06.07.2022

Stichwort: Alarmstufe (Gas)

„Energie einzusparen, ist das Gebot der nächsten Monate.“
- Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Juni 2022 -

Was ist der Notfallplan Gas und was bedeutet das Ausrufen der Alarmstufe?

Der Notfallplan Gas regelt das Vorgehen, wenn sich die Versorgungslage in Deutschland deutlich zu verschlechtern droht – oder dies bereits der Fall ist. Es gibt dabei drei Stufen: die Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe. Ende März hatte das Bundeswirtschaftsministerium die Frühwarnstufe ausgerufen. Angesichts der bestehenden Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und dem anhaltend hohen Preisniveau am Gasmarkt wurde nun die Alarmstufe ausgerufen.
Aktuell ist die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter gewährleistet und es stehen noch keine staatlichen Eingriffe in den Gasmarkt an. Dennoch sind zusätzliche Maßnahmen zur Befüllung der Gasspeicher und zur Gaseinsparung erforderlich. Erste Maßnahmen hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am 19. Juni 2022 vorgelegt. Diese Maßnahmen werden jetzt konsequent weiter umgesetzt. 
 

Appell der Bundesregierung zum Energiesparen

Das Ausrufen der Alarmstufe sendet das klare Signal an alle Gasverbraucherinnen und Gasverbraucher – in Industrie, öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten – bereits jetzt im Sommer Gas einzusparen, damit die eingesparten Mengen in die Speicher fließen können, um so besser durch Herbst und Winter zu kommen. Dabei kommt es auch darauf an, in den Bereichen Energie zu sparen, in denen Energie indirekt mit Gas erzeugt wird, also zum Beispiel bei der Fernwärme oder bei Stromanwendungen. „Als Regierung treiben wir die Energieeffizienz voran und setzen auch bei uns im Ministerium Energiesparmaßnahmen um“, so Bundeswirtschaftsminister Habeck.
Detaillierte Informationen über die Versorgungslage in Deutschland und die Auswirkungen und Hintergründe zum Ausrufen der Alarmstufe lesen Sie hier.