27.08.2020

622.000 Euro Landes­zuschuss für Pilotvorhaben zur Kommunalen Wärme­planung im Landkreis Lörrach

Umweltminister Franz Untersteller: „Das interkommunale Projekt setzt wichtige Impulse für besseren Klimaschutz.“

Das Land beteiligt sich mit rund 622.000 Euro an der „Unternehmensunabhängigen interkommunalen Wärmeplanung für den Landkreis Lörrach“. Das Pilotvorhaben geht auf die Initiative der dortigen Landrätin, Marion Dammann, zurück. Mit dem Verbundprojekt soll für den gesamten Landkreis eine Wärmeplanung erstellt werden. Der Landkreis und die beteiligten Kommunen möchten so eine gemeinsame Grundlage für einen mit den ambitionierten Klimaschutzzielen kompatiblen Umbau der Wärmeversorgung schaffen. 

Umweltminister Franz Untersteller begrüßt das Pilotvorhaben als wichtigen Impulsgeber für nachhaltigen Klimaschutz im ganzen Land: „Um unsere energiepolitischen Ziele erreichen zu können, brauchen wir eine weitgehend klimaneutrale Wärmeversorgung auf der kommunalen Ebene“, sagte er heute (27.08.) in Stuttgart. „Der Landkreis Lörrach geht hier mit gutem Beispiel voran. Er übernimmt Verantwortung für ein besseres Klima und ermöglicht mit dem interkommunalen Projekt auch kleineren Gemeinden eine zukunftsweisende Wärmeversorgung.“ 

Kommunale Wärmeplanung für nachhaltigen Klimaschutz 

Das Pilotvorhaben des Landkreises Lörrach mache deutlich, dass das Instrument der kommunalen Wärmeplanung auf kommunaler Ebene als wichtig und zielführend erachtet werde, so der Minister weiter. „Das bestätigt mich in meiner Entscheidung, die größeren Städte im Land im neuen Klimaschutzgesetz dazu zu verpflichten, in den nächsten Jahren eine Wärmeplanung für ihr gesamtes Gemeindegebiet aufzustellen.“ 

Landrätin Marion Dammann: „Für die umfangreiche Förderzusage des Landes sind wir sehr dankbar. Damit wird die engagierte Klimaschutzarbeit sowohl des Landkreises als auch seiner Städte und Gemeinden anerkannt, auf die wir mit dem Projekt aufbauen wollen.“

Landeskreisweite Wärmeplanung – Vorteile und Synergien

In dem Verbundprojekt soll untersucht werden, welche Vorteile und Synergien eine landkreisweite Wärmeplanung sowohl in der Planungs- und Konzeptphase als auch für die spätere Umsetzung mit sich bringt. Für das Umweltministerium stehen im Vordergrund insbesondere Erkenntnisse

  • zu der Frage, wie die großen Potenziale im ländlichen Raum genutzt werden können, um die hohen Wärmebedarfe in den Städten zu decken,
  • zur Wärmeplanung für bestimmte Siedlungsstrukturen,
  • zur optimalen organisatorischen Abwicklung auf verschiedenen Verwaltungsebenen,
  • zu den Potenzialen der jeweiligen erneuerbaren Energien zur Wärmenutzung.

Die im Vorhaben des Landkreises Lörrach gewonnenen Erfahrungen sollen beispielsweise einfließen in einen „Leitfaden Kommunale Wärmeplanung“ und ein Förderprogramm des Landes für diejenigen Kommunen, die nicht durch das neue Klimaschutzgesetz zu einer Wärmeplanung verpflichtet sein werden.

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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