten Teil unserer Serie:

Teil 2: Energieeffizienz: Energiewende betrifft jeden

Teil 3: Impulsgeberin: Neue Jobs durch die Energiewende


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