01.02.2022

Stichwort: CO₂-Steuer

„CO₂ muss endlich einen Preis bekommen, der seine negativen Umweltwirkungen abbildet.“
- Ehemaliger Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Franz Untersteller im Mai 2019 -

Sie ist ein vieldiskutierter Weg, um den Klimaschutz weiter voranzutreiben: die CO₂-Steuer. Was versteht man darunter und wer muss sie zahlen?

So funktioniert die CO₂-Steuer

Das Prinzip ist einfach: Zunächst legt der Staat den Preis fest, den eine Tonne CO₂ kosten soll. Aktuell liegt der Preis bei 25 Euro pro Tonne. Dieser Preis wird dann als Steuer auf alle Energieträger draufgeschlagen, bei deren Nutzung CO₂ entsteht – beispielsweise auf Benzin, Heizöl, Erdgas und Kohle. Die Hoffnung, die dahintersteht: Sobald Verbraucherinnen, Verbraucher und Industrie zur Kasse gebeten werden, wenn sie dem Klima schaden, ändern sie auch ihr Verhalten. 

Wer muss zahlen – und was passiert mit dem Geld?

Eine CO₂-Steuer trifft vor allem diejenigen, die große Mengen fossiler Energieträger verbrauchen – sei es in der Produktion, zum Heizen oder im Verkehrsbereich. So steigen beispielsweise auch die Flugpreise. Um den Bürgerinnen und Bürger finanziell entgegenzukommen, verkündete die Bundesregierung dass Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung in Form von Entlastungen zurückgezahlt werden sollen: mit niedrigeren Steuern und Abgaben auf Strom, mit dem Wohngeld, mit einer höheren Pendlerpauschale und billigeren Bahntickets. (Quelle: Bundesregierung)

Die Einnahmen sollen zudem in Klimaschutzmaßnahmen reinvestiert werden: beispielsweise in die Gebäudesanierung, in die Entwicklung energieeffizienter Technologien wie die Elektromobilität oder in den Ausbau und die Modernisierung von Öffentlichem Nahverkehr.