So machen Hausbesitzer ihr Haus fit für die Energiewende

Um durch bauliche Maßnahmen auf lange Sicht Energie zu sparen, sind zunächst Investitionen nötig. Die gute Nachricht: Das Land und der Bund helfen Ihnen, die finanziellen Mittel für Sanierungen und Energiesparmaßnahmen aufzubringen.

Zwei Männer bringen auf einem Wohnhaus Solarpanels an
Mit Solarpanel auf dem Dach können Bürger zur Energiewende beitragen. // Copyright: Shutterstock/only_kim

Die Energiesparmöglichkeiten in Gebäuden sind enorm, unterscheiden sich aber von Haus zu Haus. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld individuell beraten zu lassen. Wir stellen hier die wichtigsten Beratungs- und Förderprogramme vor: 

Die Beratung des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) richtet sich an Eigentümer von bestehenden Wohngebäuden und Wohnungen. Qualifizierte Energieberater kommen zu Ihnen nach Hause und erstellen ein maßgeschneidertes energetisches Sanierungskonzept, den sogenannten Energieberatungsbericht. Konkret gefördert werden Energieberatungen, die in einem energetischen Sanierungskonzept die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) aufzeigen, wie das Wohngebäude umfassend in aufeinander abgestimmten Maßnahmen energetisch saniert werden kann. Die Kosten für die Energiesparberatung müssen die Haus- und Wohnungseigentümer nicht allein tragen. Die Bundesregierung unterstützt die Beratung durch einen Zuschuss. Er beträgt bis zu 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max. 800 € für ein Ein- und Zweifamilienhaus und max. 1.100 € für Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten. Für Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 €, wenn der Energieberatungsbericht in Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen erläutert wird. Die Zuschüsse werden vom Energieberater beantragt. Gerade der individuelle Sanierungsfahrplan empfiehlt sich, weil er aufgrund der standardisierten Prozesse die Prüfungsdauer im BAFA verkürzen kann und Zuschüsse somit schneller ausgezahlt werden können (Quelle: co2online).

Wohnen mit Zukunft: erneuerbare Energien

Sie möchten mit erneuerbaren Energien heizen? Für selbstgenutzte Wohngebäude können Sie von der L-Bank ein zinsverbilligtes Darlehen erhalten, wenn Sie z. B. solarthermische Anlagen, Biomasseanlagen oder Erdwärmesonden installieren wollen. Anträge für die Förderung stellen Sie bei Ihrer örtlichen Bank oder Sparkasse. 

Energieeffizient Sanieren

Zinsverbilligte Darlehen gibt es auch für Eigentümer, die ältere Häuser und Wohnungen sanieren wollen. Die KfW bietet günstige Konditionen, aber auch Investitionszuschüsse in ihrem Programm „Energieeffizient Sanieren“, wenn das sanierte Gebäude mindestens den Standard KfW-Effizienzhaus erfüllt. 

Energieeffizienzfinanzierung: Bauen

Das Programm fördert Privatpersonen, die ein Energiesparhaus mit max. drei Wohneinheiten bauen oder direkt nach der Fertigstellung kaufen und mind. eine der Wohneinheiten dauerhaft selbst bewohnen. Die Förderung erfolgt durch ein zinsgünstiges langfristiges Darlehen der KfW und ist kombiniert mit einem Tilgungszuschuss. Die Höhe der Förderung ist abhängig davon, wie energieeffizient der Neubau ist. 

Mietwohnungsfinanzierung L-Bank Neubau in Zusammenarbeit mit der KfW

Die L-Bank bietet in einer Kooperation mit der KfW ein Darlehen für den Neubau von Mietwohnungen an. Gefördert werden Mietwohngebäude, die überwiegend an junge Ehepaare, Familien mit Kindern oder Senioren vermietet werden und mind. die Anforderungen des KfW-Effizienzhauses oder eines Passivhauses erfüllen. 

Förderprogramm Wohnungsbau

Dieses Programm der L-Bank richtet sich u. a. an Familien mit minderjährigen Kindern, die eine ältere Immobilie erwerben und energetisch sanieren wollen. Das Land verbilligt die KfW-Darlehen zusätzlich. 

Landes- und Bundesförderprogramme 

Weitere Informationen über finanzielle Unterstützung zur Steigerung der Energieeffizienz finden Sie auf den Seiten des Umweltministeriums.

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