Daher weht der Wind: der Windatlas

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Wo in Baden-Württemberg können Windkraftanlagen wirtschaftlich Strom erzeugen? Diese Frage beantwortet der Windatlas Baden-Württemberg 2019.

Windatlas Deutschland

Gut informiert planen und genehmigen

Planungsträger, Projektiererinnen und Projektierer und Genehmigungsbehörden können sich mithilfe des Windatlas  wissenschaftlich fundiert darüber informieren, welche Flächen sich in Baden-Württemberg aufgrund des vorhandenen Windpotenzials für den Bau von Windkraftanlagen eignen. Das theoretische Flächenpotenzial ist groß und liegt bei etwa 6,2 Prozent der Landesfläche, das sind etwas mehr als 220.000 Hektar. Dazu kommen grundsätzlich geeignete, aber für den Windkraftausbau problematische Standorte. Wichtig: Das theoretische Flächenpotenzial ist nicht gleichbedeutend mit dem tatsächlichen Flächenangebot für neue Anlagen, da sich weitere Einschränkungen im Rahmen der Planungs- und Genehmigungsverfahren ergeben können – beispielsweise Belange des Artenschutzes.

Neuer Bewertungsmaßstab

Die wichtigste Änderung beim aktuellen Windatlas: Die Flächen werden nun anhand eines neuen Maßstabs bewertet. Früher war die mittlere Windgeschwindigkeit entscheidend, jetzt ist es die mittlere Windleistungsdichte. Diese beschreibt nicht nur, wie stark der Wind an einem Standort durchschnittlich weht, sondern auch, wie oft er welche Windstärke mit welcher Luftdichte erreicht. 

Konkret: Im alten Windatlas galten Standorte ab beispielsweise 5,5 Meter pro Sekunde im Jahresdurchschnitt als geeignet. Im Atlas werden Standorte mit einer mittleren Windleistungsdichte von mindestens 215 Watt pro Quadratmeter als windkrafttauglich angesehen.

Mehr Potenzial als gedacht

Bei der Vorstellung des aktualisierten Windatlas im Mai 2019 sagte Baden-Württembergs damaliger Umweltminister Franz Untersteller: „Ich freue mich darüber, dass die von uns mit der Analyse der Windverhältnisse im Land beauftragten Expertinnen und Experten festgestellt haben, dass wir sehr viel mehr geeignete Flächen für die Windkraft haben, als bislang angenommen. Wir brauchen die Windkraft für den Klimaschutz und die Energiewende.“ Der Windatlas sei das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie und einer sorgfältigen energiewirtschaftlichen Bewertung, betonte der Minister (außer Dienst). 

Wer erstellt den Windatlas?

Erstellt hat den Windatlas das Ingenieur- und Planungsbüro AL-PRO GmbH & Co. KG. Begleitet wurde die Arbeit von einem „Fachbeirat Windkartierung“, dem Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, kommunalen Landesverbänden, Regionalverbänden, Naturschutzverbänden sowie des Bundesverbands WindEnergie e. V. (BWE) angehörten. 

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