Zuverlässige Energieversorgung mit Wasser

Eine zuverlässige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien? Eine große Herausforderung für den Strommarkt der Zukunft. Doch mit Innovationsgeist und Mut findet sich für alles eine Lösung. Das zeigt Alexander Schechner, Geschäftsführer von Naturspeicher, mit seiner Entwicklung für die Stadt Gaildorf. 

Naturstromspeicher in Gaildorf: Hier wird Windenergie mit Wasserkraft gespeichert
Naturstromspeicher in Gaildorf: Hier wird Windenergie mit Wasserkraft gespeichert. // Copyright: Naturspeicher GmbH
2011 startete des Projekt – heute befindet sich der Bau in den letzten Zügen
2011 startete des Projekt – heute befindet sich der Bau in den letzten Zügen. // Copyright: Naturspeicher GmbH
Eine Weltneuheit in der Wasserkraft: Der Naturstromspeicher Gaildorf bekommt eine Druck-rohrleitung aus Thermoplastrohren
Eine Weltneuheit in der Wasserkraft: Der Naturstromspeicher Gaildorf bekommt eine Druck-rohrleitung aus Thermoplastrohren. // Copyright: Naturspeicher GmbH
Schon jetzt erste Erfolgszahlen: Mit 246,5 m Höhe steht hier das höchste Windrad der Welt
Schon jetzt erste Erfolgszahlen: Mit 246,5 m Höhe steht hier das höchste Windrad der Welt. // Copyright: Naturspeicher GmbH

Ein Pilotprojekt der Energiewende

Für Ingenieur Schechner kann ein Projekt nicht komplex genug sein. Wann immer ein Problem auftaucht, schaut er ganz genau hin und findet gemeinsam mit seinem heute 45-köpfigen Team eine intelligente und nachhaltige Lösung. So läuft das auch beim Pilotprojekt in Gaildorf, das sich derzeit noch in Bau befindet: Für die Stadt hat der Unternehmer einen Naturstromspeicher entwickelt. Eine umweltfreundliche Großbatterie, mit der sich erzeugte Windenergie kurzzeitig speichern lässt. Sonne und Wind erzeugen mal mehr, mal weniger Energie. Mit diesen Schwankungen muss man lernen, umzugehen – und der Naturstromspeicher zeigt, dass das möglich ist. 

Vordenker: Ingenieur Alexander Schechner ist der Kopf hinter dem Naturstromspeicher-Projekt in Gaildorf
Vordenker: Ingenieur Alexander Schechner ist der Kopf hinter dem Naturstromspeicher-Projekt in Gaildorf.

Wasser – eine simple Lösung für ein komplexes Problem

Der Naturstromspeicher in Gaildorf kombiniert vier Windräder, in deren Fundament ein Wasserspeicher integriert ist, mit einem im Tal gelegenen Speicherbecken. Zusammen ergibt das ein Pumpspeicherkraftwerk, das direkt vor Ort rund 70.000 kWh (Kilowattstunden) Strom zwischenspeichern und pro Jahr 40 Mio. kWh Strom erzeugen kann. Genug, um jährlich 40.000 Privatpersonen zu versorgen. Zum Vergleich: Gaildorf hat ca. 12.000 Einwohner. Liefern die Windräder mehr Strom als genutzt wird, wird damit Wasser aus dem Unterbecken in die Wasserspeicher der Windräder gepumpt. Der Strom ist dann in Form der Lageenergie des Wassers zwischengespeichert. Wird zu wenig Strom erzeugt, fließt das Wasser durch die Rohre ins Unterbecken zurück und treibt unterwegs Turbinen an. Innerhalb von Sekunden wird Strom produziert, der ins Stromnetz abgegeben wird. 

Infografik Pumspeicherkraftwerk
Vom Berg ins Tal – hier wird die Kraft von Wind und Wasser zum Speichern des Stroms genutzt.

Die Energiewende groß denken 

Die Stadt Gaildorf wird dank der Innovation zuverlässig mit Energie versorgt – und hat ein Naherholungsgebiet mit einem charmanten See dazugewonnen.  
Für Herrn Schechner ist es ein besonderes Anliegen, Menschen zu inspirieren an ihre Ideen zu glauben und sie zu verwirklichen. Köpfe wie er und mutige Kommunen wie Gaildorf zeigen, wie die Energiewende nicht nur vorbildlich gelebt, sondern auch mit Erfindergeist entscheidend vorangetrieben wird.  
Das Pilotprojekt wurde mit Mitteln in Höhe von 7,15 Mio. € aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

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