Sonne bunkern – mit Solarspeichern für Zuhause

Sie sind ein starkes Team: die Solaranlage auf dem Dach und der Energiespeicher im Keller. Intelligent verknüpft, ermöglicht das Duo, möglichst viel des eigens gewonnenen Stroms auch selbst zu nutzen. 

  • Besitzerinnen und Besitzer einer Photovoltaikanlage sollten möglichst viel von ihrem Sonnen-strom auch selbst verbrauchen.
  • Wer einen Batteriespeicher nutzt, kann seinen Eigenverbrauch erhöhen – im günstigsten Fall sogar verdoppeln.
  • Welcher Heimspeicher der richtige ist, hängt unter anderem vom Strombedarf des Haushalts ab.

Sonne „ernten“, die erzeugte Energie effizient speichern und immer dann nutzen, wenn sie gerade benötigt wird? Das ermöglichen Stromspeicher für Zuhause. Durch die cleveren Solarakkus steht der Sonnenstrom auch dann zur Verfügung, wenn es längst dunkel geworden oder der Himmel bewölkt ist. Das rechnet sich doppelt: Sie sparen Energiekosten und schonen dabei das Klima. 

Was Speicher leisten ... 

Die Rechnung ist einfach: Wer mit der eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach Strom erzeugt, spart sich das Geld, das er sonst an Energieversorger zahlen müsste. Das Problem: Die Sonne scheint ausgerechnet immer dann am stärksten, wenn kaum jemand zuhause ist – um die Mittagszeit. Eine Möglichkeit ist es, den überschüssigen Grünstrom ins Netz einzuspeisen und abends wiederum Strom vom Energieerzeuger „zurückzukaufen“. Ein schlechter Tausch jedoch, denn für die Einspeisung ins Netz erhält man zurzeit weniger, als man für Ökostrom aus dem Netz bezahlen muss. Die logische Folgerung: Man nutzt am besten so viel Strom wie möglich selbst.  

Und hier kommt der Stromspeicher ins Spiel: Dieser lagert tagsüber die Energie von den Solar-zellen ein und speichert sie für die Nacht oder sogar für die kommenden Wochen. Und weil sich das lohnt, setzen immer mehr Neu-Solaranlagenbesitzerinnen und -besitzer auf die schlaue Technologie. Derzeit wird etwa jede zweite neue kleinere Photovoltaikanlage mit einem Spei-cher verknüpft. Im Jahr 2020 waren in Deutschland bereits rund 272.000 Solarstromspeicher installiert. Die Tendenz ist stark steigend.

... und was sie kosten

Und die Kostenfrage? Ein hochwertiger Heimakku kostet heute etwa 800 bis 1.100 Euro pro Kilowattstunde. Ein Akku mit zehn Kilowattstunden Speicherkapazität kostet folglich etwa 8.000 Euro. Doch die Anschaffung rechnet sich: Mit einem Heimspeicher lässt sich der Anteil des selbstgenutzten Stroms auf 50 bis 60 Prozent erhöhen – wenn ein Elektroauto dazukommt, sogar noch mehr. Ohne Speicher sind es selten mehr als 30 Prozent.

Auto, welches in der Auffahrt vor einem Haus unter dem Carport an der eigenen E-Ladestation aufgeladen wird
Copyright: Energiedienst AG

Im Kommen: Cloud-Lösungen

Der stationäre Speicher im eigenen Keller ist nicht die einzige Lösung, die grünen Strom lang-fristig verfügbar macht. Einige Stromanbieter führen heute sogenannte Cloud-Lösungen in ih-rem Programm. Das Prinzip: Die über eine Photovoltaikanlage gewonnene Energie wird direkt in ein virtuelles Stromkonto eingespeist. Nutzer können den auf diese Weise gespeicherten Strom jederzeit sowohl zuhause als auch an anderen Orten flexibel einsetzen – beispielsweise zum Laden des Elektroautos. 

Die ideale Ergänzung: das Elekroauto

Wo kann ich tanken? Die Suche nach der nächsten freien Ladesäule ist ein typisches Problem vieler Elektroautofahrerinnen und -fahrer. Hinzu kommt, dass das Laden noch vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nimmt und an öffentlichen Ladesäulen im Durchschnitt 30 Cen pro Kilo-wattstunde kostet. Umso praktischer, wenn man sein Auto jeden Abend zuhause „volltanken“ kann. Die Ladestation in der eigenen Garage ist zudem die ideale Ergänzung für alle, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Denn wer ein Elektroauto zuhause tankt, kann seinen selbst genutzten Anteil des Sonnenstroms noch weiter steigern. Intelligent verknüpft, ermöglicht das Trio aus Solaranlage, Stromspeicher und Elektroauto es also, noch mehr Kosten zu sparen und mit 100 Prozent erneuerbaren Energien unterwegs zu sein.

Welcher Stromspeicher passt zu mir?

Damit sich ein Batteriespeicher fürs eigene Zuhause rechnet, ist einiges zu beachten. Die Größe der Batterie muss beispielsweise zur installierten Photovoltaikanlage sowie zum Strombedarf des Haushalts passen. Gut zu wissen: Man kann den Stromspeicher im Haus kleiner wählen, wenn elektrische Fahrzeuge zum Haushalt gehören, etwa Rasenmäher, Rasentraktoren, Pede-lecs, Elektoroller oder Elektroautos. Sie alle stellen nämlich Speicherkapazität bereit, erhöhen also den Nutzungsgrad des Sonnenstroms vom eigenen Dach. Um den richtigen Solarstrom-speicher für Ihr Zuhause zu finden, holen Sie sich am besten Rat bei einer Expertin oder einem Experten – beispielsweise im Rahmen einer Energieberatung.

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Strom selbst erzeugen, effizient speichern – und dann nutzen, wenn es dunkel oder bewölkt ist: Energiespeicher ermöglichen es, die Vorteile einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach voll auszuschöpfen und dabei das Klima zusätzlich zu schonen.

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