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Teil 2: Energieeffizienz

Serie: Mehrwert der Energiewende (Teil 2)

Energieeffizienz: Die Energiewende betrifft jeden

  • Grundrisszeichnung eines Hauses, Heizregler und Kupferrohre

Die Energiewende ist viel mehr als die Abkehr von fossilen Energieträgern und Atomkraft. Entscheidend für ihren Erfolg wird vor allem unser täglicher Umgang mit Energie, insbesondere ihr Verbrauch sein. In allen Bereichen – wie Gebäude, Verkehr, Industrie und ebenso im Haushalt – sollten wir auch zukünftig in den Sparmodus schalten. Denn wer weniger Strom und Wärme nutzt, trägt direkt zum Klimaschutz und damit zum Erfolg der Energiewende bei.

 Es gibt viele Wege, die Energiewende selbst in die Hand zu nehmen. Vor allem gibt es inzwischen eine Vielzahl von Maßnahmen und jede Menge Unterstützung. Vieles ist bereits umgesetzt. Kommunen nutzen Angebote einer Energieberatung, entdecken für ihre Gebäude Energiesparmöglichkeiten. Auch Unternehmen ziehen mit und verschaffen sich mit effizienten Produktionsanlagen Vorteile im Wettbewerb. Die Liste der Best-Practice-Beispiele aus der Wirtschaft wird immer länger. Der Staat unterstützt aber auch private Haushalte und Hauseigentümer mit vielfältigen Beratungsangeboten und Förderprogrammen. Bis 2020 stehen für Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz über 17 Milliarden Euro zur Verfügung, anteilig auch für die energetische Gebäudesanierung.

Viel Potenzial im Eigenheim

Ob Firmenbau, Krankenhaus oder eben das eigene Zuhause – in jedem Gebäude schlummern große Potenziale, wenn es um den Umgang mit und vor allem die Einsparung von Energie geht. Noch immer machen Gebäude ein gutes Drittel des Endenergieverbrauchs in Deutschland aus. Die Politik widmet sich diesem Thema, sowohl auf Bundesebene – etwa mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude – als auch in Baden-Württemberg. Hierbei verfolgen der Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) sowie der damit verbundene Sanierungsfahrplan für Eigenheimbesitzer ein gemeinsames Ziel: den Gebäudebestand bis Mitte dieses Jahrhunderts nahezu klimaneutral zu stellen.

Sanierung lohnt sich immer

Auch wenn es sich noch nicht bei allen Hausbesitzern rumgesprochen hat, so machen sich energetische Sanierungsmaßnahmen am Ende immer bezahlt. Immerhin wurden bereits 4,6 Millionen Wohnungen seit 2006 energieeffizient saniert oder sogar neu gebaut. Das Investitionsvolumen von über 270 Milliarden Euro lässt sich auch auf die Förderung der KfW für Gebäudesanierungen zurückführen. Weitere Anreize sind Investitions- und Tilgungszuschüsse und nicht zuletzt spürbar niedrigere Betriebskosten. Ein Energieausweis im grünen Bereich ist für viele Eigenheimbesitzer inzwischen Ehrensache, als eigener Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Wenn man dank einer neuen Heizung und professioneller Dämmung obendrein viel behaglicher wohnt und die schalldichten Fenster zudem für entspannte Ruhe sorgen – umso besser. Fast alle Hausbesitzer, die ihr Heim modernisiert haben, würden jedenfalls Freunden laut einer Befragung eine Sanierung empfehlen. Und mehr als drei Viertel möchten nie wieder in einem unsanierten Zuhause leben. 

Energie sparen durch effiziente Technik

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich eine Menge bewegt. So gibt es LED-Birnen inzwischen auch in angenehm warmen Tönen und sie kosten nur noch etwa die Hälfte. Mehr als halbiert haben sich zudem die Stromkosten für eine Vielzahl von Haushaltsgeräten. Fielen für eine Kühl- und Gefrierkombi 2006 noch etwa 89 Euro im Jahr an, waren es dank moderner, energieeffizienter Geräte 2016 nur noch etwa 37 Euro. Noch größer ist der Sprung bei Wäschetrocknern, wo neue Technik die Kosten von 173 auf 27 Euro im Jahr drückt. A+++-Geräte sind in der Anschaffung etwas teurer als andere Effizienzklassen, aber insgesamt lassen sich durch sie im Jahr bis zu 278 Euro Stromkosten einsparen

Klimaschutz zum Mitmachen

Ob zuhause, im Büro oder unterwegs: Jeden Tag können wir auch in Baden-Württemberg zur Energiewende beitragen, ohne dass wir auf viel verzichten müssten. Oft hat es mit alten Gewohnheiten zu tun, dass manche noch weitermachen wie bisher. Doch: Wäsche waschen ohne Vorwäsche, Dusche statt Vollbad oder vor dem Schlafengehen die Heizung schnell noch runterzudrehen – das sollte machbar sein. Tipps wie diese helfen selbst bei neuester Technik, auch weiterhin Strom, Wärme und Geld zu sparen. Denn auch in Zukunft gilt die alte Weisheit: Die sauberste und günstigste Energie ist immer noch die, die gar nicht erst erzeugt werden muss.

Die Energiewende ist erfolgreich, weil sie auch effizient ist. Und sie bringt Chancen für den Arbeitsmarkt. Mehr darüber lesen Sie im dritten Teil unserer Serie:

Teil 3: Impulsgeberin: Neue Jobs durch die Energiewende


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