Das „Wer ist wer?“ der Solarbranche: Akteure und Ansprechpartner

Wenn sich die zentralen Akteure zusammenschließen, geht vieles einfacher – auch die Energiewende: Wie die Solarbranche in Baden-Württemberg zusammenarbeitet und dabei auch über den eigenen Tellerrand hinausblickt.

Für Branchenunternehmen & Forschungseinrichtungen: das Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.

Der Verein versammelt Unternehmen der Solarbranche und versteht sich selbst als Interessenverband an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Politik, Forschung und Industrie. So organisiert das Solar Cluster BW jährlich z. B. den Solarbranchentag Baden-Württemberg als Austauschplattform. Auf der Agenda des Solar Clusters stehen u. a. die Themen, welche die Mitglieder umtreiben. Geschäftsführer Franz Pöter: „Zurzeit ist die Streichung des 52-Gigawatt-Solardeckels das wichtigste Thema für uns. Wenn bundesweit 52 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert sind, würden danach errichtete Anlagen keine EEG-Vergütung mehr erhalten. Als Folge würden kaum noch neue Photovoltaikdachanlagen gebaut werden. Da der 52-GW-Deckel fast erreicht ist, gibt es eine große Unsicherheit in der Branche, da eine mittelfristige Planung kaum möglich ist. Betriebe lehnen deshalb schon heute Projekte ab, da diese oft sechs bis zwölf Monate Vorlauf haben.“

Für alle – von der Bürgerin bis hin zu den Umweltverbänden: das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg

Wissen, Beratung und regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch: Zwölf regionale Photovoltaik-Netzwerke treiben den Ausbau der Photovoltaik voran – und bringen dafür Interessierte, PV-Akteure und Verantwortliche zusammen. Neben Unternehmen sind u. a. Planer, Genossenschaften, Stadtwerke und Kommunen sowie die regionalen Energieagenturen dabei. Worum es geht? Für die Solarenergie begeistern. „Es ist noch längst nicht überall angekommen, dass die Photovoltaik eine ausgereifte Technologie ist, mit der jede und jeder günstig, klimafreundlich und zuverlässig seinen eigenen Strom erzeugen kann“, erklärt Thomas Uhland, Projektleiter beim Solar Cluster. „Um dies zu ändern, setzten die Photovoltaik-Netzwerke flächendeckend in allen Regionen Baden-Württembergs Impulse. Unsere Erfahrung zeigt, dass Beratung und Informationsvermittlung entscheidende Erfolgsfaktoren sind.“ Die Photovoltaik-Netzwerke sind für alle offen: Interessierte, Institutionen und Unternehmen können mitwirken und das Netzwerk für Ihre Projekte nutzen – egal ob auf dem Dach, an der Fassade oder auf der Freifläche. Die zwölf regionalen Netzwerke werden durch das Solar Cluster BW und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg koordiniert und im Rahmen der Solaroffensive vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert.

Für alle Erneuerbaren: die Plattform Erneuerbare Energien 

Die 2019 gegründete Plattform führt als Dachorganisation die verschiedenen erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg zusammen: Wasserkraft, Geothermie, Holzenergie, Biogas, Sonne und Wind. Sieben Verbände und Organisationen, die bislang eher lose kooperierten, sind die Gründungsmitglieder. Nun will man Projekte verstärkt gemeinsam angehen, auch Zukunftsthemen wie die Sektorkopplung stehen auf der Agenda. „Unsere Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, das Energiesystem stärker zusammenzudenken und Synergien zu nutzen. Zusammen können wir auch gesellschaftlich und politisch als stärkere Stimme wahrgenommen werden. Denn wir brauchen alle erneuerbaren Energien – alle haben unterschiedliche Voraussetzungen und Vorteile“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar Clusters, der auch Geschäftsführer der neuen Plattform ist. Der Aufbau der Plattform „Erneuerbare Energien“ wird vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert. 

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