10.02.2019

Stichwort: Energiespeicher

"Energie aus Sonne und Wind ist klimafreundlich, unerschöpflich – aber auch starken Schwankungen unterworfen. Wirtschaftliche und effiziente Wege zu finden, sie zu speichern, ist deshalb eine der großen Herausforderungen der Energiewende."
- Franz Untersteller (Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) -

Es ist eine der großen Fragen der Energiewende: Wie kann erneuerbare Energie aus Solar- und Windkraftanlagen gespeichert werden für Zeiten, in denen keine Sonne scheint und kein Wind weht? Wir müssen Energie kurz- und zukünftig langfristig speichern – im Hausgebrauch wie auch im großen Stil. Dazu stehen u. a. folgende Technologien zur Verfügung.

Pumpspeicher

Zu einem Pumpspeicherkraftwerk gehören ein oder mehrere Ober- und Unterbecken, die mit Pumpen und Turbinen über Rohre miteinander verbunden sind. Wasserreservoire wie Seen und Flüsse werden sozusagen zur Speicherbatterie: Steht überschüssige Energie zur Verfügung, wird das Wasser damit in ein höherliegendes Becken gepumpt. Wird zu einem späteren Zeitpunkt Strom benötigt, kann das Wasser wieder abgelassen werden, es treibt dann Turbinen an, die wiederum Strom erzeugen. Bisher dominieren Pumpspeicherkraftwerke das Segment der Großspeicher in Deutschland. 

Batteriespeicher 

Spannend ist die Forschung an elektrochemischen Speichersystemen wie Batterien: Lithium-Ionen-Akkus sind die derzeit leistungsfähigsten Batterien. Unterdessen werden aber auch neue Speichermaterialien entwickelt und große Batterien getestet. 

Power-to-Gas 

Die Power-to-Gas-Technologie wandelt überschüssigen Strom durch Elektrolyse in Wasserstoff bzw. in einem zweiten Schritt unter Einbeziehung einer Kohlenstoffdioxid-Quelle in synthetisches Methan um. Dadurch kann sehr viel Energie über längere Zeiträume, bspw. im Erdgasnetz, gespeichert werden. 

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Wichtig für Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist das Interesse an dezentralen Speicherlösungen groß – allein 2017 wurden 5.435 Solarstromspeicher in Betrieb genommen (Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft). 

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