Wohnhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
Stimmt das?

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich nicht.

Copyright: Umweltministerium / Björn Hänssler

Wer sich eine Photovoltaikanlage kauft, zahlt obendrauf. Diese Annahme ist immer noch weit verbreitet. Dabei rechnet sich eine Photovoltaikanlage für Anlagenbesitzerinnen und -besitzer sowohl bei hohem Eigenverbrauch als auch bei einer überwiegenden Netzeinspeisung aufgrund der dafür gesicherten EEG-Einspeisevergütung. Zudem bringt sie weitere geldwerte Vorteile.

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Eine Photovoltaikanlage erwirtschaftet Gewinne

Die Strompreise klettern immer weiter in die Höhe. Im Jahr 2021 lagen sie zuletzt bei durchschnittlich 32 Cent pro Kilowattstunde Strom. Photovoltaikanlagen unter 30 Kilowatt Peak Leistung erzeugen Strom bereits zu weniger als 10 Cent pro Kilowattstunde.  Das rechnet sich bei einer durchschnittlichen Anlagenlaufzeit von mehr als 20 Jahren. Sind die Kosten der Investition erst mal durch die eingesparten Stromkosten abgegolten, erwirtschaftet die Anlage sogar Gewinne. Darüber hinaus zahlt eine Photovoltaikanlage auf den Wert der Immobilie ein. Das Solarkataster informiert über das Solarpotenzial von Dachflächen in Baden-Württemberg. Mithilfe des Online-Tools kann zudem die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage grob abgeschätzt werden. 

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Photovoltaikanlagen werden immer günstiger

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage sind in den vergangenen Jahren gesunken. Eine 10 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage kostet zwischen 1.200 und 1.500 Euro je Kilowatt Peak. Ohne Montage und Anschlussgebühren liegen die Kosten im Bereich von 15.000 Euro brutto. Sie kann bis zu 10.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Der durchschnittliche Strombedarf für eine im Einfamilienhaus lebende vierköpfige Familie liegt zwischen 4.000 und 5.000 Kilowattstunden im Jahr. 

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Je mehr Eigenverbrauch, desto rentabler die Anlage

Wie schnell sich eine Photovoltaikanlage amortisiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ausschlaggebend sind unter anderem die Höhe der Anschaffungskosten, die tatsächlich erbrachte Leistung der Photovoltaikanlage und die Höhe des Eigenverbrauchs. Grundsätzlich gilt: Je höher der Eigenverbrauch, umso schneller rechnet sich eine Photovoltaikanlage. Denn durch sie reduziert sich die Stromrechnung. 

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Eine Photovoltaikanlage lässt Heiz- und Tankkosten schrumpfen

Der Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage kann gezielt mit Energiespeichern, Elektrofahrzeugen, digitalen Energiemanagern sowie moderner Heiztechnik, wie Wärmpumpen erhöht werden. Das vermindert Heiz- und Tankkosten. Digitale Energiemanager stimmen Energieerzeugung und -verbrauch optimal aufeinander ab. Sie finden zudem „Energiefresser“ im Haus. Der Staat fördert Beratungs- und Anschaffungskosten.

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Photovoltaikanlagen bieten Gewerbe und Industrie besonderen Bonus

Freiflächenanlagen und große Solardachanlagen erzeugen Strom ab 200 Kilowatt Peak Leistung Strom für 5 bis 8 Cent pro Kilowattstunde. Der Strom aus dem öffentlichen Stromnetz ist für Gewerbebetriebe hingegen drei- bis viermal so teuer. Gewerbe und Industrie nutzen die tagsüber erzeugte Solarenergie direkt in ihren Büros und Werkhallen. Damit profitieren sie mit einem hohen Eigenverbrauch günstiger Energie besonders.  

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Photovoltaikanlagen besitzen Anlagenwert

Der Solarstrom gewerblich betriebener Photovoltaikanlagen ist in Unternehmen vielseitig nutzbar: Zum Beispiel zum Decken des Wärmebedarfs, zum Kühlen oder zum Laden von Elektrofahrzeugen. Er kann durch Einspeisen ins Stromnetz vergütet oder über sogenannte Power-Purchase-Agreement (PPA) direkt vermarktet werden. Zudem haben Solaranlagen Anlagenwert. Sie können verpachtet oder verkauft werden. Welche wirtschaftliche Nutzungsoptionen sich Unternehmen bietet, beschreibt der Leitfaden des Solarnetzwerkes.   

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Photovoltaikanlagen genießen hohe Akzeptanz in der Bevölkerung

Unternehmen können mit einer Photovoltaikanlage nicht nur ihren Umwelteinfluss reduzieren und ihre CO₂-Bilanz verbessern. Sie gehen damit strategisch in Richtung Klimaneutralität, machen sich unabhängiger von einer externen Energieversorgung, senken ihre Energiekosten und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zudem profitieren sie von einer hohen Akzeptanz der Photovoltaik in der Bevölkerung. 

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Mieterstrom begünstigt Mieterinnen und Mieter

Mieterinnen und Mieter profitieren durch Nutzung von Mieterstrom. Diesen erzeugen auf dem Dach eines Wohnhauses installierte Photovoltaikanlagen. Er ist in der Regel günstiger als regulärer Strom aus dem Netz, da unter anderem die Netzentgelte entfallen. Anlagenbetreiberinnen und -betreiber sind zudem verpflichtet, Mieterstrom mindestens 10 Prozent günstiger als Strom in der Grundversorgung anzubieten. Der Mieterstromvertrag kann jederzeit gekündigt werden. Eine Kopplung an den Mietvertrag ist unzulässig.  

Kurzum

Icon mit einem Blatt Papier mit Text und ein Kontrollhaken

Sowohl eine private wie auch eine gewerblich genutzte Photovoltaikanlage bringt zahlreiche Vorteile. Ebenso profitieren Mieterinnen und Mieter durch Mieterstrom von der Solarstromerzeugung auf dem Dach ihres Wohnhauses. Somit ist belegt: Photovoltaik lohnt sich für jedermann und jedefrau!  

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Weitere Informationen zum Thema Photovoltaikpflicht und was Sie dazu wissen müssen, finden Sie hier.

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