Mieterstrom – Vermieterinnen und Vermieter profitieren von Mieterstromzuschlag

Seit 2017 werden Mieterstromprojekte unter bestimmten Bedingungen gesetzlich mit dem Mieterstromzuschlag gefördert. Mit dem EEG 2021 und dem EEG 2023 hat der Gesetzgeber Mieterstrom für Vermieterinnen und Vermieter noch attraktiver gemacht.

Was muss ich beachten?

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie als Betreiberin oder Betreiber einer Photovoltaikanlage den Mieterstromzuschlag in Anspruch nehmen können:

  • Die Anlagen müssen nach dem 24. Juli 2017 in Betrieb genommen und im Marktstammdatenregister registriert worden sein. 
    Mit dem EEG 2021 wurden für neue Solaranlagen, die ab dem 01.01.2021 in Betrieb genommen wurden oder werden, punktuelle Änderungen vorgenommen. 
  • Mit dem EEG 2023 wurde die 100 Kilowatt-Grenze einer einzelnen Anlage aufgehoben, so dass ab 01.01.2023 auch größere Anlagen vom Mieterstromzuschlag profitieren können. Die Obergrenze für EEG-geförderte Mieterstromprojekte wurde im EEG 2023 von 750 Kilowatt auf 1 Megawatt angehoben.
  • Der Strompreis muss mindestens 10 Prozent unter dem Grundtarif liegen, der im jeweiligen Netzgebiet gilt. 
  • Der geförderte Mieterstrom durfte bisher nur aus Solaranlagen auf dem Dach des Wohngebäudes (beziehungsweise in räumlicher Nähe) stammen, wo er dann auch verbraucht wird. Bei Anlagen, die nach dem 01.01.2021 in Betrieb genommen werden, darf der Strom auch in dem Quartier verbraucht werden, in dem das Gebäude liegt.
  • Der Mieterstrom muss ohne die Nutzung des Netzes der allgemeinen Versorgung direkt an Sie geliefert werden. Überschüssig erzeugter Strom, der nicht im Wohnhaus verbraucht wird, kann ins Netz eingespeist werden.
Person mit Klemmbrett und Stift
Für eine Mieterstromförderung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. // Copyright: AdobeStock/slasnyi

Wer hilft bei Fragen zum Thema Mieterstrom?

Für die Umsetzung von Mieterstrommodellen werden in der Regel professionelle Dienstleister eingebunden, die ein unverbindliches Angebot erstellen können. Das können zum Beispiel Stadtwerke oder Energiedienstleister sein. Diese können entweder die gesamte Stromlieferung und Abwicklung des Mieterstrom-Projekts oder nur Teilbereiche übernehmen. Die Anlagenbetreibenden profitieren trotzdem finanziell aus den Mehreinnahmen, beispielsweise aus der Dachverpachtung. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie.

Eine Liste von Dienstleistern finden Sie auf der Internetseite der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH.

Weitere Vorteile von Mieterstrom

Neben den finanziellen Aspekten gibt es aber natürlich auch nicht-monetäre Gesichtspunkte, die für eine Mieterstromanlage sprechen. Indem Eigentümerinnen und Eigentümer ein Mieterstrom-Projekt initiieren, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und treiben die urbane Energiewende voran. Gleichzeitig ermöglichen sie auch Mieterinnen und Mietern, von nachhaltigem Solarstrom zu profitieren. Blockheizkraftwerke können zudem die Anforderungen des EWärmeG an Heizungsanlagen in Baden-Württemberg erfüllen. In Baden-Württemberg gibt es bereits verschiedene erfolgreiche Mieterstromprojekte.

Grundlegende Informationen zum Thema Mieterstrom und Mieterstromzuschlag lesen Sie hier.

Eine ausführliche Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema Mieterstrom finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.  

Daumen hoch

Dank Mieterstromgesetz können Vermietende Solarstrom an Mieterinnen und Mieter verkaufen. Der Vorteil: Der Strom muss günstiger sein als die Grundversorgung vor Ort. 

Grundlegende Informationen zum Thema Mieterstrom lesen Sie hier

Eine ausführliche Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.  
 

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Dieser Text ist Teil eines Fokusthemas

Weitere Informationen zu Mieterstrommodellen und wie Sie davon profitieren können, finden Sie hier.

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