Investieren mit Rückenwind: attraktive Förderprogramme für Kommunen

Kommunen haben zahlreiche Möglichkeiten, für Maßnahmen zur Energieeinsparung und Klimaschutzprojekte finanzielle Unterstützung zu erhalten. Erfahren Sie hier, welche Förderprogramme der Landesregierung Kommunen nutzen können, um die Energiewende umzusetzen.

Solarpanel an einer Straßenlaterne
Die Installation von Solaranlagen kann gesetzlich gefördert werden. // Copyright: Shutterstock/Andras Csontos

Förderprogramm KlimaschutzPlus 

Mit dieser Förderung möchte das Umweltministerium den CO2-Ausstoß in Kommunen (und Unternehmen) senken. Das Programm besteht aus drei Säulen: einem CO2-Minderungsprogramm, einem Programm für nachhaltige, energieeffiziente Sanierung von Schulen und einem Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm. Investitionen werden mit 50 € pro eingesparter Tonne CO2 bezuschusst. Der Höchstsatz der Förderung beträgt 30 % bzw. 200.000 € (Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg). 

Im Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm werden elf Maßnahmen gefördert, u. a. die Teilnahme am European Energy Award, oder auch die Beteiligung beim Leitstern Energieeffizienz, einem landesweiten Wettbewerb für Stadt- und Landkreise. Zudem werden Schulprojekte, Informationsveranstaltungen oder Qualifizierungsmaßnahmen bezuschusst. Nicht zuletzt unterstützt das Umweltministerium in vielfältiger Weise verschiedene Beratungsleistungen, z. B. zur Einführung von Energiemanagement oder der Nutzung von Blockheizkraftwerken. 

Nachhaltiger Tourismus

Das Land unterstützt bauliche Investitionen, die die Nachhaltigkeit der kommunalen Tourismusinfrastruktur verbessern. Erstattet werden bis zu 50 % der förderfähigen Kosten (Quelle: Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg). Gefördert werden z. B. die energetische Sanierung von Gebäudehüllen und Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie. 

Förderprogramme „ECOfit“ und „Umweltmanagement im Konvoi“

ECOfit gilt als Vorstufe zu einem Umweltmanagementsystem. Mit der Teilnahme an einem ECOfit-Projekt sollen Verbräuche von Energie, Wasser und Betriebsmitteln sowie das Abfall- und Abwasseraufkommen und entsprechende Kosten reduziert werden. Umweltmanagement im Konvoi ist eine Weiterentwicklung des früheren Förderprogramms EMAS im Konvoi. Das Umweltministerium unterstützt mit diesem Programm Organisationen bei der Einführung von Umweltmanagementsystemen nach der EG-Öko-Audit-Verordnung (EMAS) oder nach der international eingeführten DIN EN ISO 14.001. 

Bei beiden Förderprogrammen werden die Teilnehmer unter Anleitung eines Umweltberaters in kleinen Gruppen bis zur Einführung eines qualifizierten Umweltmanagementsystems bzw. der Vorstufe ECOfit begleitet. Lernen von und mit anderen, praxiserprobte Hilfestellung und gegenseitiges „unter die Arme greifen“ sind die Markenzeichen dieser Konvoi-Programme. Kommunen können als Teilnehmer, aber auch als Projektträger auftreten. 

Investitionskredit „Kommune direkt“

Die L-Bank vergibt in Kooperation mit der KfW-Bankengruppe zinsgünstige Darlehen für Investitionen in die kommunale Infrastruktur, die benötigt werden, um kommunale Aufgaben zu erfüllen. Diese Förderung kann u. a. für Maßnahmen der Energieeinsparung genutzt werden. 

Die Kommunalrichtlinie des Bundes

Kommunen erhalten vom Bund im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) umfangreiche Förderungen, die in der Kommunalrichtlinie zusammengefasst sind. Diese wurde aktuell novelliert. Seit 1.1.2019 ist eine Antragstellung beim Projektträger Jülich möglich – eine lohnende Angelegenheit für Kommunen: Es werden u. a. anteilig Personalstellen für Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager gefördert, aber auch die Umsetzung von Maßnahmen aus Klimaschutzkonzepten. Als Anlaufstelle steht das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) zur Verfügung.

Weitere Landes- und Bundesförderprogramme

Eine Übersicht für Kommunen finden Sie auf den Seiten des Umweltministeriums.

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