Ein ganz ausgezeichnetes Bürohaus

Über vier Stockwerke erstreckt sich der Sitz der Energiedienst Holding AG im Gewerbegebiet von Rheinfelden. Rundherum wurde viel Glas verbaut, im Innern empfängt eine Wendeltreppe die Besucherinnen und Besucher. Doch nicht nur architektonisch hinterlässt das Bürogebäude des Energieversorgers einen bleibenden Eindruck. Gebaut wurde nämlich nach Schweizer Standards und den Maßgaben der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

Firmengebäude des EnergieDienst
Energetische und architektonische Spitzenleistung: Das CO₂-neutrale Bürogebäude.

Die Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat dem Bürohaus deshalb ihr Zertifikat in Platin verliehen. Der Grund dafür liegt unter anderem in der Tiefe: Der Bauherr hat Geothermie bis zu einer Tiefe von 50 Meter genutzt. Und genau auf diesem Erdwärmekonzept basiert die CO₂-neutrale Klimatechnik des Gebäudes. Um frische Luft zu atmen, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Fenster mehr öffnen, es gibt sie den ganzen Tag lang „frei Haus“: Wärmetauscher saugen verbrauchte Luft ab, erwärmen frische Luft und leiten diese ins Gebäude. Erdsonden regulieren die Wärme- und Kältetechnik. Wärmepumpen sorgen für Wärme im Winter und Kühlung im Sommer. Doch das ist noch nicht alles in Sachen Nachhaltigkeit: Das Oberflächenwasser von Dach und Parkplätzen wird in Zisternen gesammelt und kostensparend als Brauchwasser für Toiletten recycelt. Und die Abfälle aus der Restaurantküche für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden biologisch gereinigt, bevor sie endgültig im Abfall landen.

Betriebskosten runter, Klimaschutz rauf

Der gesamte Energieverbrauch wird durch intelligente Gebäudeleittechnik und die stark isolierende Glasfassade minimiert. Durch dieses fortschrittliche Energiekonzept wird der Ressourcenverbrauch deutlich gesenkt und auch die laufenden Betriebskosten reduzieren sich. Das Bürohaus kommt ohne CO₂-Emissionen aus, die Stromversorgung erfolgt durch eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit Strom aus 100 Prozent regenerativen Energien. Auch ein ökologisches Verkehrssystem gehört zum Gesamtkonzept – mit eigener Stromtankstelle für Fahrzeuge, einer Fahrradstation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen auch Sanitärräume zum Umkleiden zur Verfügung stehen. Für die Mitarbeitenden gibt es außerdem eine Bedarfshaltestelle für den öffentlichen Busverkehr.

18 Millionen Euro hat der Bau des Bürohauses im Gewerbegebiet von Rheinfelden gekostet – etwa 10 Prozent davon machten die Mehrkosten für Ökologie und Nachhaltigkeit aus. Doch das lohnt sich. Durch die Bündelung sämtlicher Standorte in dem neuen Firmensitz in Rheinfelden spart das Unternehmen mehr als 300 Tonnen CO₂ jedes Jahr ein. Das ist – soviel steht fest: ganz ausgezeichnet!

Mehr Informationen unter www.energiedienst.de und www.dgnb.de

Verwandte Themen