Förderangebote, die Kommunen bei Klimaschutz, Gebäudesanierung und Energiewende unterstützen

Kommunen erfüllen wichtige Aufgaben für die Energiewende und den Klimaschutz in Deutschland. Die Anforderungen sind jedoch vielschichtig und komplex. Unterstützung gibt es vom Land Baden-Württemberg und auch vom Bund. Einen Überblick zu Förderangeboten und Anlaufstellen in Bezug auf Klimaschutz und Energiewende in Kommunen erhalten Sie hier.

Am Fluß liegende Häuser der Stadt Tübingen
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Über die KEA-BW Förderdatenbank zur passenden Förderung

An die 120 Förderprogramme zählt die Förderdatenbank der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW). Mithilfe einer gezielten Suchfunktion und zahlreichen Filtermöglichkeiten können Kommunen das passgenaue Förderangebot finden. 

https://www.kea-bw.de/foerderdatenbank

Förderangebote für Kommunen in Baden-Württemberg

Die Energiewende und die Wärmewende sind unzertrennbar miteinander verbunden. Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland – rund 50 Prozent der Endenergie – entfällt auf das Heizen und den Warmwasserverbrauch. Indem der Wärmebedarf verringert und für den verbleibenden Restwärmebedarf erneuerbare Energie genutzt wird, kann ein Großteil der CO₂-Emissionen eingespart werden. Daher fördert die Landesregierung den Umbau des Wärmemarkts. Bis zum Jahr 2040 soll die Wärmeversorgung in Baden-Württemberg nahezu klimaneutral sein. Um die Wärmeversorgung in den Kommunen erneuerbar und dezentral zu gestalten, müssen alte Technologien wie Erdgas- und Heizölkessel durch Fernwärme, moderne Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie, Abwärme sowie Biomasseanlagen ersetzt werden.

Städte und Gemeinden üben im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz eine Vorbildfunktion für ihre Einwohnerinnen und Einwohner aus. Sie können die Rahmenbedingungen für das Mindern von CO2-Emissionen durch ihr kommunales Selbstverwaltungsrecht maßgeblich mitgestalten. Zur Unterstützung wurde das Förderprogramm Klimaschutz-Plus aufgelegt. 

Name des Förderprogramms: Klimaschutz-Plus

Bewilligungsstelle: L-Bank Baden-Württemberg

Antragsberechtigt sind: Kommunen (Städte, Gemeinden, Stadt- und Landkreise) sowie kommunale Unternehmen

Ziel des Programms: 

  • Nachhaltige Minderung von CO2-Emissionen durch gezielte Maßnahmen
  • Stärkung des Einsatzes erneuerbarer Energien 
  • Anreize schaffen für klimafreundliche Maßnahmen und Projekte unter anderem in Schulen, Kitas und kommunalen Verwaltungen   

Art der Förderung: Projektförderung

Kurzinformation zur Förderung

I.    CO₂-Minderungsprogramm:
Dieses zielt auf die nachhaltige Minderung von CO₂-Emissionen durch den Energieverbrauch und fördert Maßnahmen, wie beispielsweise die energetische Sanierung durch die Erneuerung von Heizungsanlagen, die Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes oder durch den Einsatz erneuerbarer Energien.  

II.    Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm: 
Das Programm fördert die Qualifizierung und Beratung für beispielsweise das Einführen nachhaltiger Prozesse zur Umsetzung von CO₂-Minderungsmaßnahmen, die Bilanzierung von CO₂-Emissionen, die Beratung zu Blockheizkraftwerken oder Contracting, Projekte an Schulen und Kindertageseinrichtungen oder Maßnahmen für die klimaneutrale Kommunalverwaltung.

III.    Nachhaltige, energieeffiziente Sanierung
Mit der ergänzenden Förderung bei der Sanierung von Schulgebäuden, wenn bestimmte Energieeffizienzstandards erreicht werden.   

Im aktuellen Förderprogramm können bis 30. November 2022 Anträge gestellt werden. Das Umweltministerium wird eine frühere Ausschöpfung der Mittel bekanntgeben.  

Klimaschutz-Plus

Kommunen sind hinsichtlich ihrer Wärmeversorgung unterschiedlich aufgestellt. Um den Bedarf auf die örtlichen Gegebenheiten abzustimmen, werden kommunale Wärmepläne erstellt. Mit diesem Planungsinstrument sollen Kommunen den aktuellen Stand ihrer Versorgung wie auch ihre Potenziale für eine klimaneutrale Wärmeversorgung ermitteln. Daraus wird eine Strategie entwickelt, mit der die Wärmeversorgung in der Kommune bis zum Jahr 2040 klimaneutral gestaltet werden kann. Im Wissensportal kommunale Wärmeplanung sind ausführliche Informationen abrufbar. 

Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das eine kommunale Wärmeplanung verpflichtend für große Kreisstädte und Stadtkreise eingeführt hat. Sie sind auf Grundlage einer Novelle des Klimaschutzgesetzes verpflichtet worden, bis Ende 2023 eigene Wärmepläne zu erstellen. Kleine Kommunen können sie hingegen freiwillig erstellen und erhalten vom Land finanzielle Unterstützung.

Name des Förderprogramms: Förderprogramm für die freiwillige kommunale Wärmeplanung
Träger: Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Antragsberechtigt sind: Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Baden-Württemberg, die nicht nach dem Klimaschutzgesetz zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans verpflichtet sind. Kleinere Gemeinden können gemeinsam mit mindestens zwei weiteren Gemeinden einen Antrag stellen. An diesen können sich auch Gemeinden, die zu einer Erstellung verpflichtet sind, beteiligen. In diesem Fall kommen eigene Regeln zur Berechnung der Förderhöhe zum Tragen. 

Ziel des Programms: 

  • Gemeinden und Landkreise ermutigen, eigene kommunale Wärmepläne freiwillig zu erarbeiten
  • Entwicklung einer Gesamtstrategie zur klimaneutralen Wärmeversorgung
  • Beitrag zum Klimaschutz leisten 

Art der Förderung: Zweckgebundener, nicht rückzahlbarer Zuschuss

Kurzinformation zur Förderung: 

  • Gefördert wird die Beauftragung eines externen Dienstleisters zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans nach den Anforderungen des §7c Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg unter Einbeziehen des gesamten Gemeindegebiets 
  • Ausgaben durch fachkundige Dritte zum Beispiel für Konzeption und Erstellung des Wärmeplans sowie Präsentation der Ergebnisse
  • 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (der Förderhöchstbetrag richtet sich nach der Einwohnerzahl der nicht verpflichteten Kommunen)  

Das Förderprogramm ist am 1. Oktober 2021 gestartet. Anträge können bis zum 31.12.2025 fortlaufend gestellt werden.  

PTKA – Kommunale Wärmeplanung
 

Um die Energiewende im Wärmemarkt voranzubringen, wurde das Förderprogramm energieeffiziente Wärmenetze vom Umweltministerium gestartet.    

Name des Förderprogramms: Energieeffiziente Wärmenetze
Träger: Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Antragsberechtigt sind: Der Förderbaustein richtet sich sowohl an Unternehmen wie auch natürliche Personen, rechtsfähige Personengesellschaften und juristische Personen des privaten Rechts. Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Gemeinde- und Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Eigengesellschaften kommunaler Gebietskörperschaften können ebenfalls Anträge stellen. 

Art der Förderung: kumulierbare Zuschüsse

Ziel des Programms: 

  • Bau und Erweiterung energieeffizienter Wärmenetze
  • Motivation von Akteuren vor Ort zur Umsetzung von Wärmenetzen
  • Effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme
  • Beitrag zum Klimaschutz und klimaneutralen Wärmeversorgung  

Kurzinformation zur Förderung: Gefördert werden Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze unter Nutzung von erneuerbaren Energien, industrieller Abwärme und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Bei Erfüllung spezieller Anforderungen können neben der Basisförderung zusätzliche Boni gewährt werden.
Die Förderung erfolgt in Form eines mit den Bundesprogrammen kumulierbaren Zuschusses von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal bis zu 200.000 Euro. Über zusätzliche Boni (vier Boni zu je 50 000 EUR: Abwärmenutzung, Solarthermie, große Wärmespeicher, Absenkung der Rücklauftemperaturen) kann der Höchstbetrag von 200.000 Euro auf maximal bis zu 400.000 Euro der förderfähigen Kosten pro Investitionsvorhaben erhöht werden.
Das Förderprogramm wurde bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Der letzte Stichtag für die Einreichung der Anträge ist am 20. Juli 2022. 

Energieeffiziente Wärmenetze
 

Beratungs- und Informationsangebote für Kommunen in Baden-Württemberg

Das Beratungs- und Informationsangebot für Kommunen in Baden-Württemberg ist breit angelegt. Verschiedene Anlaufstellen beraten und unterstützen Kommunen bei der Planung und Umsetzung. Einige von ihnen stellen wir hier vor.

Im Programm Klimaschutz-Plus wird die Beratung verschiedener Klimaschutzmaßnahmen und Effizienzaktivitäten bezuschusst. Die Beratung ist eine Säule des Programms. Das Land Baden-Württemberg fördert hier eine begrenzte Anzahl an Beratungstagen im Jahr zu jeweils 75 Prozent des Tagessatzes, jedoch maximal 600 Euro. Themenfelder der Beratung sind beispielsweise Contracting (ProEco), Begleitberatungen zu Kraft-Wärme-Kopplung, das strukturelle Coaching zur Qualitätssicherung beim Energiemanagement, Erstberatung sowie Projektanbahnung zur Abwärmenutzung oder detaillierte Energieberatungen für Gesundheitseinrichtungen.

Klimaschutz funktioniert auf kommunaler Ebene unterschiedlich. Daher braucht es ein systematisches Vorgehen, bei dem zunächst individuelle Potenziale vor Ort ermittelt und darauf aufbauend Maßnahmenpläne erstellt werden. Die Handlungsfelder im Programm „Kommunaler Klimaschutz“ reichen hier von der Stadtplanung über die Gebäudesanierung bis hin zum Ausbau erneuerbarer Energien und Mobilität. 

Zentraler Ansprechpartner für Kommunen und kommunale Einrichtungen ist das Kompetenzzentrum kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz hält diverse kostenfreie Angebote bereit. Kommunen können zudem eine Förderberatung abrufen. 

Zu den Themenfeldern, die das Kompetenzzentrum kommunaler Klimaschutz abdeckt, gehören: 

  • Initialberatungen
  • Quick-Check: Wo steht die Kommune beim Klimaschutz?
  • CO2-Bilanzierung mit BICO2BW 
  • Klimaschutz-Infos für Gemeinderäte

Ebenso unterstützt das Kompetenzzentrum die Netzwerkarbeit von Kommunen und stellt Kontakte zu kommunalen und externen Akteuren her. Wichtige Partner sind die regionalen Energieagenturen, Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager sowie Sanierungsmanagerinnen und Sanierungsmanager. 

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg unterstützt Kommunen aktiv beim Klimaschutz. Durch kommunales Energiemanagement (kEM) können Kommunen eigene Energieverbräuche aufschlüsseln und Einsparpotenziale entdecken. Das Kompetenzzentrum Energiemanagement steht mit kompetentem Rat und professioneller Begleitung Kommunen beiseite. Es hilft Kommunen bei ihren Vorhaben. Die Leistungen des Zentrums sind kostenfrei. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Mit Hilfe des Contracting lassen sich Gebäudemodernisierungen anstoßen und so die Sanierungsrate im Gebäudebestand erhöhen. Unter Contracting ist eine Gesamtenergiedienstleistung zu verstehen, die alle Schritte einer Gebäudesanierung umfasst. Das Contracting ermöglicht Kommunen alle Energieformen und -prozesse aufzuschlüsseln. Der Contractor übernimmt als fachkundiger Dienstleister alle Aufgaben des Sanierungsvorhabens. Das Kompetenzzentrum Contracting der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg steht als Ansprechpartner in allen Fragen des Contractings bereit.  

Das Kompetenzzentrum Wärmewende unterstützt und berät Kommunen bei der Transformation der Wärmeversorgung. Es informiert zu Fragen rund um die kommunale Wärmeplanung, insbesondere zu Wärmenetzen, dezentralen Erzeugungsanlagen und Abwärmenutzung. Informationen finden Sie hier.

Die KommunalPlattform der EnBW-Tochter Netze BW bündelt transparent alle Daten zur Energiewende und bietet Kommunen einen Einblick in ihre Energieversorgungslage. Sie erfahren den aktuellen Stand ihrer Energiedaten, wie die Netzauslastung ist, welche Störungen vorliegen und welche Baumaßnahmen anstehen. Ebenso können sich Kommunen Prognosen für eine dezentrale Energiewende erstellen lassen. Vorrangig genutzt wird die KommunalPlattform von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Bauamtsleiterinnen und Bauamtsleitern sowie Kämmererinnen und Kämmerern. 

Klimaschutz funktioniert nur gemeinsam, daher fördert die Allianz für Beteiligung den „Dialog zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“ zwischen Kommunen und zivilgesellschaftlichen Gruppen in Baden-Württemberg. An den Veranstaltungen nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik teil. Die Allianz stellt für diese Klimagesprächstreffen finanzielle Mittel für die Organisation, Raummiete, Catering oder Lizenzen für Konferenztools bereit. Aus dem Dialog entstandene Projekte werden ebenfalls gefördert. Die Dialogergebnisse werden in digitalen und analogen Begleitveranstaltungen an die Landespolitik weitervermittelt. Bis zum 31. Oktober 2022 müssen die Dialoge und Klimaprojekte abgeschlossen sein. 

Aus zwölf regionalen Beratungs- und Netzwerkinitiativen besteht das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg. In jedem Netzwerk arbeiten Umwelt-, Energie- und Klimaschutzagenturen, Hochschulen, Wirtschaftsförderungen, Vereine, Verbände, Stadtwerke, Energieversorger und andere zusammen. Neben Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen informieren und beraten sie Kommunen zu Fragen rund um die Photovoltaik allgemein und die Photovoltaikpflicht im Besonderen. Die Netzwerkarbeit wird von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH sowie vom Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. koordiniert. Weitere Informationen finden Sie hier

Förderprogramme für Kommunen auf Bundesebene

Der Bund unterstützt ebenfalls mit mehreren zentralen Förderangeboten den Klimaschutz und die Energiewende in Kommunen. Wir stellen Ihnen einige davon vor.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) schafft Investitionsanreize für einen klimaneutralen Gebäudebestand. Die Maßnahmen haben die Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien zum Ziel. 
Die Bundesförderung ist in drei Teilbereiche gegliedert: eine Förderung von Einzelmaßnahmen (BEG EM), eine Förderung von Nichtwohngebäuden (BEG NWG) und eine Förderung von Wohngebäuden (BEG WG). Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Träger des Programms sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). 

Mit der Kommunalrichtlinie fördert die Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) den kommunalen Klimaschutz.

Name des Förderprogramms: Kommunalrichtlinie

Träger: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Antragsberechtigt sind:

Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse, Betriebe mit mindestens 25 Prozent kommunaler Beteiligung sowie öffentliche, gemeinnützige oder religionsgemeinschaftliche Einrichtungen, Stiftungen oder Vereine mit Gemeinnützigkeitsstatus 

Ziel des Programms:

  • Senken der Treibhausgasemissionen in Kommunen
  • Steigern der Lebensqualität vor Ort
  • Entlasten kommunaler Haushalte durch Senken der Energiekosten
  • Ankurbeln der regionalen Wertschöpfung durch klimafreundliche Investitionen

Art der Förderung: Zuschüsse

Kurzinformation zur Förderung:

Gefördert werden strategische Klimaschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Beratungsleistungen im Bereich Klimaschutz, die Einführung oder Erweiterung des Energie- oder Umweltmanagements und seit 2022 auch Personalkosten, der Aufbau und Betrieb kommunaler Netzwerke, Machbarkeitsstudien oder die Erstellung von Klimaschutzkonzepten.

Gefördert werden auch investive Klimaschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Sanierung von Außen- und Straßenbeleuchtung, Innen- und Hallenbeleuchtung, raumlufttechnische Anlagen, klimafreundliche Mobilität oder energie- und ressourceneffiziente Rechenzentren.

Erhöhte Förderquoten erhalten von der Kommunalaufsicht anerkannte finanzschwache Kommunen sowie Kommunen aus Braunkohlerevieren.

Förderanträge können bis zum 31. Dezember 2027 fortlaufend gestellt werden.

NKI - Kommunalrichtlinie
 

Kommunen können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Zuschüsse für die Erstellung energetischer Konzepte und für die Leistung von Sanierungsmanagerinnen und -managern beantragen.

Name des Förderprogramms: Energetische Stadtsanierung – Zuschuss

Träger: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Antragsberechtigt sind:

Städte, Gemeinden, Landkreise und deren rechtlich unselbständigen Eigenbetriebe. Die Zuschüsse können an Privatunternehmen sowie gemeinnützige Organisationen weitergegeben werden, so auch an Stadtwerke, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften sowie Quartiere in Kommunen.  

Ziel des Programms:

  • Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen
  • Klimaanpassungen und Klimaschutz in Kommunen

Art der Förderung: Zuschüsse

Kurzinformation zur Förderung: Bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten für die Erstellung integrierter Konzepte sowie für das Sanierungsmanagement

Förderfähig sind Personal- und Sachkosten

KfW – Energetische Stadtsanierung

Mit der Bundesförderung für Energieberatung werden Energieberatungen zur Erstellung energetischer Neubau- und Sanierungskonzepte, Energieaudits sowie Contracting-Orientierungsberatungen gefördert.

Name des Förderprogramms: Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme

Träger: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Antragsberechtigt sind:

Gemeinden, Städte und Kreise, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen, Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus und deren Einrichtungen und Stiftungen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Nicht-KMU mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von höchstens 500.000 Kilowattstunden.

Ziel des Programms:

  • Steigern der Energieeffizienz in Gemeinden, Landkreisen, Städten, Unternehmen und sonstigen Einrichtungen in Deutschland
  • Energieeinsparung
  • Beitrag zum Klimaschutz leisten 

Art der Förderung: Zuschüsse

Kurzinformation zur Förderung:

Modul 1: Energieaudit DIN EN 16247

Die Höhe der Förderung ergibt sich in Abhängigkeit von den jährlichen Energiekosten. Bei mehr als 10.000 Euro beträgt die Förderung 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, jedoch nicht mehr als 6.000 Euro. Bei weniger als 10.000 Euro beträgt die Fördersumme ebenfalls 80 Prozent, jedoch maximal 1.200 Euro des förderfähigen Beratungshonorars.

Modul 2: Energieberatung DIN V 18599

Die Förderung beträgt 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars. Jedoch nicht mehr als 8.000 Euro in Abhängigkeit von der Nettogrundfläche des betreffenden Gebäudes. Bei einer Nettogrundfläche weniger als 200 Quadratmeter höchstens 1.700 Euro, zwischen 200 und 500 Quadratmeter höchstens 5.000 Euro und bei mehr als 500 Quadratmeter maximal 8.000 Euro.

Modul 3: Contracting-Orientierungsberatung

Gefördert wird eine Orientierungsberatung zu einem Contracting-Modell mit vertraglicher Einspargarantie. Die Höhe der Förderung ergibt sich aus den jährlichen Energiekosten. Bei höchstens 300.000 Euro (netto) beträgt sie 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, jedoch maximal 7.000 Euro. Liegen die Energiekosten über 300.000 Euro beträgt die Förderhöchstsumme 10.000 Euro.

BAFA – Bundesförderung für Energieberatung

Kurzum

Nicht nur Privatpersonen und Unternehmen erhalten beim Klimaschutz und der Energiewende vom Land Baden-Württemberg und dem Bund Unterstützung. Auch für Kommunen stehen eine Vielzahl an Förderangeboten bereit. Weitere Anregungen zu Klimaschutzprojekten enthält der Förderkompass der Nationalen Klimaschutz Initiative. 

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