Woher kommt unsere Energie?

Aus diesen Quellen stammen Strom und Wärme in Baden-Württemberg.

Die Herausforderung: vom Großen ins Kleine

Im Jahr 2050 soll die Energie in Baden-Württemberg nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Bis dahin ist noch viel zu tun. Aber woher kommt unsere Energie eigentlich heute?

Das große Ganze: der Primärenergieverbrauch

Der Begriff Primärenergieverbrauch bezeichnet den Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger – also den gesamten Energieverbrauch in der Strom- und Wärmeerzeugung für Haushalte, Industrie, Verkehr sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. In Baden-Württemberg lag dieser Energieverbrauch nach vorläufigen Schätzungen im Jahr 2017 um knapp 1 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 1.430 PJ (Petajoule) Primärenergie im Land verbraucht. Die erneuerbaren Energieträger erreichten dabei mit einem Anteil von 13,4 % einen neuen Höchststand. Der Beitrag der Kernenergie, der fossilen Brennstoffe sowie der Stromimporte zum Primärenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % gesunken. 

Infografik zum Primärenergieverbrauch
Die Anteile der erneuerbaren Energiequellen am Primärenergiebedarf in Baden-Württemberg im Jahr 2017.

Das wurde produziert: die Bruttostromerzeugung

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist nach ersten Schätzungen im Jahr 2017 um 0,8 TWh (Terrawattstunden) gewachsen. Insgesamt leisteten die erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg im Jahr 2017 einen Beitrag von 16,5 TWh beziehungsweise 27,5 % zur Stromerzeugung. Dazu tragen insbesondere Windenergieanlagen (+0,8 TWh auf 3,4 % der Stromerzeugung) bei. Mit einem Zubau von rund 720 MW (Megawatt) in den Jahren 2016 und 2017 hat sich die installierte Leistung von Windenergieanlagen in Baden-Württemberg zum Jahresende 2017 innerhalb von zwei Jahren auf 1,4 GW (Gigawatt) verdoppelt. 
Die wichtigsten regenerativen Quellen in der Stromerzeugung waren wie in den Vorjahren die Photovoltaik (8,7 %) und die Wasserkraft (7,6 %).

Infografik zur Bruttostromerzeugung
Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg.

Das wurde genutzt: der Endenergieverbrauch 

Insgesamt ist der Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg im Jahr 2017 nach vorläufigen Schätzungen um gut 1 % auf 293 TWh gestiegen. Davon entfallen 14,4 % auf erneuerbare Energien. Beim Endenergieverbrauch zur Wärmebereitstellung liegt der Anteil der erneuerbaren Energien bei rund 16 %. Der Anteil am Endenergieverbrauch des Verkehrs liegt hingegen nur bei 4,6 %.


Noch mal in Kürze

Der Anteil der Erneuerbaren wächst – sowohl in der Strom- als auch in der Wärmebereitstellung. Trotzdem sind noch große Schritte nötig, um eine vollständige Umstellung auf regenerative Quellen in die Tat umzusetzen.

 

Quelle: 
Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2017

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