Sportlich – auch beim Klimaschutz

Der SC Freiburg ist seit langem Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Genauer gesagt: seit 1995. Damals installierte der Verein als erster der Fußball-Bundesliga Sonnenkollektoren und eine Solartherme auf seinem Stadiondach – ein gemeinsames Projekt mit Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern.

 

Stadion des SC Freiburg von oben
Grün ist beim SC Freiburg nicht nur der Rasen des Schwarzwald Stadions. // Copyright: Patrick Seeger, SC Freiburg

Blauer Himmel über Freiburg ist keine Seltenheit. Kein Wunder, zählt Südbaden doch zu den sonnenverwöhntesten Regionen Deutschlands. Für SC-Fan Erik L. perfekte Bedingungen, um sich mit dem Fahrrad auf den Weg zum Heimspiel des SC Freiburg zu machen. Die meisten Fans des Bundesligaclubs eint nämlich nicht nur die Liebe zum Verein, sondern auch ihr ökologisches Bewusstsein.

Wenn es um nachhaltiges Energiemanagement geht, überzeugt der Sport-Club Freiburg mit vielen ökologischen, technischen und organisatorischen Lösungen. Bereits 1995 hatte der damalige Trainer Volker Finke angeregt, Sonnenkollektoren auf dem Stadiondach zu installieren. Heute bedecken die Photovoltaikzellen eine Fläche von 2.200 m² auf den Tribünendächern des Freiburger MAGESOLAR Stadions. Insgesamt 275.000 kWh (Kilowattstunden) ökologisch erzeugten Stroms werden so gewonnen und der Ausstoß von rund 136 t CO₂ pro Jahr wird vermieden.

Da geht noch mehr

2011 nahm der SC Freiburg am ECOfit-Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg teil. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, im eigenen Betrieb Energiesparpotenziale zu ermitteln und umzusetzen. Seitdem darf sich der Sport-Club „ECOfit-Betrieb“ nennen. Damit ist sein ökologisches Engagement auch offiziell als vorbildlich geehrt worden, das übrigens auch über die Stadiongrenzen hinausgeht: Bereits 2004 wurde zusammen mit der Ökostrom GmbH das Projekt „regiosonne“ ins Leben gerufen, bei dem in der Region auf insgesamt 8.000 m² mit Solaranlagen ein MW (Megawatt) Sonnenstrom erzeugt wird. Eine gemeinsame Aktion mit den Fans, könnte man sagen, denn an den Anlagen sind rund 200 SC-Anhänger als Kommanditisten beteiligt.

Vorreiter, Pionier, Nachhaltigkeits-Sieger

Das ökologische Engagement wird konsequent weiterentwickelt. So wurden beispielsweise 100.000 € investiert, um die Flutlichtanlage zu optimieren. Bei Abendspielen werden nun 2 t CO₂ pro Jahr eingespart. Der Sport-Club übernahm auch die Pionierrolle bei der Anwendung eines modernen Energie-Monitorings des Energiedienstleisters badenova. Auf diese Weise können Wasser-, Strom- und sonstiger Energieverbrauch im Stadion, das komplett mit Ökostrom beliefert wird, per Computer abgelesen und gesteuert werden – und zwar alle 120 Sekunden.
Zudem führt der Verein immer wieder Klimaschutzkampagnen an den Heimspieltagen durch. So wurde beispielsweise im Rahmen der „Klima- und Ökologiepartnerschaft“ mit der badenova in einer Umfrage der CO₂-Fußabdruck ermittelt, den die Fans des Sport-Clubs bei einem Heimspiel inklusive An- und Abreise bis maximal 80 km hinterlassen: Rechnet man die CO₂-Emissionen auf 24.000 Besucher hoch, ergibt sich ein Wert von insgesamt 509 t. In einem Appell an die Fans wurden diese dann aufgefordert, möglichst klimaschonend zu SC-Heimspielen anzureisen. 

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitskonzept des Vereins gibt es hier.

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