02.05.2019

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller zeichnet Heizzentrale Hemmingen als „Ort voller Energie“ aus

„Mit 20.000 Megawattstunden klimafreundlicher Wärme pro Jahr leistet die Heizzentrale einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.“

„In unserem Land gibt es zahlreiche Orte, an denen einzelne Personen, Gruppen, Verwaltungen oder Unternehmen Beispielhaftes, Erfolgreiches und Spannendes für die Energiewende leisten“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller heute (02.05.) bei seinem Besuch in der Heizzentrale Hemmingen. „Dies hier ist ein solcher Ort.“

Untersteller dankte den Geschäftsführern der Naturenergie Glemstal Biogas GmbH & Co. KG, Herrn Ramsaier, und der IBS Ingenieurgesellschaft mbH, Herrn Schuler, für ihr langjähriges Engagement für die Energiewende und überreichte ihnen die Auszeichnungsplakette „Hier wird die Energiewende gelebt“. Damit gehört die Heizzentrale Hemmingen zu den vom Land ausgezeichneten „Orten voller Energie“.

„Ohne Umdenken im Wärmesektor können wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen. Wir müssen zukünftig weit mehr klimaneutrale Wärme erzeugen als bislang“, betonte Untersteller. „Die Heizzentrale Hemmingen leistet einen wichtigen Beitrag dazu.“ Mit einem Holz- und einem Pelletkessel, einer Biogasanlage und einem Biomethan-Blockheizkraftwerk erzeugt die Naturenergie Glemstal Biogas pro Jahr insgesamt 20.000 Megawattstunden Wärme. Über drei Wärmenetze mit einer Leitungslänge von etwa neun Kilometern werden damit rund 2.000 Wohnungen, Gewerbebetriebe und nahezu alle kommunalen und kirchlichen Liegenschaften in Hemmingen versorgt. Dadurch werden jährlich rund 5.500 Tonnen klimaschädliche Treibhausgase vermieden.

Die Auszeichnung von „Orten voller Energie“ ist ein Baustein des Kommunikationskonzeptes der Landesregierung zur Energiewende in Baden-Württemberg.

Ergänzende Informationen

Das Kommunikationskonzept der Landesregierung zur Energiewende steht unter der Überschrift „Unser Land. Voller Energie“. Mit diesem Konzept wird die Energiewendekampagne 50-80-90 der vergangenen Legislaturperiode weiterentwickelt. Das Konzept soll gemäß Koalitionsvertrag neue Schwerpunkte bei der Vermittlung der Energiewende setzen.

Mit der Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit zur Energiewende hat das Umweltministerium nach einer europaweiten Ausschreibung die Agentur ressourcenmangel GmbH in Berlin/Stuttgart und die SmartGrids Projektmanagement GmbH in Stuttgart beauftragt.

Der Etat umfasst insgesamt drei Millionen Euro bei einer Laufzeit von drei Jahren.

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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