17.02.2019

Stichwort: Passivhaus

"Das Passivhaus ist ein insgesamt nachhaltiges Gebäudekonzept."
- Dr. Wolfgang Feist (Erfinder des Passivhauses, Leiter des Passivhaus-Instituts Darmstadt) -

Damit ein Haus „Passivhaus“ genannt werden darf, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. Der wichtigste Punkt: Der überwiegende Wärmebedarf des Hauses deckt sich aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von technischen Geräten und Personen.

Die vier Qualitätsklassen der Energieeffizienz 

Passivhäuser stellen nur eine von vier Effizienzklassen bei Häusern dar. Es gibt noch weitere:

  • In einem Niedrigenergiehaus wird der Heizwärmebedarf durch die Gebäudedämmung oder moderne Heiztechnik auf 40-80 kWh (Kilowattstunde) pro m² im Jahr gesenkt.
  • Beim Passivhaus erhalten Wände, Fenster und das Dach eine besonders effiziente Wärmedämmung. Zusätzlich wird die Abstrahlwärme von Bewohnern und technischen Geräten effektiv genutzt. Der Heizwärmebedarf darf 15 kWh pro m² im Jahr nicht überschreiten, das entspricht in etwa dem Energiegehalt von 1,5 l Heizöl.
  • Im Nullenergiehaus gleicht die Eigengewinnung von Strom, etwa durch eine Solaranlage, den Stromverbrauch im Jahresmittel aus. Technische Grundlage hierfür ist oftmals ein Passivhaus.
  • Und wenn die Stromgewinnung sogar den Eigenbedarf übertrifft, spricht man von einem Plusenergiehaus.

 

Wichtig für Baden-Württemberg 

Übrigens: In der Heidelberger Bahnstadt soll bis 2022 die größte Passivhaus-Siedlung der Welt entstehen (Quelle: Heidelberger Bahnstadt). Schon jetzt leben dort über 3.800 Menschen. 

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