Service-Navigation

Teil 2: Energieeffizienz in Unternehmen

Serie: Energieeffizienz

Umschalten – welche Möglichkeiten Unternehmen haben

Die Verbrauchszahlen der letzten Jahre zeigen: Nicht nur Haushalte, sondern auch die Industrie und vor allem Unternehmen aus Gewerbe, Handel und Dienstleistung haben noch Verbesserungspotenzial beim Energieverbrauch. Dabei können Firmen gleich mehrfach davon profitieren, wenn sie in den Effizienz-Modus umschalten.

Bislang konnte noch keine Entwarnung für das Klima gegeben werden. Im Gegenteil: Erstmals seit Beginn des industriellen Zeitalters liegt der CO2-Wert in der Atmosphäre über 400 ppm (parts per million). Nicht zuletzt der Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft und eine immer größere Automatisierung ließen seit 1990 zum Beispiel den Stromverbrauch in Gewerbe, Handel und Dienstleistung (GHD) um über 20 Prozent ansteigen.

Grund genug für alle Verantwortlichen, das Thema Energieeffizienz auch auf Industrie und GHD auszudehnen. Ein wichtiger Schritt in Baden-Württemberg hierzu war die Novellierung des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) im Jahr 2015. Es betont erneuerbare Wärmeerzeugung nun noch stärker und stellt auch Anforderungen an Eigentümer von Nicht-Wohngebäuden, damit der CO2-Ausstoß weiter verringert wird..

Energieeffizienz bringt doppelten Gewinn

Inzwischen erkennen immer mehr Unternehmen, dass Energie sparen auch Kosten reduziert – teils sogar ohne zusätzlichen Aufwand. Rund zehn Prozent Strom und Wärme könnte jeder Betrieb aus dem Stand weniger verbrauchen, sagen Experten.

Einsparpotenziale gibt es in der Firma zum Beispiel bei der Beleuchtung, wo sich 10 bis 20 Prozent der Energiekosten reduzieren ließen. Optimierte Neuanlagen mit Vorschaltgeräten und einer effektiven Steuerung verhelfen zu einer Einsparung von 75 Prozent gegenüber alten Anlagen. Und das ist nur einer von acht guten Tipps, die Sie hier zur Energiewende in Unternehmen finden.

Förderprogramme nutzen

Gerade im Industrieland Baden-Württemberg gibt es viele kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Diese Betriebe kommen in den Genuss besonderer Fördermöglichkeiten des Landes. Dazu zählen neben der Beratung durch die kommunalen Energieagenturen, die Programme Ressourceneffizienzfinanzierung sowie KlimaschutzPlus vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in Kooperation mit der L-Bank sowie geförderte Kurzberatungen diverser Träger. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Energieeffizienz beispielhaft: Best-Practice-Fälle

Eine ganze Reihe von Unternehmen aus Baden-Württemberg geht bereits mit gutem Beispiel voran. Es lohnt sich, einen Blick auf diese Best-Practice-Beispiele zu werfen – unter „E! und die Wirtschaft“. Hervorzuheben sind hier vor allem die Beiträge über die kirchlichen Einrichtungen sowie das Universitätsklinikum Tübingen. Denn insbesondere Gesundheitseinrichtungen verbrauchen sehr viel Energie. Doch lassen sich gerade hier mit entsprechenden Effizienzmaßnahmen beträchtliche Einsparungen erzielen, etwa bei den Verbrauchszahlen für Raumlufttechnik und Heißwasser.

Weitere erfolgreiche Beispiele für Energieeffizienz in Gesundheitseinrichtungen des Landes finden sich auch in der gleichnamigen Broschüre des Umweltministeriums.

Erfolgreiche Beispiele für Energieeffizienz in Unternehmen sind ebenfalls in einer gleichnamigen Broschüre des Umweltministeriums zusammengestellt.

Erfahren Sie noch mehr zu den Möglichkeiten für Kommunen und den Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“. Im Bereich „Stadt und Kommune“ finden Sie auch weitere Best-Practice-Beispiele, etwa für die Nutzung von Nahwärme oder Geothermie.


Fußleiste