Kleine Schritte, große Wirkung: So sparen Sie Energie und Geld

Die Energiewende ist ein großes Ziel. Wer Energie spart, macht kleine, wichtige Schritte in die richtige Richtung. Wir haben Ihnen einige einfache Kniffe und Tricks zusammengestellt.

  • Schon mit kleinen Maßnahmen lässt sich viel Energie sparen. 
  • Wer effizient Auto fährt, muss weniger tanken – und schont das Klima.
  • Richtiges Heizen und Lüften, effiziente Haushaltsgeräte und energiebewusstes Waschen und Kochen sind einfache Wege, um weniger Strom und Wärme zu verbrauchen.

Womit spare ich wie viel? 5 Beispiele

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Beispiel 1:

Backen Sie Ihre Fertigpizza bei Umluft und ohne Vorheizen statt bei Ober- und Unterhitze mit Vorheizen. So sparen Sie 20 Prozent Strom.

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Beispiel 2:

Wenn Sie die Raumtemperatur um 1 Grad Celsius reduzieren, können Sie Ihren Heizenergieverbrauch um rund 6 Prozent senken. Das entspricht im Jahr bis zu 450 Kilogramm

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Beispiel 3:

Schöner kühlen: Wenn Sie die Kühlschranktemperatur auf höchstens 7 Grad Celsius anstatt 5 Grad Celsius einstellen, sparen Sie – ohne es zu merken – bis zu 15 Prozent Strom.

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Beispiel 4:

Deckel drauf! Auf einem Glaskeramikfeld verbraucht man mit einem Topf ohne Deckel rund 0,5 Kilowattstunden, um 500 Gramm Kartoffeln zu garen. Mit Deckel ist nur die Hälfte der Energie nötig, also rund 0,25 Kilowattstunden. Damit sinken auch die Stromkosten – von etwa 15 Cent auf 7,5 Cent.

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Beispiel 5:

Schalten Sie fünf Geräte mit je 10 Watt Stand-By-Leistung bei Nichtgebrauch komplett aus, anstatt sie durchgehend auf Stand-By zu belassen, können Sie im Jahr rund 100 Euro beziehungsweise 220 Kilogramm CO₂ einsparen.

Mit einer Kilowattstunde Strom kann man 15 Hemden bügeln, 70 Tassen Kaffee kochen oder einen Hefekuchen backen. Ein durchschnittlicher deutscher Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr rund 4.500 Kilowattstunden Strom. Eine ganze Menge, die sich mit den richtigen Maßnahmen stark verringern lässt – was sich positiv auf das Klima und den eigenen Geldbeutel auswirkt.

Und auch beim Heizen lässt sich kräftig sparen: Haushalte in Deutschland verwenden etwa drei Viertel ihrer Energie für Raumwärme (Quelle: Umweltbundesamt). Da macht sich das richtige Lüften ebenso bemerkbar wie die Wärmedämmung des Hauses oder der Austausch der Heizungsanlage. Aber auch in den kleinen Dingen des Alltags können Sie mit wenig Aufwand häufig eine Menge Energie – und Geld – sparen. 

Richtig heizen, richtig lüften

  • Wenn Sie die Raumtemperatur um 1 Grad Celsius senken, können Sie Ihren Heizenergieverbrauch um rund 6 Prozent reduzieren. Die optimale Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 20 Grad Celsius, in der Küche bei 18 bis 20 Grad Celsius, im Bad bei 23 Grad Celsius und im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad Celsius.
  • Wenn Sie nicht zu Hause sind oder schlafen, können Sie die Temperatur im Haus auf 16 Grad Celsius senken und sparen dadurch noch mehr Energie. 
  • Wenn die kalte Jahreszeit angebrochen ist, stoßlüften Sie alle 2-3 Stunden, anstatt für längere Zeit die Fenster zu kippen. Und drehen Sie beim Lüften die Heizungen ab.
  • Verdecken Sie Heizkörper nicht mit Möbeln oder Gardinen.
  • Schließen Sie nachts Rollläden und Vorhänge. 

Energiesparen im Haushalt

Achten Sie beim Kauf von Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten auf die Effizienzklasse und kaufen Sie, wenn immer möglich, A+++. 
Wenn Sie die Kühlschranktemperatur auf höchstens 7 Grad Celsius anstatt 5 Grad Celsius einstellen, sparen Sie – ohne es zu merken – bis zu 15 Prozent Strom. 

Wer alle elektrischen Geräte im Haushalt, die er gerade nicht braucht, abschaltet und den Stecker zieht, anstatt sie im Stand-by-Modus zu belassen, kann bis zu 400 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. 
Waschen Sie Ihre Wäsche öfter mal bei 40 Grad Celsius und nur stark Verschmutztes bei 60 Grad Celsius. Und verzichten Sie auf Vorwäsche und Trockner. 

Schalten Sie den Geschirrspüler nur ein, wenn er wirklich voll ist. Verzichten Sie darauf, das Geschirr per Hand vorzuspülen. Und nutzen Sie das Sparprogramm – das schont Klima und Geldbeutel.

Sie backen und kochen gerne? Dann könnten diese Tipps für Sie interessant sein:

  • Ob Pasta oder Frühstücksei: Erhitzen Sie Wasser mit dem elektrischen Wasserkocher statt auf der Herdplatte – das ist energiesparender. Und schneller.
  • Schalten Sie auf Umluft: Gegenüber Ober- und Unterhitze sparen Sie etwa 20 Prozent Energie, da Sie mit einer geringeren Temperatur (rund 20 bis 30 Grad Celsius niedriger) backen können. 
  • Vorheizen ist oft nicht nötig. 

Effizient Auto fahren

Wenn Sie den „Eco-Driving“-Fahrstil übernehmen, können Sie den Kraftstoffverbrauch um 0,5 Liter pro 100 Kilometer senken. 

Lassen Sie es öfter mal langsam angehen: Schon wer seine Geschwindigkeit von 110 auf 90 Kilometer pro Stunde drosselt, stößt deutlich weniger CO₂ aus und spart Kosten für die nächste Tankfüllung. 

Achten Sie auf den richtigen Druck: Schon ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck lässt den Kraftstoffverbrauch um 5 Prozent steigen. 

Sie wollen noch mehr sparen?

Viele Tricks und Tipps finden Sie im „Energie-Sparbüchle“ des baden-württembergischen Umweltministeriums. Und auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, die Deutsche Energie-Agentur, der WWF und das Umweltbundesamt geben wertvolle Hinweise zum Energiesparen.

Ihr Beitrag zur Energiewende

Daumen hoch

Mit vielen kleinen Energiespar-Schritten sparen Sie nicht nur Geld für die schönen Dinge des Lebens – Sie senken auch die Treibhausgasemissionen und bewahren kostbare Ressourcen für nachfolgende Generationen. 

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