Bauarbeiter lässt ein Rohr in eine Baugrube
Stimmt das?

Wer sich an ein Wärmenetz anschließt, macht sich abhängig – und zahlt am Ende drauf.

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Der Ausbau der Nah- und Fernwärme bietet große Chancen für die Energiewende. Doch Hausbesitzer sind häufig skeptisch: Sie fürchten die langfristige Bindung an einen Wärmenetzbetreiber sowie höhere Kosten. Wir zeigen Ihnen Vorteile statt Vorurteile.

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Der Anschluss an ein Wärmenetz kann günstiger sein als ein eigener Heizkessel.

Sie wollen Ihre Heizung austauschen? Nicht immer ist die eigene Anlage dann die günstigere Lösung: 

  • Klar, Brennstoffe kosten Geld. Aber berücksichtigen Sie auch Ihre Investitionskosten, oft 10.000 € und mehr, und die Ausgaben für Wartung und Instandhaltung. Diese sollten Sie – anteilig genommen – auf Ihre Jahresrechnung draufschlagen. 
  • Bei Wärmenetzen entfallen all diese Kosten. Zudem ist Wärme aus Erneuerbaren langfristig sehr preisstabil, während Öl und Gas wohl in Zukunft teurer werden. 
  • Wärmenetze sind umso kosteneffizienter, je mehr Kunden sich anschließen. 
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Statt Abhängigkeit bringt ein Wärmenetzanschluss Transparenz – und oft auch Flexibilität.

Der Wärmenetzbetreiber liefert Ihnen die Wärme künftig direkt ins Haus. Die Vorteile:

  • Viele Betreiber setzen auf eine flexible Kombination aus erneuerbaren Energien – und bieten so stabile und günstige Preise und hohe Versorgungssicherheit.
  • Stadtwerke und Genossenschaften legen oft ihre Kosten offen. Dank sogenannter Preisgleitklauseln werden die Preise nachvollziehbar an die Entwicklungen auf dem Wärmemarkt gekoppelt.
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Mit einem Anschluss an ein Wärmenetz sind Sie technisch und rechtlich immer auf dem neuesten Stand.

Gerade darin liegt ein großer Vorteil des Heizens via Wärmenetz: 

  • Der Netzbetreiber kümmert sich um die Anpassung an neue Technologien und Wärmequellen. 
  • Wenn sich Rechtsvorschriften ändern, ist es die Pflicht des Netzbetreibers, diese auch einzuhalten.
  • Und: Sind die Leitungen erst einmal gelegt, lassen sich in ein Wärmenetz alle Arten von erneuerbaren Energieträgern einbinden – auch solche, die für Einzel-Gebäude-Lösungen nicht geeignet sind. Selbst industrielle Abwärme lässt sich bspw. zum Heizen nutzen.
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Planbare Kosten und fester Kundenstamm – Wärmenetze rechnen sich auch für Betreiber.

Klar ist: Am Anfang stehen hohe Investitionen – die sich für die Betreiber aber lohnen. Denn viele Vorteile von Wärmenetzen wirken sich auch auf die Bilanz aus:

  • Über die Lebenszeit der Netze werden überwiegend Kapitalkosten – z. B. für Zinsen und Kredite – abgeschrieben. Das betrifft v. a. Solarthermie, Geothermie und Abwärme, da die Anlagen ohne Brennstoffe auskommen. Die Wärmegestehungskosten sind so über die gesamte Laufzeit leicht berechenbar. 
  • Ein Wärmenetz hat einen sehr stabilen Kundenkreis. Daher können Betreiber die Wärmeproduktion optimal auf den Verbrauch abstimmen. 

Wie Sie von einem Wärmenetzanschluss profitieren können:

Icon mit einem Blatt Papier mit Text und ein Kontrollhaken
  • Komfort: Sie müssen sich weder um die Wartung Ihrer Heizung noch um die Anpassung an neue Energiequellen oder gesetzliche Vorgaben kümmern.
  • Klimaschutz: Wärmenetze bieten riesiges Potenzial für die Wärme- und damit die Energiewende, weil sich erneuerbare Energien problemlos einbinden lassen.
  • Preisstabilität: überschaubare Investitionen, keine Wartungs- und Instandhaltungskosten. Sie zahlen nur für die Wärme – stammt die aus Erneuerbaren, schwanken die Kosten kaum.
  • Planungssicherheit: Die haben Sie auch als Betreiber – dank festem Kundenkreis.
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