So können Unternehmen von einem Smart Meter profitieren

Viele Betriebe und Unternehmen sind von der Umstellung auf ein intelligentes Messsystem betroffen, da sie in ihrem jährlichen Stromverbrauch häufig über der Grenze von 6.000 KWh (Kilowattstunden) liegen. Und gerade für Unternehmen kann sich ein Smart Meter lohnen, um langfristig Energiekosten zu senken. 

Mögliche Vorteile für den Einsatz intelligenter Messsysteme

  • Energiemanagement verbessern
    Sie können das Energiemanagement in Ihrem Unternehmen effizienter gestalten, indem sie die Verbrauchsdaten analysieren und steuernd eingreifen.
  • Ökologisches Handeln 
    Energieeinsparungen bedeuten nicht nur weniger Kosten, sondern auch eine geringere Umweltbelastung.
  • Verbrauchswerte bequem abrufen
    Ein aufwändiges Ablesen der Verbrauchswerte ist nicht mehr nötig. Stattdessen können Sie die Werte übersichtlich online einsehen. 
  • Zukünftig flexible Stromtarife
    Wenn der tatsächliche Verbrauch gemessen werden kann, sollen in Zukunft auch individuellere Stromtarife möglich sein.
Smart Meter
Copyright: Power Plus Communications AG

Vom Einbau zur Rechnung: Das sind die Schritte beim Wechsel.

1

Muss ich ein Smart Meter einbauen?

Zunächst einmal betrifft der verpflichtende Wechsel nicht alle: Die Installation eines intelligenten Messsystems ist verpflichtend, wenn Sie einen Verbrauch von über 6.000 KWh im Jahr haben – oder eine Erzeugungsanlage mit einer Nennleistung von 7 KW (Kilowatt).

2

Erste Benachrichtigung

Ihr Messstellenbetreiber meldet sich bei Ihnen. Dieser hat die Pflicht, Sie drei Monate vor dem Einbau zu informieren. Sie haben die Möglichkeit, den Messstellenbetreiber zu wechseln.

3

Zweite Benachrichtigung

14 Tage vor dem eigentlichen Einbau müssen Sie erneut benachrichtigt werden, wenn für den Wechsel Ihr Betrieb, Ihre Wohnung oder Ihr Haus betreten werden soll.

4

Installation

Der eigentliche Einbau kann von ortsansässigen Dienstleistern oder Installateuren erfolgen, die ihr Messstellenbetreiber beauftragt hat. Wer das genau ist, sollte er Ihnen zuvor mitteilen.

5

Daten einsehen

Nachdem Sie Ihre Zugangsdaten erhalten haben, sollten Sie Ihre Verbrauchswerte in einem Kundenportal oder einer App online einsehen können. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, in welchen Zeitintervallen die Daten abrufbar sind.

Nummer 6

Abrechnung möglicherweise separat

Bisher wurden die Kosten für den Messstellenbetrieb mit Ihrer Stromrechnung abgebucht. Es kann aber sein, dass Ihr Stromlieferant nicht damit einverstanden ist, diese Kosten weiterhin mitabzurechnen. Dann erhalten Sie eine separate Rechnung des Messstellenbetreibers.

Einsparpotentiale erkennen

Mit den neuen Smart Metern kommen zwar auch höhere Kosten auf Ihren Betrieb zu, dennoch können Sie von den Smart Metern profitieren. Dazu können Sie bspw. im Kundenportal Ihres Messstellenbetreibers die Stromnutzung kontrollieren und so herausfinden, welche Geräte oder Maschinen besonders viel Energie verbrauchen und auf dieser Basis Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ergreifen. Langfristig soll es auch möglich sein, verschiedene Verbrauchssparten wie Gas, Wärme oder Wasser gesammelt zu messen.

Ihr Beitrag zur Energiewende

Daumen hoch

Zukünftig sollen Netzbetreiber durch den Einsatz von intelligenten Messsystemen das Netz effizienter nutzen können, gleichzeitig sollen Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch mehr Transparenz erhalten. Beides ist wichtig für eine erfolgreiche Energiewende.

Kosten je nach Verbrauch

Die Kosten für den Betrieb des Smart Meters sind mit einer Preisobergrenze gedeckelt die vom jeweiligen Jahresverbrauch abhängt: Bei einem Verbrauch zwischen 6.000 und 10.000 KWh pro Jahr können max. 100 € für das intelligente Messsystem vom grundzuständigen Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt werden. Liegt der Verbrauch zwischen 10.000 und 20.000 KWh pro Jahr dürfen max. 130 € abgerechnet werden. Diese Preisobergrenzen gelten nicht, wenn Sie bei einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber Kunde oder Kundin sind.  

Weitere Informationen

Mehr zum Thema Smart Meter erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Verwandte Themen