Das grüne X: Erneuerbare – flexibel genutzt

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In der Energiewelt von morgen werden die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität eng miteinander verbunden sein – Experten sprechen von „Sektorkopplung“. Ein wesentliches Bindeglied: die Power-to-Gas-Technologie..

Infografik „Power to Gas“
Aus Erneuerbaren-Strom lässt sich was machen: Mittels „Power to Gas“ kann er als grünes Gas in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen.

Erneuerbarer Strom: Passt ins Gasnetz

Nachts, die Windkraftanlagen drehen auf Hochtouren – doch kaum jemand nimmt den Strom ab. Was also machen mit der erzeugten Energie? Wo lässt sie sich speichern? Ein wesentliches Element der Lösung gibt es schon heute: das gut ausgebaute Gasnetz. Denn mithilfe des Stroms kann Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten werden („Elektrolyse“). Der Wasserstoff reagiert dann in einem nächsten Verfahrensschritt mit CO₂ zu Methan, also zu synthetischem Erdgas. Wasserstoff und Methan lassen sich in die bestehende Gasinfrastruktur einspeisen, dort speichern und dahin transportieren, wo sie gebraucht werden. Zur nächsten Tankstelle z. B., wo sie als Treibstoff CNG („Compressed Natural Gas“) zur Verfügung stehen. Oder in Haushalte, Gewerbe und Industrie, um die Heizkessel zu befeuern. In Gaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken lässt sich das „grüne“ Gas sogar wieder in Strom und Wärme umwandeln. 

In Gaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken lässt sich das grüne Gas wieder in Strom umwandeln.

Das Beispiel zeigt: Damit elektrischer Strom speicherbar wird, muss er in einen anderen Energieträger „verwandelt“ werden – was allerdings mit Verlusten einhergeht. „Power to X“ lautet der hierfür übergeordnete Begriff. Umwandeln lässt sich Strom etwa in Wärme (Power to Heat), synthetischen Treibstoff (Power to Liquid) oder Gase wie Wasserstoff und Methan (Power to Gas).

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