09.04.2019

Stichwort: Fridays For Future

"Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern."
- Greta Thunberg -

Raus aus der Schule, rauf auf die Straße: Jeden Freitag protestieren aktuell tausende Jugendliche in Deutschland für den Klimaschutz. Ihren Ursprung haben die „Fridays For Future“-Aktionen, deren Vorreiterin die 16-jährige Greta Thunberg ist, in Schweden. Inzwischen ist daraus eine globale Bewegung geworden.

Wie alles begann – und was die Bewegung will

Im Sommer 2018 begann Greta Thunberg, für stärkere Klimaschutzmaßnahmen ihres Landes zu protestieren. Am ersten Schultag nach den Ferien platzierte sie sich – zunächst alleine – mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm. In den darauffolgenden Wochen und Monaten schlossen sich immer mehr junge Leute der jungen Aktivistin an; durch Auftritte auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz und beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde sie weltweit berühmt – und mittlerweile sogar für den Friedensnobelpreis 2019 nominiert. Schülerinnen und Schüler, aber auch Studierende aus aller Welt demonstrieren mittlerweile nach ihrem Vorbild unter dem Motto #FridaysForFuture für mehr Klimaschutz.
Die junge Protestbewegung ist der Ansicht, dass die Politik zu wenig unternehme, um das Klima zu schützen und damit gegenüber jungen Menschen unverantwortlich handele. Greta Thunberg selbst will so lange weiterstreiken, bis ihr Heimatland Schweden die Treibhausgasemissionen um 15 % reduziert.
In der Politik sowie in der breiten Öffentlichkeit stößt die Bewegung auf ein überwiegend positives Echo, ruft aber auch Diskussionen über mögliche Sanktionen für das „Schulschwänzen“ hervor – schließlich bleiben die Demonstrierenden unerlaubt dem Unterricht fern.

Wichtig für Baden-Württemberg

„Macht Ihr eure Hausaufgaben, dann machen wir unsere“: Mit Botschaften wie dieser gehen auch in Baden-Württemberg jeden Freitag zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Und sie werden gehört: Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller haben sich im März mit Vertretern der „Fridays For Future“-Bewegung getroffen, um ihre Positionen auszutauschen. 

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