Energie-Reporter berichten aus aller Welt nach Baden-Württemberg

Die Stiftung Energie & Klimaschutz in Karlsruhe hat einen ganz besonderen Auftrag für Studierende im Auslandssemester: vor Ort über Energiethemen berichten.

Weltkarte, auf der Baden-Württemberg hervorgehoben ist.
Energiethemen aus aller Welt: das Projekt Energie-Reporter der Stiftung Energie und Klimaschutz (Quelle: Stiftung Energie & Klimaschutz; Foto: Gerd Eichmann/ Wikimedia – CC BY-SA 4.0)

Berichten für die Energiewende

Fabian, ein junger Mann aus Radolfzell am Bodensee, reist Anfang 2019 nach Südafrika, um in Durban an der University of Technology sein Auslandssemester zu verbringen. Der 23-Jährige belegt an der Technischen Hochschule Ulm den Bachelorstudiengang Internationale Energiewirtschaft.
In Durban angekommen, erfährt er von seiner Studiengangsleiterin von einem Projekt, das ihn direkt interessiert: Die Stiftung Energie & Klimaschutz in Karlsruhe sucht Energie-Reporter und -Reporterinnen, die aus dem Auslandssemester per Video, Foto und Text über Energiethemen berichten. Ein Job wie für Fabian gemacht, da er sich nicht nur beruflich, sondern auch privat für die Energiewende interessiert.

 

Porträt von Fabian
Ein halbes Jahr an der DUT in Südafrika: Student Fabian berichtete als Energie-Reporter (Quelle: Stiftung Energie & Klimaschutz)


Lokales international machen

Wie funktioniert das Projekt? Nachdem der Kontakt zwischen Stiftung und Studierenden zustande gekommen ist, wird zusammen grob geplant, worüber berichtet werden soll. Die Studierenden erstellen Videos, Fotos und Texte zum definierten Thema selbstständig vor Ort, bereiten sie auf und senden sie an die Stiftung. Auf der Stiftungswebsite hat jede Reporterin und jeder Reporter eine eigene Seite, auf der die Inhalte veröffentlich werden.
Anke Wilhelm ist die Ansprechpartnerin für die Studierenden. Sie erklärt, dass das Projekt Energie-Reporter zwei zentrale Ziele der Stiftung aufgreift: „Wir blicken bei den Themen Energie und Klimaschutz über den nationalen Tellerrand hinaus. Und wir motivieren junge Studierende, sich umfassend mit Energiethemen auseinanderzusetzen.“ Durch das Projekt entstehe unterhaltsamer Content, in dem internationale Energiethemen interessant aufbereitet werden. Dieser eröffne den Leserinnen und Lesern einen neuen Blickwinkel zur Energiewende in Baden-Württemberg, Deutschland und der Welt.

 

Load Shedding und Photovoltaik in Durban

Eines der ersten Themen, über das Fabian aus Durban berichtet, ist Load Shedding – also Lastabwurf. Ist das Energienetz in der Stadt überlastet, wird in bestimmten Gegenden der Strom abgestellt, um es zu stabilisieren und einen Zusammenbruch des gesamten Netzes zu verhindern.  „Dann fällt auch schon einmal der Rest der Vorlesung aus, da die komplette Uni ohne Strom und Licht ist. Auch Läden ohne Notstromaggregat müssen vorübergehend schließen“, erzählt Fabian.
Dem gegenüber sieht Fabian das große Potenzial für Solarenergie in Südafrika, das in seinen Augen noch viel stärker genutzt werden sollte.

 


Fabian ist mittlerweile zurück in Deutschland und blickt begeistert auf seinen Einsatz für die Stiftung zurück: „Die Arbeit hatte wirklich nur Schönes. Ich habe mich intensiv mit spannenden Energiethemen vor Ort beschäftigt und bin mit vielen Einheimischen ins Gespräch gekommen. Außerdem konnte ich als Energie-Reporter wertvolle Kontakte für die Zukunft knüpfen.“ Die 1.000 € Taschengeld, die die Stiftung den Reporterinnen und Reportern stellt, waren für ihn ein zusätzlicher Anreiz.

Den internationalen Energie-Dialog fördern

„Energiezukunft im Dialog“, das ist das Motto der Stiftung Energie & Klimaschutz.
Anke Wilhelm sieht in Projekten für junge Menschen wie dem Energie-Reporter große Chancen. Die internationalen Einblicke der Studierenden seien auch für die Energiewende in Baden-Württemberg relevant: „Für eine erfolgreiche Energiewende und für das Gelingen von Maßnahmen ist ein gelebter Dialog elementar“, so Wilhelm. 
Von Baden-Württemberg in die Welt – und zurück: Die Energie-Reporterinnen und -Reporter treiben die Energiewende im Land mit Energieberichten aus dem Auslandssemester voran.

 

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