07.02.2022

Stichwort: Passivhaus

„Das Passivhaus ist ein insgesamt nachhaltiges Gebäudekonzept.“
- Dr. Wolfgang Feist (Erfinder des Passivhauses, Leiter des Passivhaus-Instituts Darmstadt) -

Damit ein Haus „Passivhaus“ genannt werden darf, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. Der wichtigste Punkt: Der überwiegende Wärmebedarf des Hauses deckt sich aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von technischen Geräten und Personen.

Die vier Qualitätsklassen der Energieeffizienz 

Passivhäuser stellen nur eine von vier Effizienzklassen bei Häusern dar. Es gibt noch weitere:

  • In einem Niedrigenergiehaus wird der Heizwärmebedarf durch die Gebäudedämmung oder moderne Heiztechnik auf 40 bis 80 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr gesenkt.
  • Beim Passivhaus erhalten Wände, Fenster und das Dach eine besonders effiziente Wärmedämmung. Zusätzlich wird die Abstrahlwärme von Bewohnerinnen und Bewohnern und technischen Geräten effektiv genutzt. Der Heizwärmebedarf darf 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr nicht überschreiten, das entspricht in etwa dem Energiegehalt von 1,5 Litern Heizöl.
  • Im Nullenergiehaus gleicht die Eigengewinnung von Strom, etwa durch eine Solaranlage, den Stromverbrauch im Jahresmittel aus. Technische Grundlage hierfür ist oftmals ein Passivhaus.
  • Und wenn die Stromgewinnung sogar den Eigenbedarf übertrifft, spricht man von einem Plusenergiehaus.

 

Wichtig für Baden-Württemberg 

Übrigens: In der Heidelberger Bahnstadt entsteht die größte Passivhaus-Siedlung der Welt (Quelle: Heidelberger Bahnstadt). Schon jetzt leben dort 5.600 Menschen (Stand: Juni 2021). Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner zogen im Juni 2012 ein.

2022 soll sie fertig sein und Wohnraum für 7.000 Menschen bieten. Und die Konkurrenz schläft nicht: In China entsteht eine kleine Stadt die auffallende Ähnlichkeit mit der deutschen