26.04.2019

Stichwort: Versorgungssicherheit

"Bis 2025 ist die Stromversorgung gewährleistet. Für die Zeit danach müssen wir schon heute den Ausbau der Netze und der Erneuerbaren weiter vorantreiben."
- Franz Untersteller (Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) -

Strom kommt aus der Steckdose, und zwar immer dann, wenn er gebraucht wird. Das Stichwort „Versorgungssicherheit“ umschreibt im Grunde genau das – nämlich, dass Erzeugung und Verbrauch im Einklang miteinander stehen und die Versorgung für alle gesichert ist.

Sicher versorgt mit Erneuerbaren

Hin zu Sonnen- und Windenergie: Die Energieerzeugung ist im Wandel, die Einspeisung aus diesen Energiequellen schwankt je nach Wetterlage – nicht aber der Verbrauch. Das bringt Herausforderungen mit sich: 

  • Laufen die Anlagen in der Industrie auf Hochtouren, die Sonne scheint aber nicht und kein Wind weht, droht ein Versorgungsengpass. Die Kapazitäten der Erzeugungsanlagen reichen dann nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie auch ein auf Erneuerbare ausgerichtetes Energiesystem flexibel wird – z. B. durch eine zeitliche Verschiebung des Verbrauchs, das sog. Demand Side Management, Speichertechnologien oder eben neue Leitungen, über die Strom über längere Strecken transportiert werden kann. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Studie: „Versorgungssicherheit in Süddeutschland bis 2025 – sichere Nachfragedeckung auch in Extremsituationen?“
  • Die Versorgungssicherheit ist ein hohes Gut. Sie ist in § 1 des Energiewirtschaftsgesetzes festgeschrieben. Das Bundeswirtschaftsministerium übernimmt das Monitoring dafür, die Übertragungsnetzbetreiber gewährleisten die Systemsicherheit und Zuverlässigkeit. Um die Frequenz dauerhaft bei 50 Hertz zu halten, müssen sie mit den Verantwortlichen aller Netzebenen zusammenarbeiten, bis hin zum Stadtwerk. Was das bedeutet, z. B. wenn an einem sonnigen Sommerfeiertag die Erneuerbaren mehr erzeugen, als nachgefragt wird, zeigt dieser Film von CSells.

Wichtig für Baden-Württemberg

Bis 2025 ist die Stromversorgung in Baden-Württemberg gesichert – die Kapazitäten zur Energieerzeugung reichen aus. Das hat 2019 eine wissenschaftliche Studie gezeigt. In den nächsten Jahren aber wird Süddeutschland zunehmend auf Stromimporte angewiesen sein. Der Ausbau der Leitungen und andere Instrumente sind daher nötig, um die Versorgung langfristig zu sichern. Hier geht es zum ganzen Dokument.

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