Woher kommt unsere Energie?

Zahlen & Fakten

Woher kommt unsere Energie?

Im Jahr 2050 soll die Energie in Baden-Württemberg zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber woher kommt unsere Energie eigentlich heute?

Primärenergieverbrauch

Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, erneuerbare Energien in Zukunft zu den Hauptenergiequellen zu machen. Dadurch wird die Energieinfrastruktur des Landes grundlegend verändert: Bisher werden Strom und Wärme überwiegend von konventionellen Kraftwerken erzeugt. Im Jahr 2014 lag der Primärenergieverbrauch, der neben dem Endenergieverbrauch auch den Eigenverbrauch der Kraftwerke und Energieverluste bei Erzeugung, Transport und Verbrauch umfasst, in Baden-Württemberg bei 1.351 Petajoule. Das entspricht einer Energiemenge, die es erlauben würde, mit einem 10-Liter-Auto etwa 15.000 Mal zwischen Mond und Erde zu pendeln. Hauptenergiequellen waren Mineralöle mit einem Anteil von gut einem Drittel, die Kernenergie und Erdgas mit jeweils ca. 17 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energieträger hingegen lag im Jahr 2014 mit etwa 12,6 Prozent deutlich darunter. Knapp drei Viertel davon wurde durch Biomasse gedeckt. Die Wasserkraft machte nur 1,2 Prozent, Wind- und Solarkraft machten zusammen 1,8 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs aus.

Die Anteile der erneuerbaren Energiequellen am Primärenergiebedarf in Baden-Württemberg im Jahr 2014.

 

Bruttostromerzeugung

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 38 Prozent der Bruttostromerzeugung, also die gesamte in Kraftwerken erzeugte Strommenge einschließlich des Eigenverbrauchs der Anlagen und der Leitungsverluste, aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Sonne und Wind werden dann mit rund 25 Prozent die Hauptträger der regenerativen Stromerzeugung sein. Im Jahr 2050 sollen erneuerbare Energien sogar 86 Prozent der Stromerzeugung übernehmen. Aktuelle Schätzungen zeigen, dass Baden-Württemberg einen guten Weg eingeschlagen hat, diese Ziele zu erreichen. Die Bruttostromerzeugung lag im Jahr 2014 bei 58,9 Terawattstunden (TWh), was einem Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Erneuerbare Energien leisteten einen Beitrag von rund 14 TWh und machten somit etwa 23,7 Prozent der Bruttostromerzeugung aus. Dies entspricht einem Plus gegenüber 2013 von 1,3 Prozent. Die größten regenerativen Quellen waren dabei Wasserkraft (7,8 Prozent) und Photovoltaik (7,9 Prozent).

Die Anteile der verschiedenen erneuerbaren Energiequellen an der Stromerzeugung Baden-Württembergs im Jahr 2013 (Angaben in Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung).

 

Wärmeerzeugung

Im Bereich der Wärmeerzeugung trugen erneuerbare Energien im Jahr 2014 11 Prozent zur Gesamtleistung bei, der Anteil am Endenergieverbrauch des Verkehrs lag bei 5,0 Prozent. Betrachtet man alle Bereiche im Gesamten, steuerten erneuerbare Energiequellen 12,6 Prozent zum gesamten Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg im Jahr 2014 bei. 

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