Photovoltaikanlage auf Dach
Stimmt das?

Eine Photovoltaikanlage zu installieren, ist kompliziert.

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Die Installation einer Photovoltaikanlage ist aufwendig und kompliziert? Keineswegs – mit mehr als 400.000 installierten Photovoltaikanlagen in Baden-Württemberg, lässt sich diese Aussage eindeutig widerlegen. Die Installation ist nicht komplizierter als die einer Heizung.

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Eine Photovoltaikanlage ist innerhalb weniger Tage installiert

Bei der Photovoltaik handelt es sich um eine bewährte Technik. Sie hat ihre ersten Gehversuche Anfang der 1960iger Jahre in der Raumfahrt gemacht. Solarmodule wurden für die Energiegewinnung im Weltall genutzt. Wenig später kamen sie auch auf der Erde zum Einsatz. Inzwischen gibt es Solarmodule mit hoher Leistungsfähigkeit. Zahlreiche Unternehmen und Handwerksbetriebe sind auf die Herstellung, Installation und den Betrieb von Photovoltaikanlagen spezialisiert. Sie installieren eine handelsübliche Solardachanlage innerhalb weniger Tage. 

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Mehr Aufwand als die Installation selbst, verursachen Planung und Finanzierung

Die Installation einer Photovoltaikanlage ist schnell gemacht. Jedoch benötigen Planung, Finanzierung und Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage etwas mehr Zeit. Doch auch hier erhalten angehende Photovoltaikanlagenbetreiberinnen und -betreiber Beratung und Unterstützung. Größere gewerblich betriebene Photovoltaikanlagen, die auf Freiflächen oder großen Dachflächen installiert werden, ziehen einen größeren Projektaufwand nach sich.    

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Bestimmte Faktoren beeinflussen den Installationsaufwand einer Photovoltaikanlage

Je nachdem auf welchem Dach die Anlage installiert wird, wie groß die Anlagenleistung und die geplanten Erträge sind, welche Ausrichtung sie hat und mit welchen Solarmodul-Typen sie versehen wird, ändert sich der Installationsaufwand. Daher unterscheidet sich beinahe jede Photovoltaikanlage voneinander. Photovoltaikanlagen können auf dem Dach eines Gebäudes als Aufdachanlagen installiert oder an Fassaden angebracht werden. Sie können auf Freiflächen stehen oder auf statisch schwachen Dächern, wie Garagen, Gartenhäusern oder Carports montiert werden. 

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Plug & Play – Den geringsten Aufwand haben Mini-Photovoltaikanlagen

Am einfachsten und mit geringstem Aufwand lassen sich Mini-Photovoltaikanlagen installieren. Sie bestehen aus ein oder zwei miteinander verbundenen Solarmodulen. Mini-Photovoltaikanlagen sind auf den Eigenverbrauch und nicht für die Einspeisung ins Stromnetz ausgelegt. Sie können im Garten, auf Terrassen, Balkon, Fassade, Garage oder Carport installiert werden − Hauptsache an einem sonnenreichen Ort. 

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Etwas Aufwand erzeugt der Anschluss einer Mini-Photovoltaikanlage ans Hausnetz

Soll die Mini-Photovoltaikanlage an das Hausstromnetz angeschlossen werden, empfiehlt sich das Hinzuziehen eines Elektroinstallateurs oder -installateurin. Auch Mini-Photovoltaikanlagen müssen – wie alle an das Stromnetz gekoppelte Anlagen – bei der Bundesnetzagentur angezeigt und in ihr Marktstammdatenregister aufgenommen werden. Sie müssen ebenfalls beim Stromnetzbetreiber angemeldet werden. Die Anmeldung muss nicht persönlich vorgenommen werden, sie kann beispielswiese auch durch den Installateur oder die Installateurin erfolgen. Für Photovoltaikanlagen bis zu 600 Watt Leistung gilt ein vereinfachtes Verfahren. 

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Der Aufwand wächst mit der Größe der Photovoltaikanlage

Im Unterschied zu Mini-Photovoltaikanlagen sind herkömmliche Photovoltaikanlagen in der Regel darauf ausgerichtet, (zumindest einen Teil des erzeugten) Strom ins öffentliche Netz zu speisen. Bei der Inbetriebnahme sind sie der Bundesnetzagentur und dem zuständigen Energieversorgungsunternehmen anzuzeigen. Zudem müssen teilweise auch baurechtliche Anforderungen und Genehmigungspflichten beachtet werden. Um die Planung, Montage und den elektrischen Anschluss kümmern sich erfahrene Solarinstallationsfirmen.   

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Neue Solarmodultechnik ist am aufwendigsten zu installieren

Da sich die Photovoltaik fortlaufend weiterentwickelt, gibt es neben den weit verbreiteten Aufdachanlagen inzwischen auch andere Photovoltaikanlage-Typen. Zu diesen zählen beispielsweise die dachintegrierte Photovoltaik. Dachpfannen – und Dachziegelanlagen erlauben eine gekoppelte Sonnenenergienutzung für die Wärme- und Stromgewinnung. Mit der gebäudeintegrierten Photovoltaik lassen sich Solarmodule in Gebäudefassaden einarbeiten. Diese vielversprechenden Techniken sind noch nicht regulär im Einsatz – daher sind Aufwand und Kosten noch relativ hoch.  

Kurzum

Icon mit einem Blatt Papier mit Text und ein Kontrollhaken

Die Installation einer herkömmlichen Photovoltaikanlage ist heute schnell gemacht. Erfahrene Solarinstallationsfirmen kümmern sich um Planung und Installation. Sie übernehmen im Anschluss weitere Services, wie Wartung und Reinigung. Neue Solarmodultechnik hingegen ist aufwendiger zu installieren.     

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