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Solarstrom: Potenzial und Nutzung

Solarstrom

Sonnenenergie aus der Steckdose

Die Sonne spielt für die Energieversorgung in Baden-Württemberg eine entscheidende Rolle: ein Drittel des grünen Stroms werden hierzulande solar erzeugt. Bundesweit liegt dieser Anteil bei etwa 22 Prozent.

Sonnenenergie bleibt ein entscheidender Baustein der Energiewende im Südwesten – auch perspektivisch soll sie knapp ein Drittel zum Strom aus erneuerbaren Energien beisteuern. Das heißt keineswegs Stillstand: Da immer mehr Strom aus regenerativen Quellen stammt, muss auch der Ertrag aus Photovoltaik steigen. Ein Zwischenziel dafür ist bereits formuliert - im Jahr 2020 sollen die regenerativen Energien insgesamt 38 Prozent zur Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg beitragen und der Solarstrom-Anteil zwölf Prozent an der jährlichen Bruttostromerzeugung ausmachen.

 

 

 

Jahr für Jahr mehr Solarstrom

Dabei sind wir auf einem guten Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Denn Baden-Württemberg erzeugte in den vergangenen Jahren stetig mehr Solarstrom und speiste ihn ins Netz ein. Wie die Broschüre des Umweltministeriums „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2014“ zeigt, hat sich die Menge des hierzulande in Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms seit 2010 verdoppelt und seit 2008 sogar mehr als vervierfacht. 2014 wurden im Südwesten 4.660 Gigawattstunden (GWh) bzw. 4,66 Terawattstunden (TWh) Solarstrom bereitgestellt. Bundesweit waren es nach einem Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie rund 35 TWh.

Auch im Bereich der verbauten Leistung wurde in den vergangenen Jahren eine deutliche Steigerung erreicht. Zwar ging in den Jahren 2013 und 2014 gemäß dem bundesweiten Trend auch im Land der Zubau an Photovoltaikanlagen im Vergleich zu den Vorjahren zurück. Dennoch lag die installierte Leistung im ganzen Ländle Ende 2014 bei 5.047 Megawatt Peak (MWp). Überdurchschnittlich viel der baden-württembergischen Photovoltaikleistung ist in den Landkreisen Schwäbisch-Hall und Biberach sowie im Alb-Donau- und im Main-Tauber-Kreis. Dort entfallen rechnerisch auf jeden Einwohner ca. 1,3 bis 1,4 Kilowatt Peak (KWp).

Verbrauchsnahe Kleinanlagen statt großer Solarparkprojekte

Trotz des zurückgegangenen Zubaus an Photovoltaikanlagen liegt Baden-Württemberg auch 2014 bei der Neuinstallation von Anlagen ziemlich weit vorn: knapp 14 Prozent des bundesweiten Zubaus erfolgten hier im Südwesten. Typischerweise sind in Baden-Württemberg vergleichsweise kleine und verbrauchsnahe Photovoltaikanlagen besonders verbreitet – im Durchschnitt haben die verbauten Anlagen hierzulande eine Leistung von 18,3 kWp. Zum Vergleich: In Mecklenburg-Vorpommern liegt die durchschnittliche Leistung einer Photovoltaikanlage bei 94 kWp. Damit führt dieses Bundesland diese Rangliste an. Der Grund dürften die zahlreichen Solarparks sein, die im Nordosten realisiert wurden.

Zwischen Mai und August ist die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen in Deutschland am höchsten. Doch selbst im Wintermonat Dezember können die installierten Solarmodule einen erheblichen Anteil zur Stromversorgung beitragen. Wie viel Solarstrom jetzt gerade in Baden-Württemberg erzeugt wird, zeigt das Solarstrom-Modul ganz rechts oben. Es setzt diesen Wert in Bezug zum aktuellen Strombedarf in Baden-Württemberg. So wird deutlich, welcher Anteil des gesamten Stromverbrauchs gerade durch Solarstrom gedeckt wird.

Die Angaben beruhen auf Daten der TransnetBW, die als Übertragungsnetzbetreiber für die Vermarktung des Solarstroms an der Energiebörse verantwortlich ist. Grundlage bildet die Echtzeit-Auswertung einer Stichprobe an Referenzanlagen, deren Erträge auf das gesamte Bundesland hochgerechnet werden.


Solarstrom in
Baden-Württemberg

Letzte Messung: 22.11., 21:00 Uhr
  • Erzeugte Stromleistung durch die Sonne:
    0%

    0 MW

  • Gesamtverbrauch in Baden-Württemberg zur selben Zeit:

    10581 MW

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