02.05.2019

Umweltministerium zeichnet Nahwärmenetz Ilsfeld als „Ort voller Energie“ aus

Umweltminister Franz Untersteller: „Das Ilsfelder Nahwärmenetz ist ein wichtiger lokaler Beitrag zum Klimaschutz.“

Die Gemeinde Ilsfeld hat heute (02.05.) ihr Nahwärmenetz offiziell eingeweiht und die dazugehörige Abwasserheizzentrale in Betrieb genommen. Beides wurde über das Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit drei Millionen Euro bezuschusst.

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller lobte das neue Netz als gutes Beispiel für kommunales Engagement beim Klimaschutz: „Ilsfeld arbeitet seit Jahren systematisch am Ausbau der Nahwärmeversorgung. Hier werden Kraft-Wärme-Kopplung, Abwasserwärme und Wärme aus einer Biogasanlage so kombiniert, dass rund 90 Prozent des Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude klimafreundlich erzeugt werden. Das ist ein absolut vorzeigbarer Wert.“      

Die Wärmeerzeugung und -nutzung, neben dem Stromsektor der zweite Pfeiler der Energiewende, habe in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, sagte Untersteller. „Wir schaffen wirksamen Klimaschutz nur, wenn wir unsere Anstrengungen deutlich mehr auf den Wärmebereich ausdehnen. Das heißt, mehr erneuerbare Energien bei der Wärmeerzeugung einsetzen und Wärme effizienter nutzen. Solarthermie, Erdwärme, Umweltwärme – da schlummert ein riesiges KlimaschutzpotenziaI und die Technologien, es zu nutzen, sind vorhanden. Nahwärmenetze wie in Ilsfeld sind ein Weg dazu.“

Der Umweltminister zeichnete das Nahwärmenetz deshalb heute auch als „Ort voller Energie“ in Baden-Württemberg aus. Es ist die sechste Auszeichnung dieser Art, mit der vorbildliche Energiewendeprojekte im Land gewürdigt werden. Die Auszeichnung ist ein Baustein des neuen Kommunikationskonzeptes der Landesregierung zur Energiewende in Baden-Württemberg.    

Ergänzende Informationen

Das Kommunikationskonzept der Landesregierung zur Energiewende steht unter der Überschrift „Unser Land. Voller Energie“. Mit diesem Konzept wird die Energiewendekampagne 50-80-90 der letzten Legislaturperiode weiterentwickelt. Das Konzept soll gemäß Koalitionsvertrag neue Schwerpunkte bei der Vermittlung der Energiewende setzen.

Nach einer europaweiten Ausschreibung ist der Etat im Juni an die ressourcenmangel GmbH in Stuttgart und die SmartGrids Projekmanagement GmbH Eggenstein-Leopoldshafen vergeben worden.

Der Etat umfasst insgesamt drei Millionen Euro für eine Laufzeit von gut drei Jahren.

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Artikel teilen: tweet teilen