22.11.2019

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Land deutlich angestiegen

Umweltministerium veröffentlicht Bericht „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018“

Welchen Beitrag leisten die Erneuerbaren zur Energiebereitstellung im Land? Wie haben sich deren Anteile an der Bereitstellung von Strom und Wärme entwickelt? Wo stehen wir hierzulande beim Ausbau der Windenergie und der Photovoltaik? Antworten auf diese Fragen gibt das Umweltministerium in seinem heute (22.11.) veröffentlichten Bericht „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018“. Kurze erläuternde Texte sowie zahlreiche Grafiken und Tabellen geben interessierten Leserinnen und Lesern einen guten Überblick über die Entwicklung der Erneuerbaren.

Der im Auftrag des Ministeriums vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg erstellte Bericht informiert außerdem darüber, wie sich die Nutzung der erneuerbaren Energien auf Wirtschaft und Umwelt auswirkt und wie sich die einzelnen Anlagen in den Landkreisen Baden-Württembergs und in den Bundesländern verteilen.

Stromerzeugung

Im vergangenen Jahr lag die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg mit 62,3 Terawattstunden (TWh) 3,1 Prozent über dem Wert von 2017. Das ist einerseits auf das höhere Erzeugungsniveau der Kernkraftwerke zurückzuführen. Insbesondere der Block Philippsburg 2 erzeugte 2018 nach den langen Stillstandszeiten im Vorjahr wieder deutlich mehr Strom. Auch die erneuerbaren Energien lieferten 2018 mit 17,2 TWh 5,7 Prozent mehr Strom als im Jahr zuvor und erhöhten ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung abermals auf einen neuen Höchstwert von nun 27,7 Prozent.

Zu dem guten Ergebnis im Jahr 2018 trugen vor allem der Ausbau der Photovoltaik (+0,5 TWh) und der Windenergie (+0,3 TWh) bei. Trotz des trockenen und warmen Sommers stieg auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft gegenüber dem Vorjahr um 0,15 TWh. Die Photovoltaik stellte 2018 mit 5730 Gigawattstunden den meisten Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung (9,2 Prozent der Bruttostromerzeugung).

Endenergieverbrauch

Insbesondere aufgrund der milden Witterung sank der Endenergieverbrauch im Land gegenüber 2017 im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 282 TWh. Dadurch stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch um 0,6 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent. Im Bereich der Wärmebereitstellung wuchs deren Anteil von 15,8 Prozent in 2017 auf 16,2 Prozent in 2018. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch des Verkehrs ist im Vergleichszeitraum geringfügig von 4,5 Prozent auf 4,8 Prozent gestiegen.

Durch die Nutzung erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg wurden 2018 rund 16,4 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden. 

Zum Herunterladen

Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018 

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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