Sanieren mit Plan: So erfüllen Sie die Anforderungen des EWärmeG

Das seit 2008 geltende und 2015 novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes (EWärmeG) soll in Baden-Württemberg dazu beitragen, dass sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung der Gebäude erhöht. Aber keine Sorge: Sie haben als Eigentümer eines Wohn- oder Geschäftshauses jede Menge Möglichkeiten, die gesetzlichen Anforderungen umzusetzen.  

  • Gesetzliche Vorgaben sollen in Baden-Württemberg dazu führen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung zu erhöhen.
  • Ob Biomasse, Sonnenenergie oder Geothermie: Es gibt viele Möglichkeiten, ökologisch zu heizen.  
  • Alternativ können Sie verschiedene Ersatzmaßnahmen ergreifen. Auch durch die Erstellung eines Sanierungsfahrplans können Sie die Nutzungspflicht (anteilig) erfüllen.

So können Sie Biomasse, Solarenergie oder Erdwärme zum Heizen und für die Erwärmung Ihres Wassers nutzen. Stattdessen können Sie aber auch entsprechende Alternativen wählen, die den Energiebedarf Ihres Hauses senken, oder Energie effizienter nutzen. So können Sie z.B. Ihr Dach oder die Außenwände dämmen oder eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Darüber hinaus sind auch Kombinationen möglich. Auch bereits vor dem Heizungstausch durchgeführte Maßnahmen sind anrechenbar. 

Ihr Beitrag zur Energiewende

Daumen hoch

Ob Sie erneuerbare Energien zum Heizen nutzen, Ihr Haus dämmen oder eine Photovoltaikanlage installieren lassen: Mit jeder Maßnahme schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch das Klima.


Die Alternative: ein Sanierungsfahrplan

Sie wollen oder können Ihre Heizung noch nicht auf erneuerbare Energien umrüsten? Alternativ sieht das EWärmeG vor, dass Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden sich mit professioneller Hilfe einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Dieser legt ein Verbrauchsziel und optimale Lösungen fest, die individuell, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Für Eigentümer von Wohnhäusern senkt ein vorzeitiger, freiwilliger Sanierungsplan den Pflichtanteil aus erneuerbaren Energien von 15 auf 10 %. Für Nichtwohngebäude ist ebenfalls ein Sanierungsfahrplan möglich; dieser umfasst zusätzlich die Bereiche Lüftung, Kühlung und Beleuchtung. Die Vorgaben aus dem EWärmeG gelten damit als vollständig erfüllt. Einzelheiten zum Sanierungsfahrplan legt eine gesonderte Verordnung fest. 

Eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderte Energieberatung für Wohngebäude wird im Rahmen des EWärmeG ebenfalls anerkannt. 

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