Energie – eine ergiebige Basis für Geschäftsmodelle

Vor mehr als 100 Jahren, genauer 1910, wurde das Alb-Elektrizitätswerk mit Sitz in Geislingen-Steige gegründet. Eine Mühle, die mit Wasserkraft Strom erzeugte, war die Keimzelle des Unternehmens. Heute ist Wasserkraft nur eines von zahlreichen Standbeinen des genossenschaftlich organisierten Energieversorgers. 

Dieses Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für seinen besonderen Beitrag zur Energiewende ausgezeichnet. Eine Übersicht aller geehrten Projekte finden Sie hier.

Firmengebäude des Albwerks
Das Albwerk versorgt weit über 100.000 Menschen in seinem Einzugsgebiet.

Das Werk betreibt drei Wasserkraftanlagen, erzeugt regenerativ gewonnene Energie mit Windkraft- und Solaranlagen, vertreibt Strom, betreibt Energienetze und einen Elektrofachhandel und bietet zahlreiche Energiedienstleistungen wie Elektroinstallationen an. Die Zukunft gestaltet es voller Weitblick durch Beteiligungen an innovativen Konzepten aus der Umgebung, wie dem „Sonnenradler“ aus einer Geislinger Brauerei. Mit über 20 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie rund 1.450 Mitgliedern ist die Albwerk -Gruppe ein unglaublich starker Anker der Energiewende in der Region. 

Sonne, Wind und Genossenschaften  

Mit genossenschaftlichen Werten Großes bewirken: Das Albwerk realisiert als regional verwurzelter Energieversorger gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in enger Zusammenarbeit auf vertrauensvoller Basis Großprojekte regenerativer Energien. 
Zu den Erfolgsprojekten gehören u. a. der Solarpark in Kuchen mit rund 4.000 Solarmodulen, der knapp 250 Haushalte mit Strom versorgt. Im Windpark Lauterstein, der mit seinen 16 Windkraftanlagen rechnerisch rund 34.000 Bürgerinnen und Bürger mit Strom versorgt, betreibt das Albwerk zwei Anlagen. Ein „Bürgerwindrad" wird zudem von einer Bürgerenergiegenossenschaft betrieben, die das Albwerk bei der Gründung unterstützt hat. Im Bereich der Windkraft kommen noch acht Windräder bei Böhmenkirch und Gussenstadt hinzu, die für 4.500 Haushalte Strom bereitstellen. 
In Summe versorgt das Albwerk über 100.000 Menschen in einem Versorgungsgebiet von rund 650 km² mit sauberer Energie. Zusammenarbeit schafft Akzeptanz und Vertrauen in der Bevölkerung. Ganz entscheidend für das Gelingen der oft komplexen Projekte der Energiewende.

Gemeinschaftliche Werte – ein Nährboden für eine nachhaltige Energiezukunft

Gemeinschaftliche Werte wie Vertrauen, Engagement und Teamwork sind der Nährboden für Innovation. Das Alb-Elektrizitätswerk ist im wahrsten Sinne des Wortes Antreiber für die starken Ideen der Region. So liefert es 100 % Ökostrom für die Geislinger Kaiser-Brauerei, die das „Sonnenradler“ entwickelt hat. Ein regionales Öko-Bier, das nachhaltig mit Solarenergie gebraut wird. Ein weiteres Gemeinschaftsprojekt ist die „Albwerk e-Community“. Das Prinzip: Kunden entscheiden sich beim Kauf einer Photovoltaikanlage für ein Modul, bei dem Angebot und Nachfrage von Solarstrom auf einer virtuellen Plattform zusammengeführt werden. Der Strom aus der Anlage wird so automatisch mit anderen Anlagebetreibern geteilt und überschüssiger Solarstrom an die Gemeinschaft abgegeben. Die Anlagen-Besitzer haben dabei eine Strom-Flatrate und beziehen immer dann Strom aus der Gemeinschaft, wenn sie gerade selbst nicht genug für ihren Bedarf erzeugen.

Nachhaltiges Netzwerken 

Das Albwerk und seine zahlreichen Mitglieder haben früh erkannt, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien ein gemeinschaftliches Großprojekt ist, bei dem jeder dazugewinnt. Die Genossenschaft führt beispielhaft vor, welchen positiven und beschleunigenden Effekt ein Netzwerk dieser Art auf das Gelingen der Energiewende in der Region hat. 

Das Albwerk ist das 15. Unternehmen im Land, dem der Titel „Hier wird die Energiewende gelebt“ verliehen wurde (v. l. n. r.: Vorstandsmitglied Gerhard Ueding, Oberbürgermeister Frank Dehmer, Landtagsabgeordnete Nicole Razavi, Vorstandsvorsitzender Hubert Rinklin, Minister Franz Untersteller und Vorstandsmitglied Bernd Rößner).
Das Albwerk ist das 15. Unternehmen im Land, dem der Titel „Hier wird die Energiewende gelebt“ verliehen wurde (v. l. n. r.: Vorstandsmitglied Gerhard Ueding, Oberbürgermeister Frank Dehmer, Landtagsabgeordnete Nicole Razavi, Vorstandsvorsitzender Hubert Rinklin, Minister Franz Untersteller und Vorstandsmitglied Bernd Rößner).
Der Vorstandsvorsitzende Hubert Rinklin (links) nahm die Auszeichnung entgegen.
Der Vorstandsvorsitzende Hubert Rinklin (links) nahm die Auszeichnung entgegen.
Eine Führung durch die Kaiser Brauerei war Teil der Ehrung.
Eine Führung durch die Kaiser Brauerei war Teil der Ehrung.
Minister Untersteller bekommt das „Sonnenradler“ als Gastgeschenk überreicht.
Minister Untersteller bekommt das „Sonnenradler“ als Gastgeschenk überreicht.
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