12.12.2018

Stichwort: Erneuerbare-Wärme-Gesetz

"Das EWärmeG verbessert die CO2-Bilanz im Gebäudebereich und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz."
- Franz Untersteller (Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) -

Vorreiter Baden-Württemberg: Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) verpflichtet Eigentümer, auf erneuerbare Wärmeenergie zu setzen. 2015 wurde das Gesetz zuletzt novelliert. Seither sollen nach einem Heizungstausch in Wohn- oder Nichtwohngebäuden mind. 15 % der Wärme aus Erneuerbaren stammen – Ersatzmaßnahmen sind möglich.

Wo setzt das EWärmeG an?

Bundesweit gilt seit 2009 das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Bei Neubauten sieht es vor, dass ein fester Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Baden-Württemberg führte schon vorab als erstes Bundesland eine eigene Regelung ein, die für Neubauten 2009 vom Bundesgesetz abgelöst wurde. Auch die gab eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien vor – bezog aber auch Bestandsgebäude mit ein: das EWärmeG. Es steht in Einklang mit den europäischen und nationalen Klimaschutzzielen, dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg und dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept. Der Erfahrungsbericht der Landesregierung von 2018 zeigt, dass das EWärmeG seit der Novellierung jährlich die CO2-Emissionen um 110.000 bis 170.000 t CO2äq (Kohlendioxid Äquivalent) über die Einsparung durch den eigentlichen Heizungstausch hinaus reduziert hat. Die kumulierten Einsparungen seit Inkrafttreten im Jahr 2010 belaufen sich zum Jahresende 2017 auf etwa 380.000 bis 650.000 t CO2äq. 

Viele Wege führen zum Ziel

Seit der Novelle des Gesetzes 2015 haben Eigentümer bei der Sanierung eine größere Auswahl an Erfüllungsoptionen, außerdem können sie Maßnahmen kombinieren. Das kommt an. So wurde 2017 in 25 % der Wohngebäude, in denen die Heizung erneuert wurde,  eine Maßnahmenkombination umgesetzt, Häufig wurde „Sanierungsfahrplan plus Biogas“ (12 %) gewählt. Ebenfalls beliebt ist der Umstieg auf eine Holz- bzw. Pelletheizung (23 %). Bei Nichtwohngebäuden war zuletzt der Sanierungsfahrplan besonders gefragt (30 %), ebenso das Umrüsten auf Photovoltaik (17 %). Hier erfahren Sie mehr über die Erfüllungsoptionen in Wohngebäuden.

Der Neuregelung war ein erster Erfahrungsbericht der Landesregierung 2011 vorausgegangen, der Anregungen für die Optimierung lieferte. Zudem setzte die Landesregierung früh auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, z. B. durch eine Umfrage Mitte 2013. Weiterführende Informationen rund ums EWärmeG finden Sie hier

Wichtig für Baden-Württemberg

Heizen mit Erneuerbaren: Während es für Neubauten mit dem EEWärmeG seit 2009 eine bundesweite Regelung gibt, war das EWärmeG das erste Landesgesetz, das auch für den Heizungstausch in bestehenden Gebäuden Richtlinien vorgibt.

 

Quelle Zitat:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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