Smart Meter – Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher

Die Einführung von intelligenten Messsystemen läuft. Doch warum werden die neuen Geräte überhaupt installiert, was bedeutet das für Sie und was sind Ihre Handlungsmöglichkeiten? Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über die Akteure, Kosten und Rahmenbedingungen. 

Mitarbeiter der Netze BW wird an Haustür begrüßt
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Das sind die beteiligten Akteure

Zuständig für den Rollout sind die grundzuständigen Messstellenbetreiber. Sie sorgen für den Wechsel der Geräte in Ihrem Zählerkasten und kümmern sich um Betrieb und Wartung. Neben den grundzuständigen Messstellenbetreibern können Sie auch einen anderen Betreiber auf dem Markt wählen. Aber was macht eigentlich der Stromanbieter und was der Netzbetreiber? Die Verbraucherzentrale informiert auf ihrer Seite über die Pflichten und Aufgaben der beteiligten Akteure.

Unterschiedliche Messgeräte je nach Verbrauch

Vom eigentlichen Smart Meter Rollout sind nur die wenigsten Privatpersonen betroffen. Erst ab einem Stromverbrauch von 6.000 KWh (Kilowattstunden) pro Jahr ist ein Smart Meter verpflichtend. Bei etwa 90 % aller Haushalte liegt der Verbrauch unterhalb dieser Grenze. Diese Haushalte erhalten als Grundausstattung vorerst nur eine moderne Messeinrichtung, also einen digitalen Stromzähler. Dieser übermittelt die gesammelten Daten aber nicht an Dritte. Wird der digitale Stromzähler nun um ein Kommunikationsgerät (Smart-Meter-Gateway) erweitert, spricht man von einem intelligenten Messsystem oder Smart Meter. Die Verbraucherzentrale zeigt unter dem untenstehenden Link nochmal die Unterschiede der neuen Messgeräte und führt auf, was diese für Sie kosten.

Was Smart Meter mit der Energiewende zu tun haben 

Das Energiesystem wandelt sich: Mehr Erneuerbare Energien werden eingespeist, die in ihrer Erzeugung aber auch schwanken. Hinzu kommt der vermehrte Einsatz von privaten Photovoltaikanlagen, Wärmepumpenheizungen und Heimspeicherlösungen. Mit dem Smart Meter versprechen sich die Netzbetreiber eine bessere Datenlage zur Steuerung des Netzes. Welche weiteren Vorteile die Smart Meter mit sich bringen und welcher Mehrwert für Sie als Verbraucherin oder Verbraucher entstehen kann, hat SmartGridsBW in der folgenden Broschüre zusammengefasst. Ein übersichtlicher Praxisleitfaden mit allem, was Sie über die neuen Stromzähler wissen sollten.  

Ablauf der Einführung, rechtliche Grundlagen und Datenschutz 

Für den Smart Meter Rollout gibt es natürlich auch eine rechtliche Grundlage und damit auch Regeln, wie diese eingeführt werden. So müssen bspw. Verbraucherinnen und Verbraucher mindestens drei Monate vor Einbau von ihrem Messstellenbetreiber auf den Wechsel hingewiesen werden. Auch der Datenschutz und die Kosten für den Einbau sind geregelt. In einem FAQ hat die Bundesnetzagentur wichtige Fragen zum Rollout, den Geräten und der Sicherheit beantwortet. 

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