Energieeffizienz: Die Energiewende betrifft jeden

Die Energiewende ist viel mehr als die Abkehr von fossilen Energieträgern und Atomkraft. Entscheidend für ihren Erfolg ist auch unser täglicher Umgang mit Strom und Wärme. Ob im Haushalt, im Gebäudebereich oder in der Industrie: Zukünftig müssen wir in den Sparmodus schalten. 

Skizzen eines Bauplans darauf liegt Thermostat

Gemeinsam anpacken – und dabei fördern lassen

Es gibt viele Wege, die Energiewende selbst in die Hand zu nehmen. Und vor allem gibt es inzwischen jede Menge Unterstützung. Vieles ist bereits umgesetzt. Kommunen nutzen Angebote einer Energieberatung, entdecken für ihre Gebäude Energiesparmöglichkeiten. Auch Unternehmen ziehen mit und verschaffen sich mit effizienten Produktionsanlagen Vorteile im Wettbewerb. Die Best-Practice-Liste der Wirtschaft wird immer länger. Der Staat unterstützt aber auch private Haushalte und Hauseigentümer mit vielfältigen Beratungsangeboten und Förderprogrammen. Bis 2020 stehen für Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz über 17 Mrd. € zur Verfügung, anteilig auch für die energetische Gebäudesanierung.

Gebäude fit für die Zukunft machen  

Ob Firma, Krankenhaus oder das eigene Zuhause – in jedem Gebäude schlummern große Potenziale, wenn es um den Umgang mit und v. a. das Sparen von Energie geht. Schließlich entfällt mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs auf Gebäude. Besonders hoch sind die Einsparpotenziale bei älteren Häusern: Sie verbrauchen bis zu fünf Mal mehr Energie als nach 2001 errichtete Neubauten (Quelle: dena). Die Politik widmet sich diesem Thema, sowohl auf Bundesebene – etwa mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude – als auch in Baden-Württemberg. Hier im Land verfolgen das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) sowie der damit verbundene Sanierungsfahrplan für Eigenheimbesitzer ein gemeinsames Ziel: den Gebäudebestand bis Mitte dieses Jahrhunderts nahezu klimaneutral zu gestalten.

Sanierung lohnt sich 

Wer energetisch sanieren will, muss zunächst investieren. Doch ob Einbau einer neuen Heizung, Einsetzen neuer Fenster oder Dachdämmung: Sanierungsmaßnahmen machen sich am Ende bezahlt – und sie werden zum Beispiel von der KfW über Darlehen und Zuschüsse gefördert. Weitere Anreize bieten außerdem die spürbar niedrigeren Betriebskosten und der erhöhte Wohnkomfort. 98,5 % der Hausbesitzer, die ihr Heim modernisiert haben, stehen jedenfalls laut einer Befragung voll und ganz hinter ihrem Entschluss.

Effiziente Technik spart zusätzlich Energie – und Geld

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich eine Menge bewegt. So gibt es LED inzwischen auch in angenehm warmen Tönen und sie kosten nur noch etwa die Hälfte. Drastisch reduziert hat sich zudem der Stromverbrauch von vielen Haushaltsgeräten. Wer beim Kauf eines Kühlschranks, einer Spülmaschine oder einer Waschmaschine auf die Effizienzklasse achtet, kann langfristig viel Geld sparen und schont das Klima. Eine Übersicht über besonders sparsame Haushaltsgeräte finden Sie hier.  

Klimaschutz zum Mitmachen

Ob zuhause, im Büro oder unterwegs: Jeden Tag können wir auch in Baden-Württemberg zur Energiewende beitragen, ohne auf viel verzichten zu müssen. Wäsche waschen ohne Vorwäsche, Kochen mit Topfdeckel oder die Heizung ein Grad runterdrehen – Tipps wie diese sparen auf einfachem Wege Strom, Wärme und Geld. Denn auch in Zukunft gilt: Die sauberste und günstigste Energie ist immer noch die, die gar nicht erst erzeugt werden muss. 

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