29.03.2018

Stichwort: Smart Grids

„Wir wollen mit Smart Grids und der Smart Meter-Technologie eine nachhaltige Energieerzeugung und -versorgung sicher und bedarfsgerecht gestalten.“
- Koalitionsvertrag 19. Legislaturperiode -

Das Energiesystem der Zukunft ist eine Matrix: Alle Akteurinnen und Akteure sind miteinander verbunden und kommunizieren ständig.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat Folgen für das Energiesystem: Zu Zeiten von Atomstrom und fossilen Kraftwerken waren die Energieressourcen relativ leicht planbar – die entsprechenden Kraftwerke wurden hoch- oder heruntergefahren. Das ist bei den Erneuerbaren anders: Es gibt mehr Energieerzeuger, sie sind überall im Land verteilt und ihre Energie ist volatil – abhängig von Wind oder Sonnenschein.

Unsere Stromerzeugung wird also vielfältiger, dezentraler – und weniger planbar. Um trotzdem eine sichere, umweltverträgliche und kostengünstige Energieversorgung gewährleiten zu können, braucht es Stromnetze, die intelligent und kurzfristig auf Angebot und Nachfrage reagieren können – sogenannte Smart Grids.

Die Komplexität wächst und erfordert entsprechend intelligente, sichere Technologien, um die Informationsübertragung und -verarbeitung quasi in Echtzeit zu gewährleisten. Die Kommunikation bei diesen Smart Grids verläuft in mehrere Richtungen: vom Stromverbrauchenden an das Verteilnetz, vom Verteilnetzbetreiber an den Übertragungsnetzbetreiber sowie auch von den Großproduzenten an die Übertragungsnetzbetreiber und von den Prosumentinnen und Prosumenten, den vielen kleinen Stromerzeugerinnen und -erzeugern, an die Verteilnetzbetreiber.

Smart Grids machen vieles möglich – ein Beispiel: So können Batterien von Elektroautos nicht nur zum Fahren dienen, sondern in ungenutzten Zeiten des Autos auch die Stromversorgung im Haus übernehmen: Kaffeekochen mit der Autobatterie ist nur eine von vielen Anwendungen im Smart Grid

Wichtig für Baden-Württemberg

Schon gewusst? Bereits im Jahr 2013 wurde die Smart-Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. gegründet. Sie wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Mehr lesen…