Gestapelte Münzen
Stimmt das?

Die Förderung von Wind- und Sonnenenergie treibt den Strompreis in die Höhe.

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Ein Blick auf die Stromrechnung zeigt: Die Strompreise steigen. Schnell ist die „Ursache“ gefunden – die EEG-Umlage für den Ausbau von erneuerbaren Energien. Doch damit lässt sich nur ein Teil der Zusatzkosten erklären. Außerdem spart die Energiewende an anderer Stelle erhebliche Kosten.

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Ja, der Strom wird teurer...

Die Kosten für Privathaushalte sind zwischen den Jahren 2000 und 2017 von durchschnittlich 14 ct. pro kWh (Kilowattstunde) auf mehr als das Doppelte gestiegen. Wahr ist aber auch, dass die Förderung der erneuerbaren Energien nur einen Teil dieses Anstiegs erklärt: Sie betrug 2017 rund 6,88 ct. / kWh. Die EEG-Umlage macht rund 23 % des Strompreises aus. Der übrige Kostenanstieg ergibt sich aus Steuern, Abgaben, Strombeschaffung, Netzbetrieb – und den Preisaufschlägen vieler Stromerzeuger. 

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… aber man muss genau hinsehen

Die EEG-Umlage allein ist ein schlechter Maßstab für die Entwicklung der Belastung der Verbraucher durch Stromkosten. Viel entscheidender ist die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage, und diese Summe ist in den letzten Jahren aufgrund des starken Rückgangs der Börsenstrompreise sogar leicht gesunken. Fakt ist auch, dass der Strompreis für Haushalte seit 2013 landesweit kaum mehr angestiegen ist.

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Ist die Umlage gerecht?

Im Jahr 2017 profitierten 2.092 Unternehmen von einer Ermäßigung der EEG-Umlage. Seit der Einführung der Ausnahmeregelung ist die Anzahl dieser „privilegierten Unternehmen“ deutlich gestiegen. Das hat zur Folge, dass nicht von der Umlage befreite Unternehmen und Privathaushalte mehr zahlen müssen. In vielen Fällen sind die Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen jedoch berechtigt, da sie sich im internationalen Wettbewerb gegen Unternehmen zu behaupten haben, die oft niedrigere Strompreise bezahlen müssen.

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Langfristig zahlt sich die Energiewende aus

Die Kosten für Erneuerbare-Energien-Technologien sind in den letzten Jahren erheblich gesunken. Laut Agora Energiewende können neue Wind- und Solarkraftwerke Strom um bis zu 50 % günstiger herstellen als neue Atomkraftwerke. Damit geht langfristig die Strompreisbelastung der Endverbraucher zurück. Schon heute senkt die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien die Strompreise an der Börse. Die Energiewende kostet kurzzeitig durch den Umbau des Energiesystems, langfristig vermeidet sie aber Kosten. Denn wir sparen viele Milliarden Euro ein, die früher für den Import von fossilen Brennstoffen gezahlt werden mussten.

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Versteckte Kosten einsparen

Betrachtet man die Kosten der Energiewende ganzheitlich, muss man auch den Nutzen für die Gesellschaft berücksichtigen. Durch die Energiewende werden Kosten für Folgeschäden des Schadstoff-Ausstoßes von Kohlekraftwerken oder für die Endlagerung von Atommüll, vor allem aber Folgeschäden des Klimawandels vermieden. Eine Germanwatch-Studie aus dem Jahr 2015 über den volkswirtschaftlichen Nutzen des Klimaschutzes zeigt, dass bis 2050 der Nutzen die Kosten des Klimaschutzes um mehr als das Dreifache übersteigen wird. 

Fazit

Icon mit einem Blatt Papier mit Text und ein Kontrollhaken

Die Energiewende gibt es nicht gratis – aber sie lohnt sich trotzdem. Wir sparen über kurz oder lang Milliarden an direkten und indirekten Kosten ein, wenn wir die Energiewende vorantreiben. Diese Ersparnis wird auch der Endverbraucher spüren. 

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