17.02.2020

Effizienzpreis Bauen und Modernisieren startet am 17. Februar

Umweltminister Franz Untersteller: „Energetisch hochwertige Neubauten und Modernisierungen können kostengünstig umgesetzt werden.“

Zum 13. Mal findet morgen in Stuttgart der Contracting-Kongress der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH statt. „Das ist eine gute Gelegenheit, um Informationen zu erhalten und Kontakte zu knüpfen – ein Termin für alle, die in Energiewende und Klimaschutz investieren wollen, aber ihr Vorhaben nicht alleine bewältigen können“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller heute (26.06.) in Stuttgart.

Beim Energie-Contracting beteiligt sich ein Energiedienstleister beispielsweise an der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in einem Gebäude. Die Leistungen beinhalten in der Regel Planung, Bau und Betrieb sowie bei Bedarf die Finanzierung einer Energieerzeugungsanlage oder einer technischen Gebäudeausrüstung. Der Contractor erzielt seinen Profit aus den über die erreichte Effizienz eingesparten Kosten des Auftraggebers (Energieeinspar-Contracting).

Adressaten für Contracting-Modelle sind vor allem die Wohnungswirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen und Liegenschaften.

„Um erfolgreich bei Klimaschutz und Energiewende zu sein, werden wir uns künftig sehr viel stärker um den Gebäudesektor kümmern müssen“, sagte Umweltminister Untersteller. „Wir müssen weg von fossil erzeugter Wärme, hin zu erneuerbarer Erzeugung und Versorgung. Und wir müssen Energieeinsparung und Energieeffizienz voranbringen. Contracting ist dafür ein hilfreiches und wirksames Instrument.“

Das Umweltministerium unterstütze bereits seit vielen Jahren Energie-Contracting im Land, so Untersteller. Unter anderem finanziere es das Kompetenzzentrum Contracting der KEA Klimaschutz- und Energieagentur, wo Interessierte professionell informiert, beraten und unterstützt werden; von der Erstberatung bis hin zu Informationen über Fördermöglichkeiten. „Ich kann nur dazu auffordern, das Kompetenzzentrum in Anspruch zu nehmen“, appellierte Minister Untersteller.

Hochwertig energetisch sanieren oder bauen – zu akzeptablen Kosten

Für Umweltminister Untersteller ist der Effizienzpreis Bauen und Modernisieren ein wichtiger Beitrag, um die Energiewende voranzubringen und das Klima zu verbessern. „Vor allem bei den Bestandsgebäuden müssen wir noch viel mehr tun. Da steckt großes Potenzial drin, aber die Sanierungsrate stagniert seit Jahren bei nur etwa einem Prozent“, betonte Untersteller und appellierte: „Wir können es uns nicht leisten, noch länger auf diesem Niveau stehen zu bleiben.“ Deshalb hofft der Umweltminister, mit dem Wettbewerb zahlreiche gute Beispiele zu finden. Ziel ist zu zeigen, dass sich hochwertiges energetisches Sanieren oder Bauen und akzeptable Baukosten vereinbaren lassen. 

Eine erfahrene Jury mit Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Architektur, Handwerk, Wissenschaft und Fachpresse wird die eingereichten Projekte bewerten und prämieren. „Ich möchte alle Menschen in Baden-Württemberg, die gerade gebaut oder renoviert haben, ermutigen, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, sagte Untersteller: „Sie haben so die Möglichkeit, als Vorbild wahrgenommen zu werden und dadurch mitzuhelfen, dass energetisch hochwertige Bauvorhaben häufiger als bisher umgesetzt werden.“

Ergänzende Informationen

Der Wettbewerb ist auf Gebäude in Baden-Württemberg beschränkt. Die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können sich allein oder gemeinsam mit Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Energieberaterinnen und Energieberatern für die Preisverleihung bewerben.

Die Modernisierung oder der Bau muss zwischen 1. Januar 2016 und 31. Mai 2020 abgeschlossen sein.

Informationen zum Wettbewerb und die Auslobungsunterlagen. Hier können Interessierte von 19. Februar an auch ihre Projekte einreichen. Der Einreichungszeitraum endet am 31. Mai 2020. Die Preise werden dann am 8. Dezember dieses Jahres in der L-Bank-Rotunde in Stuttgart verliehen.

Die ausgezeichneten Objekte aus dem Jahr 2018 sind auf der Internetseite des Preises und im Energieatlas Baden-Württemberg zu finden.

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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