Woher kommt unsere Energie?

Zahlen & Fakten

Woher kommt unsere Energie?

 

Im Jahr 2050 soll die Energie in Baden-Württemberg nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber woher kommt unsere Energie eigentlich heute?

Primärenergieverbrauch

Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, erneuerbare Energien in Zukunft zu den Hauptenergiequellen zu machen. Dadurch wird die Energieinfrastruktur des Landes grundlegend verändert: Bisher basiert unser Energieverbrauch überwiegend auf fossilen Brennstoffen. Im Jahr 2016 lag der Primärenergieverbrauch, der den gesamten Energieverbrauch von der Strom- und Wärmerzeugung bis zu den Endverbrauchersektoren Haushalte, Industrie, Verkehr sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen umfasst, in Baden-Württemberg bei 1.436 Petajoule. Hauptenergiequellen waren Mineralöle mit einem Anteil von gut einem Drittel, gefolgt von Erdgas mit 19 Prozent und Kernenergie mit ca. 16 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energieträger hingegen lag im Jahr 2016 mit etwa 12,9 Prozent deutlich darunter. Knapp drei Viertel davon wurde durch Biomasse gedeckt. Die Wasserkraft machte nur 1,2 Prozent, Wind- und Solarkraft machten zusammen 1,9 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs aus.

Die Anteile der erneuerbaren Energiequellen am Primärenergiebedarf in Baden-Württemberg im Jahr 2016.

 

Bruttostromerzeugung

Rund ein Drittel der Stromerzeugung in Baden-Württemberg beruht noch auf der Kernenergie. Danach folgt die Steinkohle mit ca. 30%. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung im Land deutlich voranzutreiben, insbesondere die Erzeugung aus Sonne und Wind. Im Jahr 2050 sollen erneuerbare Energien dann nahezu die gesamte Stromerzeugung im Land übernehmen. Im Jahr 2016 lag die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg bei 61,9 Terawattstunden (TWh), was einem Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Erneuerbare Energien leisteten einen Beitrag von mehr als 15 TWh und machten somit knapp 25 Prozent der Bruttostromerzeugung aus. Dies entspricht einem Plus gegenüber 2015 von 2,7 Prozent. Die größten regenerativen Quellen waren dabei die Photovoltaik (8,0 Prozent) und die Wasserkraft (7,7 Prozent).

Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg.

 

Endenergieverbrauch

Im Bereich der Wärmeerzeugung trugen erneuerbare Energien im Jahr 2016 beinahe 16 Prozent zur gesamten Wärmebereistellung bei, der Anteil am Endenergieverbrauch des Verkehrs lag bei 4,5 Prozent. Betrachtet man den gesamten Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg, steuerten erneuerbare Energiequellen im Jahr 2016 rund 14 Prozent bei. Der Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg wird weiterhin von Mineralölprodukten (mit einem Anteil von mehr als 40%) dominiert, gefolgt von Strom (ca. 24%) und Erdgas (20%).


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