Jung, engagiert, (digital) vernetzt

Politik mitgestalten: Der baden-württembergische Jugendbeirat fungiert als Sprachrohr für jugendliche Bürgerinnen und Bürger in politischen Gremien.

Die Mitglieder des baden-württembergischen Jugendbeirats
Die Mitglieder des baden-württembergischen Jugendbeirats

Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung

Junge Menschen spielen mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Fähigkeit, mutig voranzuschreiten, eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Energiewende.
Cornelia Glitz (23) aus Karlsruhe und Sander Frank (22) aus Friedrichshafen wollen selbst anpacken und aktiver Teil einer nachhaltigen und klimafreundlichen Entwicklung im Land sein. Beide engagieren sich im Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg.
Cornelia gefällt besonders die Vielfalt an Themen und Menschen im Beirat: „Wir erstellen unsere Agenda selbst. Da kommt eine tolle, bunte Mischung aus Interessengebieten und Themenschwerpunkten zusammen. Ich interessiere mich z. B. sehr für Verkehrsthemen und die Mobilität der Zukunft. Dementsprechend habe ich hierzu auch einige Projekte und Aktionen initiiert“.

Porträt von Cornelia, Mitglied der Jugendbeirats
Cornelia studiert Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie
Porträt von Sander, Mitglied der Jugendbeirats
Politik und Partizipation sind sein Metier: Sander studiert Politikwissenschaften, Verwaltung und Internationale Beziehungen an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.

Sprachrohr für die Jugend

Der Jugendbeirat nimmt eine Vermittlerrolle zwischen Jugendlichen und politischen Gremien ein. Die Beiratsmitglieder verschaffen der Stimme der jugendlichen Bürgerinnen und Bürgern in Gremien wie z. B. dem Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Gehör – in diesem besetzt der Jugendbeirat sogar direkt einen legitimierten Platz. Darüber hinaus bereitet der Jugendbeirat politische Themen erlebbar und verständlich auf. „So möchten wir junge Menschen begeistern, informieren und bei der fundierten Meinungsbildung unterstützen. Wir möchten Jugendliche dazu motivieren, Entwicklungen in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Nachhaltigkeit tatkräftig mitzugestalten“, erklärt Sander.

Ein starkes Netzwerk, digital und persönlich

Die 18 Jugendbeirätinnen und -beiräte wohnen im ganzen Bundesland verteilt, das Gremium ist vollständig dezentral aufgebaut. Sie treffen bei Jugendbeiratswochenenden aufeinander und begegnen sich außerdem regelmäßig persönlich auf Veranstaltungen. Darüber hinaus sind die Mitglieder über digitale Messenger und Telefonkonferenzen im stetigen Austausch. So arbeiten sie gemeinsam an Ideensammlungen, schriftlichen Statements und Handlungsempfehlungen zu Nachhaltigkeits-, Klima- und Energiethemen. „Das ist in meinen Augen ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Es ist unsere Aufgabe, uns selbst und andere zu organisieren, Menschen zu vernetzen und sie zusammenzubringen“, erklärt Cornelia. Der dezentrale Aufbau des Jugendbeirats ist dem Transformationsprozess Energiewende nicht unähnlich – mehrere Akteurinnen und Akteure an unterschiedlichen Orten müssen zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Sander führt aus: „Um langfristige Ergebnisse in Bereichen wie der Energiewende zu erzielen, müssen wir Menschen aufhören, gegeneinander zu arbeiten und anfangen, an einem Strang zu ziehen – hierfür ist die Jugend unverzichtbar. Und genau da setzt der Jugendbeirat an“.

Ein Teil davon sein

Sich engagieren ist schwer? Im Gegenteil: Bei grundsätzlichem Interesse sind noch lange keine Verbindlichkeiten notwendig. Ein guter und einfacher Einstieg ist es z. B., eine der Veranstaltungen zu besuchen und sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Und wer dort von der Motivation der jungen Menschen angesteckt wird, kann sich in der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie einbringen.
Cornelia fasst zusammen: „Im aktiven Austausch mit Entscheidungsträgern stehen, Ideen vernetzen und die eigenen Kompetenzen einbringen – wer sich engagiert, kann echten Einfluss auf die Entwicklungen im Land nehmen.“

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