04.05.2021

Gemeinde Unlingen erhält vom Land für den Ausbau ihres Nahwärmenetzes 250.000 Euro

Umweltminister Franz Untersteller: „Das Projekt in Unlingen taugt als Vorbild für viele andere Kommunen, weil die Wärmeversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgt“

In Baden-Württemberg gibt es rund 2,4 Millionen Bestandsgebäude. Hier liegt sehr viel Potenzial, um die schädlichen Treibhausgasemissionen einzusparen und die Energie- und Wärmewende hin zu erneuerbaren Quellen weiter voranzubringen. Aus diesem Grund unterstützt die Landesregierung die Kommunen mit gezielten Förderprogrammen.

Ein Klimaschutz-Instrument im Wärmesektor ist dabei der gezielte Ausbau energieeffizienter Wärmenetze. Im Zuge dieser Förderung bezuschusst die Landesregierung den Bau eines Nahwärmenetzes in Unlingen im Landkreis Biberach mit 250.000 Euro. Auf einer Trassenlänge von etwa 6700 Metern werden künftig Wohnungen in der Unlinger Siedlung mit 130 Hausanschlüssen regenerativ mit Wärme versorgt.

Mit Holzhackschnitzelkessel und Biogas-Blockheizkraftwerk

„Ich hoffe“, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (04.05.) in Stuttgart, „dass das vorbildliche Projekt in Unlingen viele Nachahmer im Land findet.“ Die Wärmeversorgung erfolge zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien über einen Holzhackschnitzelkessel und ein Biogas-Blockheizkraftwerk in einer neuen Heizzentrale. Inklusive Pufferspeicher, die allerdings nicht Gegenstand der Förderung seien. „Das Wärmenetz entsteht im Bestand und ersetzt fossile Heizquellen“, fügte Untersteller hinzu. Es sei ein Förderprogramm mit doppelter Rendite. „Wir drücken die CO₂-Emissionen und schaffen gleichzeitig Wertschöpfung für das Handwerk und die Wirtschaft.“

Ergänzende Informationen

Über das Förderprogramm energieeffiziente Wärmenetze wurden in den vergangenen Jahren 60 Projekte mit insgesamt rund 11,7 Millionen Euro gefördert. Geschätzt konnten dadurch 32.500 Tonnen CO₂ jedes Jahr eingespart werden.

Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg