Energiewende-Barcamp Hochschule Furtwangen

Veranstaltung

Energiewende-Barcamp Hochschule Furtwangen

Lebhafte Diskussionen mit viel Input für Argumentationshilfen und komplexe Zusammenhänge gab es zwischen Energie- und Energiewende-Experten, Studenten und weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Energiewende-Barcamp an der Hochschule Furtwangen im Herbst 2015. Das Barcamp hat gezeigt: Energiewende bewegt – unabhängig vom Studiengang, Alter und beruflichem Hintergrund.

Auf Initiative der regionalen Energieagentur Schwarzwald-Baar-Heuberg wurde das in 2015 letzte Barcamp initiiert – diesmal zu Gast an der Hochschule Furtwangen auf dem Campus in Villingen-Schwenningen. Den Auftakt zum Energiewende-Barcamp machten die Referenten mit ihren kompakten Impulsvorträgen – maximal sieben Minuten Redezeit standen zur Verfügung und gaben den Teilnehmern Ideen an die Hand für die eigenen Sessions-Themen im Anschluss.

Markus Bur am Orde von der regionalen Energieagentur Schwarzwald-Baar-Heuberg leitete sein Thema mit einem Whatsapp-Dialog ein, der an diesem Tag tatsächlich mit einem Kunden geführt wurde. Sein Fazit und seine These war: Steigende Energieverbräuche und derzeit noch hohe Wärmeverluste in zahlreichen Häusern in Deutschland bedeuten: es gibt noch viel zu tun – packen wir´s an.

Dr. Michaela Hölz, Referentin für Nachhaltigkeit an der Hochschule Furtwangen, stellte in ihrem Impulsvortrag das EMAS-Programm an der Hochschule vor und machte deutlich, vor welchen Herausforderungen die Einrichtung steht: Beispielsweise gäbe es noch nicht überall an den Heizkörpern Thermostate und es sei eine große Anstrengung, Bestandsaufnahmen über aktuelle oder vergangene Verbräuche zu machen. Dies ist aber die Voraussetzung, um energetische Optimierungen in die Wege zu leiten. Auch hier also das Fazit: Einiges zu tun auf dem Weg zum Leuchtturm – aber der Weg ist eingeschlagen und der Wille sowohl von Hochschul-Verantwortlichen als auch die Unterstützung der Studierenden ist gesichert.

Claus Selbmann, verantwortlicher Leiter der Energiewende-Kampagne 50 80 90, stellte die politischen Zusammenhänge der Energiewende-Fragestellungen vor und skizzierte die Handlungsfelder der Energiewende, die das Land Baden-Württemberg gestaltet und weiterentwickelt.

In Summe haben alle drei Impulsvorträge gezeigt: Die Energiewende findet sowohl auf der großen politischen Bühne statt, als auch Zuhause bei jedem Einzelnen – egal ob Hauseigentümer oder Mieter. Und nur, wenn alle Einzelnen sich verantwortlich fühlen, kann das Generationenprojekt gelingen.

Die Sessionplanung hat widergespiegelt, welche Themen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegen: Versorgungssicherheit mit Blick auf den steigenden Ausbau der Erneuerbaren, Grundlastfähigkeit, Lastverschiebungen durch SmartGrids, Fragen zu nachhaltigen, energieeffizienten Lösungen und auch die große Sinnfrage wurde gestellt: Welche Lebensentwürfe stellen wir uns für die nahe und ferne Zukunft vor – wie müssen wir unsere Ansprüche und unser Verhalten anpassen, um diese Vorstellungen nachhaltig verwirklichen zu können?

Lebendige Diskussionen, Meinungsaustausch und Argumentationen machten den Barcamp-Abend zu einer kurzweiligen Fachveranstaltung für Energiewende-Kenner und Themen-Einsteiger gleichermaßen.

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fürs Mitmachen.

Berichte über weitere Barcamps 2015 finden sich hier.


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