Fakten zur Mieterstromförderung

Seit 2017 werden Mieterstromprojekte unter bestimmten Bedingungen gesetzlich mit dem Mieterstromzuschlag gefördert. Welche Voraussetzungen müssen Anbieterinnen und Anbieter erfüllen, um diesen Zuschlag zu erhalten? Und worauf sollten Mieterinnen und Mieter achten, wenn ihnen ein Mieterstromangebot ins Haus flattert? Die wichtigsten Fakten haben wir in unseren Checklisten für Anbieterinnen und Anbieter und Mieterinnen und Mieter zusammengefasst.

Mann, der auf einem Klemmbrett etwas notiert
Für eine Mieterstromförderung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. // Copyright: AdobeStock/slasnyi

Checkliste für Anbieterinnen und Anbieter: 

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie als Betreiberin bzw. Betreiber einer Photovoltaikanlage den Mieterstromzuschlag in Anspruch nehmen können:

  • Die Anlagen müssen nach dem 24. Juli 2017 in Betrieb genommen und im Marktstammdatenregister registriert worden sein. 
  • Die installierte Leistung der Anlage darf maximal 100 Kilowatt betragen. Sind mehrere Anlagen auf einem Gebäude installiert, müssen diese zusammengefasst werden.
  • Die Anlage muss auf einem Wohngebäude installiert sein, das heißt mindestens 40 Prozent der Gebäudefläche müssen dem Wohnen dienen.
  • Der Mieterstrom muss von den Endverbrauchern vor Ort genutzt werden. Dabei kann es sich sowohl um Mieterinnen und Mieter und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer als auch um Gewerbetreibende handeln, wenn es sich bei dem Gebäude selbst um ein Wohngebäude handelt.  
  • Der Strompreis muss mindestens 10 Prozent unter dem Grundtarif liegen, der im jeweiligen Netzgebiet gilt. 
  • Mit Mieterstrom dürfen auch angrenzende Gebäude beliefert werden, sofern der Strom nicht durch das öffentliche Netz geleitet wird.  

Checkliste für Mieterinnnen und Mieter:

Ihre Vermieterin oder ihr Vermieter bietet Ihnen an, Mieterstrom zu beziehen? Nimmt er für den angebotenen Mieterstrom einen Mieterstromzuschlag in Anspruch, gelten für die vertragliche Ausgestaltung folgende Voraussetzungen: 

  • Sollte die auf dem Wohngebäude installierte Photovoltaikanlage nicht ausreichend Strom produzieren, muss Ihnen die Anlagenbetreiberin oder der Anlagenbetreiber auch den zusätzlich benötigten Strom, beispielsweise aus dem Netz, zur Verfügung stellen. Er übernimmt die Verantwortung für die gesamte Stromlieferung. 
  • Der Mieterstromvertrag darf nicht an Ihren Mietvertrag gekoppelt beziehungsweise Bestandteil dessen sein. 
  • Der Strompreis muss mindestens 10 Prozent unter dem Grundtarif liegen, der im jeweiligen Netzgebiet gilt.  
  • Bei Vertragsabschluss darf der Stromliefervertrag höchstens ein Jahr lang laufen und sich dann jedes Jahr um ein weiteres Jahr verlängern. Die Kündigungsfrist darf maximal drei Monate betragen. 
  • Der Mieterstromlieferant muss eine Verbrauchsabrechnung stellen, die verschiedene gesetzliche Vorschriften erfüllt. Die Eigentümerin oder der Eigentümer kann damit auch einen Dienstleister beauftragen. 
  • Wartungskosten und ähnliches dürfen nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Sie sind über den Strompreis abgegolten. 

Eine ausführliche Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.  

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Weitere Informationen zu Mieterstrommodellen und wie Sie davon profitieren können, finden Sie hier.

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